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Mini-Windrad auf LVR-Haus am Ottoplatz in Köln-Deutz montiert / Stromerzeugung schon bei leichtem Wind / Jährliche Stromproduktion von rund 7.500 Kilowattstunden
Köln. 25. Februar 2010. In 50 Meter Höhe, auf dem Dach des LVR-Hauses am Ottoplatz in Deutz, erzeugt ab sofort ein Mini-Windrad CO2-freien Strom. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) speist den klimafreundlichen Strom vom Dach seines 15-geschossigen Dienstgebäudes in das Versorgungsnetz des Hauses ein. „Dies ist eine von mehreren Maßnahmen, um unsere Energieversorgung verstärkt auf erneuerbare Energien umzustellen", erklärte LVR-Direktor Harry K. Voigtsberger bei der Montage des Windrads: „Gleichzeitig wollen wir zeigen, dass kleine, dezentrale Windkraft-Anlagen die Möglichkeit bieten, saubere Stromproduktion mitten in der Stadt zu betreiben."
LVR-Direktor Harry K. Voigtsberger (links) beobachtet die Montage des Mini-Windradas auf dem Dach des LVR-Hauses in Köln-Deutz. (Foto: LVR, L. Ströter)
Der Rotor – zwei Meter hoch, drei Meter im Durchmesser – ist auf einem sieben Meter hohen Mast befestigt. Die Windturbine hat eine vertikale Achse – auf den ersten Blick kann man sie für eine Mobilfunkanlage halten. Mit rund 400 Kilogramm ist sie leicht genug, so dass das 44 Jahre alte Gebäude die zusätzliche Last ohne statische Probleme tragen kann. Die Turbine arbeitet zudem nahezu geräuschlos – Anwohnerinnen und Anwohner werden nicht beeinträchtigt. Dies bestätigen auch die Gutachten, die im Rahmen des Antrags auf Baugenehmigung erstellt wurden.
Mit einem Kran wird der geräuschlos arbeitende Vertikal-Rotor auf das Dach des 50 Meter hohen Hauses gezogen. (Foto: LVR, L. Ströter)
„Das Windrad arbeitet bereits bei einer leichter Brise", so Voigtsberger. Schon bei Windstärke 2 wird Strom produziert. Im Jahresdurchschnitt erwartet der LVR eine Stromproduktion von rund 7.500 Kilowattstunden – das entspricht dem Jahresverbrauch von zwei bis drei Einfamilienhäusern. Gegenüber der Stromproduktion aus fossilen Quellen bedeutet das eine CO2-Einsparung von fünf Tonnen im Jahr.
Der LVR finanziert dieses Pilotprojekt mit insgesamt 33.000 Euro netto für die schlüsselfertige Aufstellung samt der statisch erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen. Für den durchschnittlichen Eigenheimbesitzer sind solche Mini-Windkraft-Anlagen (Turbine mit Wechselrichter) bereits für rund 14.000 Euro zu haben.
Das Windrad zur Stromerzeugung ist nur einer von mehreren Schritten hin zu mehr Klimafreundlichkeit und Nachhaltigkeit im Gebäude- und Liegenschaftsmanagement des LVR. So bezieht der kommunale Regionalverband seit 2009 ausschließlich zertifizierten Ökostrom. Damit können pro Jahr bis zu 25.000 Tonnen C02 eingespart werden. Neubauten werden zudem im energiesparenden Passivhaus-Standard errichtet.
Klimaschutz-Maßnahmen wie diese sind auch ausdrückliches Ziel der politischen Vertretung des LVR.
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