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Preis für eine klasse Klasse

LVR-David-Hirsch-Schule verleiht „Schennettenpreis" an sieben Schülerinnen und Schüler mit Hörschädigungen / Auszeichnung für hervorragende Zusammenarbeit als Klassengemeinschaft / Installation einer musikalischen Stele im Foyer

Aachen. 2. Juli 2012. Für ihre hervorragende Zusammenarbeit als Klassengemeinschaft hat die LVR-David-Hirsch-Schule Aachen (Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation) sieben Schülerinnen und Schüler mit Hörschädigung der Klasse zehn mit dem „Schennettenpreis" ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigt die Schule des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) herausragende Leistungen in der Schülerschaft. Der Preis ist in diesem Jahr mit 1.282 Euro dotiert.

Seit 2010 besuchen Eduard Renpening, Juliane Paust, Riccardo Müller, Merve Baklaci, Betül Baklaci, Sharon Waßen und Iris Schaap (alle 16 und 17 Jahre alt) gemeinsam eine Klasse. Sie wurden im Schuljahr 2010/11 aus zwei unterschiedlichen Klassen zusammengelegt. „Alle sieben haben sich - trotz ihrer unterschiedlichen Voraussetzungen hinsichtlich Kommunikationsfähigkeit und Sozialverhalten -  in dieser Konstellation schulisch und sozial hervorragend entwickelt. Sie sind in den letzten beiden Jahren respektvoll miteinander umgegangen und haben die Lernmöglichkeiten für alle positiv mitgestaltet", sagte Schulleiterin Susanne Keppner bei der Preisverleihung. Durch besondere Eigenverantwortung, Zuverlässigkeit und Arbeitsdisziplin haben alle mit gutem Erfolg die zehnte Klasse abschließen können.

Bild zeigt eine Gruppe Jugendliche und zwei Frauen auf einer Treppe
Die Enkelin von Nikolaus Schennetten, Annette Kossmann (l.) und Schulleiterin Susanne Keppner (r.) überreichten den diesjährigen Schennettenpreis an (v.l.): Juliane Paust, Merve Baklaci, Betül Baklaci, Iris Schaap (alle vordere Reihe), Eduard Renpening, Riccardo Müller und Sharon Waßen (alle hintere Reihe). Foto: Döring/LVR

Der „Schennettenpreis" geht zurück auf Nikolaus Schennetten, der von 1922 bis 1945 Schulleiter der LVR-Förderschule war. Mit einem Teil des Familien-Vermögens wurde eine Stiftung gegründet, aus deren jährlichen Erträgen seit 2000 die „Schennetten-Preise" finanziert werden. Die Preisverleihung erfolgt immer rückwirkend für das vergangene Jahr.

Gleichzeitig mit der Verleihung des Preises hat die LVR-Johannes-Kepler-Schule (Förderschwerpunkt Sehen) eine musikalische Stele im Foyer installiert. Die 2,30 Meter hohe Edelstahl-Säule „Klang-Tast-Stele Omega" ist mit einem elektronischen System ausgestattet, das Geräusche und Klangeffekte erzeugt. Über Hautkontakt mit der Stele können die Kinder und Jugendlichen verschiedene Klangerlebnisse hervorrufen und auch gemeinsam musizieren. Die Stele wurde von dem sehbehinderten Künstler Franz Buchholz gefertigt und wirkt sowohl für die sehbehinderten als auch für die Schülerinnen und Schüler mit Hörschädigungen kommunikationsfördernd.
Ihr Ansprechpartner für redaktionelle Fragen:

Till Döring
LVR-Kommunikation
0221 809 7737
E-Mail: till.doering@lvr.de