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Gerstenberg Mechanik erhält „LVR-Prädikat Behindertenfreundlicher Arbeitgeber"

Auszeichnung für vorbildliches Engagement bei der Beschäftigung behinderter Menschen / Vorbildfunktion für andere Unternehmen

Köln / Wuppertal. 13. Januar 2012. Die Firma Gerstenberg Mechanik GmbH hat das Prädikat „Behindertenfreundlicher Arbeitgeber" des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) erhalten. Mit dieser Auszeichnung ehrt der LVR das vorbildliche Engagement des Unternehmens mit insgesamt vier Beschäftigten. Einer der Mitarbeiter, Deniz Demir, ist schwerbehindert und wurde nach seiner Ausbildung im Betrieb zum Zerspanungsmechaniker fest im Unternehmen übernommen.

Peter Jung, Aydin Polat und Lorenz Bahr mit dem Preis und der Urkunde.
Aydin Polat, Geschäftsführer von Gerstenberg Mechanik (Mitte) freute sich sehr über die LVR-Auszeichnung als "Behindertenfreundlicher Arbeitgeber". Den Preis verlieh ihm Lorenz Bahr, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland (rechts). Auch Peter Jung, Oberbürgermeister von Wuppertal, gratulierte dem Wuppertaler Unternehmer. Foto: Hengels/LVR
 

„Es gibt immer noch viele Vorurteile bei der Beschäftigung behinderter Menschen. Aber Betriebe wie Gerstenberg Mechanik zeigen, dass auch schwerbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagierte, zuverlässige und qualitätsvolle Arbeit leisten können", erklärte Lorenz Bahr, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, bei der Preisverleihung. Gleichzeitig zeige das Beispiel Gerstenberg Mechanik, dass wirtschaftlicher Erfolg und eine behindertenfreundliche Personalpolitik gut zusammenpassen. Der Betrieb sei ein Vorbild für andere Arbeitgeber; sein Beispiel wolle der LVR mit der Auszeichnung zur Nachahmung empfehlen.


 

Deniz Demir nimmt Einstellungen an einer CNC-Fräsmaschine vor.
Der schwerbehinderte Mitarbeiter Deniz Demir wurde nach seiner Ausbildung im Betrieb als Zerspanungsmechaniker übernommen. Foto: Hengels/LVR

 

„Wir haben auch als kleiner Betrieb einen sozialen Anspruch und geben daher auch Menschen mit Behinderung eine Chance", sagte Inhaber Aydin Polat über die Auszeichnung. „Wenn die Rahmenbedingungen stimmen und auf die individuelle Situation im Betrieb abgestimmt sind, bringen alle gute Leistungen und sind zufrieden", so Polat weiter.

Deniz Demir (links) arbeitet mit dem Auszubildenden Florian Ogasa an der Fräsmaschine.
Inzwischen ist Deniz Demir (links) so weit, dass er dem neuen Auszubildenden Florian Ogasa Arbeitsschritte an den Dreh- und Fräsmaschinen erklären kann. Foto: Hengels/LVR
 

Betriebe mit mindestens 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern müssen auf fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen beschäftigen. Knapp 80 Prozent der rheinischen Arbeitgeber erfüllen die gesetzlich vorgeschriebene Beschäftigungsquote von fünf Prozent nicht. Die durchschnittliche Beschäftigungsquote behinderter Menschen lag in 2010 in der Privatwirtschaft in NRW bei 4,3 Prozent, im öffentlichen Dienst bei 6,6 Prozent. Mit vier Beschäftigten ist die Firma Gerstenberg Mechanik, die Drehteile und Bauelemente für die Stahlindustrie herstellt, nicht verpflichtet, Frauen oder Männer mit Behinderung zu beschäftigen.

Um solche guten Beispiele behindertenfreundlicher Personalpolitik öffentlich zu machen und für die Beschäftigung von Frauen und Männern mit Handicap zu werben, vergibt der LVR seit 1998 jährlich die Auszeichnung „Prädikat Behindertenfreundlicher Arbeitgeber". Ausgezeichnet werden private oder öffentliche Arbeitgeber, die sich in besonderer Weise für die Beschäftigung behinderter Menschen einsetzen und ihnen eine Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen. Das „LVR-Prädikat Behindertenfreundlicher Arbeitgeber" dient dabei nicht nur der Anerkennung des Engagements der Ausgezeichneten, sondern zeigt auch anderen Unternehmen, dass sich unternehmerischer Erfolg und Engagement für berufliche Teilhabe behinderter Menschen gut verbinden lassen.

Die Vorschläge für mögliche Preisträger kommen aus den Kommunen und Kreisen im Rheinland. Eine unabhängige Kommission wählt unter allen vorgeschlagenen Arbeitgebern jährlich fünf Preisträger aus.

Ihre Ansprechpartnerin für redaktionelle Fragen:

Simone Hengels
LVR-Fachbereich Kommunikation
Telefon: 0221 809 77 54
E-Mail: simone.hengels@lvr.de