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Kulturlandschaft Mittelrhein

 

Andernach

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts konnte die Stadt am nordöstlichen Ausgang des Neuwieder Beckens in den Grenzen der mittelalterlichen Stadtbefestigung bestehen. Dann setzte mit der Dampfschifffahrt, der Eisenbahn und dem Ausbau der B9 eine stürmische Entwicklung ein. Die Kartenausschnitte von 1810 und 1996 zeigen ebenso wie der Blick über die Stadt die Opfer, die der Kulturlandschaft abverlangt wurden.

 

 

Bacharach

Die alten Stiche und Fotografien zeigen Stadtansichten in einer kahlen Landschaft. Das Ufer des Rheins musste für die Treidelpfade offengehalten werden und was neben den Weinstöcken in den steilen Felshängen wuchs, wurde für den Hausbrand geschlagen.

Für die Rhein-Romantik des 19. Jahrhundert war die grüne Landschaft offensichtlich von geringerem Wert als für uns heute. Die Ruinen der Burg Stahleck und der Werner Kapelle weckten die Phantasie der Reisenden.

Die sorgfältige und liebevolle Pflege der Häuser, der Erhalt der Stadtmauer, die Rekonstruktion der Burg Stahleck und die Sanierung der Wernerkapelle haben Bacharach trotz der massiven Beeinträchtigungen durch den Verkehr zu einem Schmuckstück der Rheintallandschaft gemacht.

 

 

Binger Loch

Bereits im 18. Jahrhundert wurde unter großen Gefahren der Durchlass in der Felsenbarriere des Rheins auf 4,5 m verbreitert. Im Laufe der folgenden 200 Jahre musste das Nadelöhr der Schifffahrt für die ständig wachsenden Transporte der Dampfschiffe erweitert werden. Schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die ökologischen Folgen dieser Maßnahmen sichtbar: Im Rheingau sank der Wasserpegel um 25 cm.

1984 sollte der Ausbau des Binger Lochs zur Wasserstraße mit einer Fahrrinnentiefe von 2,10 m abgeschlossen werden. Gegen den vorgesehenen Bau eines Leitwerkes mit erheblichen Veränderungen der Landschaft erhob sich breiter Protest. Der Rheinische Verein konnte mit einem alternativen Konzept dazu beitragen, dass der Charakter der Landschaft weitgehend erhalten blieb.

 

 

Burgen, Ruinen, Schlösser

Wir ersteigen Burgen auf Berggipfeln, so als seien sie für einen erholsamen Aufenthalt mit Fernblick gebaut. Der Blick von der Burg über die Landschaft war Jahrhunderte lang ein argwöhnisch wachsamer Spähblick oder ein herrscherlicher Verfügungsblick. Kaum je ist die ursprüngliche Funktion eines Bautyps gründlicher umgedeutet worden. Sieht man die heutigen Nutzungsformen der Burgen in einer geschichtlichen Perspektive, dann könnte man ihre Vereinnahmung durch den Fremdenverkehr so deuten, dass hier endlich diejenigen, die Jahrhunderte lang unter dem Joch der Burgen gelitten haben, diese jetzt in Besitz genommen haben.

Martin Warnke

 

Die Ruinenromantik des 19. Jahrhunderts prägte mit Berichten, Liedern und Gedichten auch die Gestaltung der Ruinen. Die preußischen Prinzen ließen aus den Ruinen der Burgen Stolzenfels und Sooneck neugotische Schlösschen bauen.

Auch im 20. Jahrhundert beeinflussten die Ideen der Romantiker den Umgang mit den Burgen. Unter der sorgfältigen Aufsicht der Denkmalpflege wurden Ruinen rekonstruiert. Ein Ausbau der Ruinen nach neuen Vorstellungen und touristischen Bedürfnissen fand nur selten statt - und fand wenig Gegenliebe.

 

 

Dichter und Sänger

Heinrich von Kleist

Der schönste Landstrich von Deutschland, an welchem unser größter Gärtner sichtbar con amore gearbeitet hat, sind die Ufer des Rheins von Mainz bis Koblenz. Das ist eine Gegend wie ein Dichtertraum, und die üppigste Phantasie kann nichts Schöneres erdenken als dieses Tal, das sich bald öffnet, bald schließt, bald blüht, bald öde ist, bald lacht, bald schreckt.

 

Ricarda Huch

Die Romantik „hat den Rhein ... eigentlich entdeckt, ja man kann sagen geschaffen. Es gibt kaum ein besseres Beispiel für die Übermacht der Phantasie."...

 

Matthias Claudius

Bekränzt mit Laub den lieben vollen Becher
und trinkt ihn fröhlich leer!
In ganz Europa, ihr Herren zecher,
Ist solcher Wein nicht mehr

am Rhein, am Rhein, da wachsen unsere Reben;
Gesegnet sei der Rhein!
Da wachsen sie am Ufer hin und geben
uns diesen Labewein

So trinkt ihn denn und laßt uns allewege
Uns freun und fröhlich sein!
und wüßten wir wo jemand traurig läge,
wir gäben ihm den Wein

 

Friedrich Hölderlin

Seliges Tal des Rheins!
Kein Hügel ist ohne den Weinstock
und mit der Traube Mauer und Garten bekränzt
und des heiligen Tranks sind voll im Strome
die Schiffe Städt´ und Inseln
sie sind trunken von Weinen und Obst.
fröhlich baden im Strom
den Fuß die glühenden Berge
Kränze von Zweigen und Moos
kühlen ihr sonniges Haupt.

 

Heinrich Heine

Ihr habt den Rhein, also wascht euch

 

Samuel Taylor Colderidge

der Fluß so wie er´s immer tat
er wäscht und spült euch eure Stadt
doch sagt mir Himmelsmächte, wer allein
soll waschen dann den armen Rhein

 

Friedrich Schlegel

Für mich sind nur die Gegenden schön, welche man gewöhnlich rauh und wild nennt. Denn nur diese sind erhaben, nur erhabene Gegenden können schön sein, nur diese erregen den Gedanken der Natur. Überall belebt durch die geschäftigen Ufer, immer neu durch Windungen des Stromes, und bedeutend verziert durch die kühnen, am Abhang hervorragenden Bruchstücke alter Burgen, scheint diese Gegend mehr als ein in sich geschlossenes Gemälde und überlegtes Kunstwerk eines bildenden Geistes zu sein, als einer Hervorbringung des Zufalls zu gleichen.

 

 

Ehrenfels

Dieses Bild ist Vergangenheit. Die verschwundene Ansicht der Ruine Ehrenfels inmitten der kleinen Weinbergterrassen zählt für viele zu dem schmerzlichsten Veränderungen des Landschaftsbildes am romantischen Mittelrhein.
Die Ästhetik der Landschaftswahrnehmung ist sicherlich immer subjektiv geprägt und doch erkennen wir immer deutlicher, dass jede Epoche mit ganz eigenen Maßstäben den unverwechselbaren Charakter und Wert einer Landschaft bestimmt.
Die kleinteiligen Weinbergsterrassen sind von den Winzern nicht aus ästhetischen Gründen angelegt worden, sondern mit den verfügbaren technischen Instrumenten nach wirtschaftlichen Zielsetzungen und Zwängen – wie heute auch.

 

 

Erhabenheit

Die landschaftliche Umgebung gehört in der Regel noch inniger zur Höhenburg als zu der des Flachlandes... Uralte Empfindungen des dämmernden Bewusstseins von Herausgehobensein und überragen ... verschmelzen sich mit neueren gezüchteten romantischen Vorstellungen. Von nacktem Triumph bis zur zartesten Empfindsamkeit spannen sich die Reaktionen, aus welchen sich die Architekturen auf den Felsen verdichten. Was packt wohl mehr die naive Mentalität um den noch immer an die Stimmungen verlorenen moderen Menschen, wenn er nicht durch die Ruinen der jüngsten Vergangenheit abgestumpft ist.

Die Ruine Rheinfels ist mit der Landschaft verwachsen, sie herrscht auch heute über das Rheintal. Sie ist bedroht, nicht so sehr vom schleichenden Zerfall, sondern von den Umgestaltungen in der umgebenden Landschaft. Das Kosmotel Petersberg auf der gegenüberliegenden Höhe und der Mühlensilo in St. Goarshausen nagen auch an der Erhabenheit der Ruine, sie zerstören die gewachsene Beziehung zwischen Naturlandschaft und einzigartigem Bauwerk.

Erhabenheit jedoch ist keine materielle Eigenschaft, sondern ein Empfinden, ein unmittelbares Erleben – auch der Ruine.

 

 

Köln: Stadt und Land

Die Stadt lebt schneller als das Land. Man hat sich daran gewöhnt, dass das Bild der Stadt ständig verändert wird. Altes verschwindet, Neues wächst neben Altem? Der unverwechselbare Charakter einer Stadt aber wird aus diesem Nebeneinander von Alt und Neu geprägt.

Deutzer Brücke, Lufthansaverwaltung vor der Rekonstruktion Alt St. Heribert Die Zeugnisse der Vergangenheit gehen oft unwiderruflich verloren. Viel zu selten gelingt es dem Denkmalschutz oder der Landschaftspflege das Kultur- oder Naturerbe gegen die neuen wirtschaftlichen Ansprüche zu verteidigen oder gar mit einer Rekonstruktion die Geschichte den neuen Bauwerken entgegen zu setzen. Mit dem Wiederaufbau der Klosterkirche Alt St. Heribert konnte die brutale Monotonie des Bürohochhauses unterstrichen und gemindert werden.

 

 

Kunst-Landschaft

Was wird aus der Rheinlandschaft, wenn die Weinberge aufgegeben, die Straßen ausgebaut, die Häuser an den Hängen hinauf gewachsen, die Ufer vermauert, Campingplätze erweitert und Seilbahnen aufgespannt sind?

Das Kunstprojekt Rheingarten von Victor Sanovec und Barbara Fuchs ist eine eine Initiative gegen diese Angst. Auf beiden Ufern des Rheins sollen Gärten in den aufgegebenen Weinbergen die Landschaft durch neue Blickachsen verbinden.

Das Pilotprojekt Langscheidter Hundert wurde 1996 begonnen und hat einen Weg eröffnet, Natur- und Kulturerbe dieser Landschaft auch für die künftigen Ansprüche der Einwohner und Gäste zu gestalten. Das Projekt wird von der EU Kommission und von der Kulturstiftung Rheinland-Pfalz gefördert.

 

 

Die Loreley

Für die Schifffahrt bedeutet der Loreleyfelsen heute kaum noch eine Gefahr. Ruhig ziehen die weißen Ausflugsschiffe an dem Felsen vorbei. In den alten Stichen aber ist die Bedrohung immer erkennbar. Der Loreleyfelsen und Heinrich Heines Lied von der Jungfrau mit den langen goldenen Haaren begründen auch heute noch den Ruhm der Landschaft weit über die Grenzen Europas hinaus.

Wenig glücklich und erfolgreich blieben bisher die Bemühungen, diesen zentralen Platz am Rhein in einer angemessenen Weise für die Touristen zu erschließen und zu gestalten. Zwischen Fluss, Straße und Eisenbahn gibt es kaum Raum für eine attraktive Touristenarchitektur. Erst 1996 haben die Gemeinden Oberwesel und St. Goar mit einer zukunftorientierten Planung beginnen können.

 

 

Natur-Landschaft

Die Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz arbeitet für den Erhalt und die Entwicklung der Naturlandschaft: Erfassung, Kartierung, Begutachtung zum Arten- und Biotopschutz, Publikation und Öffentlichkeitsarbeit durch Monographien, Gebietsinformationen, Praktische Maßnahmen zur Freistellung von Magerrasen, Sanierung von Trockenmauern u.a. in der Kulturlandschaft des Rheintals entstand eine eigene Natur. Flora und Fauna fanden in den Weinbergen, Obstgärten und Wiesen einen unvergleichlichen Lebensraum.

Westliche Smaragdeidechse Die fast 40 cm lange Eidechse findet sich in Deutschland nur noch in den Tälern von Rhein, Mosel und Nahe. Hier ist sie auf die Trockenmauern und die offengehaltenen Grasfluren angewiesen. Mit dem Rückgang des Weinbaus und den geänderten Bewirtschaftungsformen sind tiefgreifende Veränderungen für die Lebensräume von Pflanzen und Tieren verbunden. Der Artenreichtum, der sich in den Jahrhunderten der intensiven Kulturlandschaftspflege herausbilden konnte, wird jetzt durch die Verbuschung der Weinberge und Wiesen stark bedroht.

 

 

Oberwesel

Die Stadt Oberwesel konnte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren geschlossenen mittelalterlichen Charakter bewahren. Die Türme der Stadtmauer prägen zusammen mit der Liebfrauenkirche und der Martinskirche das unverwechselbare Bild der Stadt am Rhein unterhalb der Schönburg.

Die gewachsene Einheit von Stadt und Landschaft steht unter dem besonderen Schutz der Denkmalpflege und ist bedroht. Für die Erweiterung der Wohngebiete sollen Flächen auf den angrenzenden Hängen ausgewiesen werden, die das historische Ensemble auflösen und zerstören...

 

 

Rheintalschutz

Die Anstrengungen zum umfassenden Schutz der Rheinlandschaft lassen sich bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts verfolgen.

Die Entwicklung der Region entsprach nicht den romantischen Vorstellungen und so suchte man mit Hilfe von Verordnungen und Gesetzen eine ideale Rheinlandschaft zu bewahren.

Die Widerstände waren beträchtlich und so mussten die Heimatpfleger immer wieder erleben, dass der umfassende und ganzheitliche Anspruch auf eine phantastische Landschaft allenfalls für einzelne Denkmäler durchgesetzt werden konnte.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Bemühungen um den Landschaftsschutz wieder aufgenommen. Man war sich der Schwierigkeiten jedoch bewusst: Romantische Ideen und Wunschbilder waren keine Grundlage für einen umfassenden Schutz der Landschaft gegenüber den privaten und öffentlichen Interessen.

 

1937

„Der Schutz der Rheinlandschaft ist mehr als eine rheinische oder westdeutsche, er ist eine gesamtdeutsche, eine nationale Angelegenheit schlechthin. ... am Rhein muss die Hauptprobe auf das Exempel gemacht werden, ob unser Landschaftsschutz ein wirksames und ausreichendes Instrument für die Erhaltung der Heimatschönheit ist." (Dr. Klose)

1953

„Denn nach dem Krieg hatten sich die Rechtsverhältnisse vollständig geändert. Durch die Verfassung des Bundes und der Länder war das Recht des einzelnen auf sein Eigentum besonders stark garantiert. Es war der alte Konflikt zwischen dem unbeschränkten Recht des einzelnen auf sein Eigentum und das Interesse der Allgemeinheit an der Erhaltung der schönen Landschaft." (Dr. Menke)

1984

7. Kammer des Verwaltungsgerichts Koblenz
Dieses Gebot der gerechten Abwägung aller in Betracht kommenden öffentlichen und privaten Belange stellt sich als inhaltliche Begrenzung der durch Art. 28 Abs. 2 des GG garantierten Planungshoheit der Gemeinden dar. Ebenso wie die in Art. 2 GG normierte allgemeine Handlungsfreiheit des einzelnen ihre Grenzen in den Rechten anderer, der verfassungsmäßigen Ordnung und dem Sittengesetz findet, stehen auch den Gemeinden des sozialen Rechtsstaates auch die in Art. 28 Abs. 2 GG garantierten Selbstverwaltungsfreiheiten nicht schrankenlos zu.

 

 

Tourismus

Aus dem alten Pilgerweg nach Rom wurde zum Ende des 18. Jahrhundert eine der ersten Touristenlandschaften. Maler, Kupferstecher, Dichter, Sänger und Komponisten gestalteten aus der romantische Idee den Ruhm der Landschaft.

Die Elemente dieser Tourismuswerbung sind im Laufe der Zeit sehr ähnlich geblieben: die Farben wurden greller.

 

 

Das Unesco-Welterbe

1972 beschlossen die Mitgliedstaaten der UNESCO die Internationale Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Zeugnisse vergangener Kulturen und einzigartige Kulturlandschaften sollen als unersetzlicher Verlust der Menschheit geschützt und bewahrt werden. Die Liste des Welterbes umfasst 506 Denkmäler, davon 380 Kulturdenkmäler und 107 Naturdenkmäler. Aus Deutschland sind 19 Denkmäler in die UNESCO Liste des Welterbes aufgenommen worden, überwiegend Kulturdenkmäler wie der Dom in Speyer, das Schloss Augustusburg in Brühl oder die Völklinger Hütte. Der Kölner Dom wurde 1997 in die Liste aufgenommen.

Das sind Landschaften, die in ihrer Erscheinung in gleichem Maße durch die Besonderheit ihrer natürlichen Erscheinung und durch die Beziehung zum Menschen geprägt sind. Das Mittelrheintal erfüllt diese Kriterien, die Landesregierung Rheinland-Pfalz wird daher seine Aufnahme in die Liste des UNESCO Welterbes beantragen.

 

 

Verkehrslandschaften

Das Rheintal war schon immer eine Verkehrslandschaft.
Die Enge der Straßen und die Ungewissheit des Wasserstandes zwangen die Reisenden zu einem beschaulichen Reisen.
Dampfschiffe, Eisenbahn und Autos haben mit ihren Verkehrswegen die natürliche Flusslandschaft tiefgreifend verändert.

Die neuen Verkehrsmittel wurden zunächst nicht als Beeinträchtigung der Romantik empfunden. Rauchende Schornsteine der Dampfer oder Lokomotiven und qualmende Autos wurden ebenso romantisch verklärt wie die Ruinen der militärischen Festungen.

 

 

Verschwundene Ufer

Das Ufer des Rheins prägt die Landschaft. Die Treidelschiffe, Flöße, Postkutschen und Ochsenkarren belebten das Ufer vor den Städten und Dörfern. Gastwirte, Posthalter und Zöllner waren hier ebenso zu finden wie die Fischer und Waschfrauen.
Die Transportwege am Ufer mussten gegen die Gewalt des Stroms ständig erneuert und ausgebessert werden. Befestigte Wege und kleine Brücken gab es nur an wenigen Stellen.
Ruine Fürstenberg, 1820 1817 skizzierte William Turner eine kleine Brücke bei Hirzenbach. 200 Jahre später ist das kleine Brückchen zu einem mächtigen Damm ausgebaut, hinter dem der kleine Ort völlig vom Rhein abgeschnitten und versteckt liegt.

 

 

Winter

Jahreszeiten verändern das Bild der Landschaften in regelmäßigem Rhythmus. Im Winter ließen Frost und Eis das Leben am Fluss erstarren. Schiffe und Postkutschen mussten warten bis im Frühling das Eis brach und den Rhein hinunter trieb. Das war nicht die Zeit der Rhein-Romantik.

Die Kanalisierung des Rheins, seine Erwärmung durch Industrie und Siedlungsabwässer haben den Fluss normalisiert, gemäßigt.

Der Charakter der Landschaft bestimmt sich nicht mehr alleine aus dem örtlichen Geschehen und Ansprüchen, sondern mehr und mehr aus den Verflechtungen und Zwängen der Industriegesellschaft.

 

 

 

 

 

 


 


"Aktionsbündnis Welterbe
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