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Im Rheinland werden 70 Prozent aller Kinder mit Behinderung wohnortnah und inklusiv im Kindergarten betreut

Rheinlandweit fast 900 integrative Gruppen / LVR baut diese Betreuungsangebote im Dialog mit örtlichen Jugendämtern und Trägern konsequent aus / Modellprojekt des Landesjugendhilfeausschusses Rheinland für Kinder mit Behinderung unter drei Jahren


Köln. 3. Februar 2010. Im Gebiet des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) besuchen 70 Prozent der Kinder mit Behinderung zwischen drei und sechs Jahren eine Kindertagestätte gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung. Insgesamt existieren rund 900 solcher integrativen Gruppen mit 13.500 Kindern (davon 4.500 mit einer Behinderung). In diesen Einrichtungen wird in kleinen Gruppen mit 15 Plätzen ein ganzheitliches Konzept zur Förderung, Begleitung und Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung durch pädagogisches und therapeutisches Personal gewährleistet. 

„Das LVR-Landesjugendamt baut im Dialog mit den örtlichen Jugendämtern und Trägern die integrativen Betreuungsangebote kontinuierlich aus. Für die kommenden Jahre ist ein weiterer Ausbau geplant - auch für Kinder mit Behinderung unter drei Jahren. Dazu wird in einem Modellprojekt mit einzelnen Trägern erprobt, unter welchen Rahmenbedingungen Betreuung und Förderung für Kinder mit und ohne Behinderung optimal erfolgen kann", erläutert LVR-Jugenddezernent Reinhard Elzer. Dieses Modellprojekt wurde vom Landesjugendhilfeausschuss Rheinland initiiert, finanziell unterstützt und durch das Sozialpädagogische Institut der Fachhochschule Köln (SPI) wissenschaftlich begleitet.

Zwei Kinder spielen, eines von Ihnen hat eine Behinderung
Rund 70 Prozent der Kinder mit Behinderung besuchen im Rheinland heute eine integrative Kidnertagestätte. Bild: LVR

Der LVR unterstützt Eltern bei der Suche nach einem geeigneten Kindergartenplatz. Hierfür gibt es die Internet-Suchmaschine KiTaBO (Kindertagesbetreuung online). Sie bietet Eltern die Möglichkeit, den für ihr Kind passenden Platz zu finden. Eltern können nach dem Namen der Einrichtung, der Ausrichtung des Trägers (kommunal, konfessionell, andere), der Postleitzahl, dem Ort oder der Straße suchen. Darüber hinaus sind Abfragen nach dem Alter der betreuten Kinder, besonderen Öffnungszeiten und eben der gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung möglich.

„Wegen der Vielfalt der unterschiedlichen Angebote sollten sich Eltern von Kindern mit Behinderung möglichst früh um einen Platz für ihr Kind bemühen, damit eine optimale Beratung ohne Zeitdruck ermöglicht wird. Je früher die Anmeldung, desto passgenauer kann das für das jeweilige Kind richtige Angebot gefunden werden", ergänzt Elzer. 

Interessierte Eltern finden KiTaBO unter: http://www.lvr.de/jugend

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