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Ein Jahr nach dem Unglück: Die Hilfe geht weiter

LVR bietet weiter Unterstützung für das Historische Archiv der Stadt Köln / Geschädigtes Archivgut wird weiter in Brauweiler bearbeitet / Bisher über 2.000 Arbeitsstunden geleistet

Köln. 1. März 2010. Rund ein Jahr nach dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln am 3. März 2009 bilanziert der Landschaftsverband Rheinland seine Maßnahmen der Hilfe: „Das tragische Unglück, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen und Archivgut von unschätzbarem Wert vernichtet und geschädigt wurde, macht uns bis zum heutigen Tage betroffen. Deswegen hat der LVR damals sehr schnell und unbürokratisch finanzielle Unterstützung in Höhe von 160.000 Euro zugesagt", so Dr. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland. „Wir werden unsere Unterstützung des Wiederaufbaus des Archivs auf vielfältige Weise fortsetzen, da es sich um eine weit über Köln hinausgehende regionale, ja bundesweite Aufgabe handelt", so Wilhelm weiter.

„Ein großer Teil des Geldes ist bereits in konkrete Maßnahmen umgesetzt worden. So haben wir zum Beispiel einen Archivar befristetet eingestellt, Arbeitsplätze für die Reinigung des Archivgutes entsprechend ausstatten können oder stabile Kartonagen im Wert von 20.000 Euro anschaffen können", bestätigt LVR-Direktor Harry K. Voigtsberger. Aber auch die Maßnahme, bei dem nassen Archivgut durch Gefriertrocknung die Feuchtigkeit entzogen wird, gehört zu den konkreten Hilfsangeboten. Alles in allem wurden so bislang über 2.000 Arbeitsstunden geleistet.

Foto zeigt Aktenordner und Papier
Geschädigtes Kölner Archivgut wird im LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler gelagert und gesäubert.
Foto: Ludger Ströter / LVR

Noch am gleichen Tag des Unglücks am 3. März waren die Fachleute des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum aus Brauweiler (LVR-AFZ) an der Unglücksstelle im Einsatz. Später wurden dann in Brauweiler Magazinflächen zur Lagerung von Archivgut angeboten, bevor dann die eigentlichen Säuberungsarbeiten begannen, die aktuell andauern.
„Dass unsere Kräfte gewissermaßen von der ersten Stunde bis zum heutigen Tage um Unterstützung gebeten wurden und werden, zeigt zum einen, dass das LVR-AFZ hier mit Know How und entsprechender Kompetenz aufwarten kann. Zum anderen beschäftigen wir uns mit Szenarien dieser Art im Rahmen unseres Fortbildungsprogramms regelmäßig", so Milena Karabaic, LVR-Dezernentin Kultur und Umwelt.

Foto zeigt geschädigtes Papier
Mit feinen Pinseln und Schwämmen wird Staub und Schmutz vom Papier entfernt.
Foto: Ludger Ströter / LVR

 

Außerdem wird sich der LVR an der zu gründenden Stiftung für das Archiv der Stadt Köln mit 50.000 Euro beteiligen. Im Rahmen der nächsten Sitzungen des Kulturausschusses des LVR wird zudem über weitere konkrete Hilfe bei der Identifizierung und Restaurierung geborgenen Archivguts beraten.

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