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Kennwerte

1. Definition Kennzahlen:

Kennzahlen sind Kennwerte, die als Messgrößen in Absolut- oder Verhältniszahlen konzentriert relevante und quantifizierbare Sachverhalte eines Untersuchungsgegenstandes z.B. einer Investition zum Ausdruck bringen. Kennzahlen werden zur Beurteilung, zur Festlegung und Messung von Unternehmenszielen verwendet. Kennzahlen erhalten meist erst durch den Vergleich ihre volle Aussagefähigkeit als Vergleichsgröße. Für die Auswahl der Kennzahlen ist deren Relevanz maßgeblich. Die Auswahl von Kennzahlen als Benchmarks erfolgt grundsätzlich mit der Fragestellung welche Schlüsselinformationen auch für einen externen Vergleich herangezogen werden können. Und zwar vor dem Hintergrund, dass eine Kennzahl eine allgemeine (nicht ausschließlich interne) Wichtigkeit besitzt und ebenfalls von anderen möglichen Vergleichspartnern erhoben wird, da ein Vergleich ansonsten nicht zu Stande kommt.

2. Definition Kennzahlensystem:

Ein Kennzahlensystem ist allgemein ein Satz geordneter Kennzahlen, die miteinander in sachlicher, zweckmäßig geordneter Beziehung stehen und über den Untersuchungsgegenstand möglichst ausgewogen und vollständig informieren. Bei einem Kennzahlensystem werden die Einzelkennzahlen, die für sich allein eine sehr begrenzte Aussagefähigkeit besitzen, zu einem System gegenseitig abhängiger und sich ergänzender Kennzahlen zusammengefasst.

3. Definition Benchmarks/Benchmarking:

Benchmarks sind Vergleichspunkte (Richtwerte), die im Rahmen des Benchmarkings zugrunde gelegt werden. Der Benchmark ist der Kennwert zur Messung des Zielerreichungsgrades.

Das Benchmarking ist dabei eine besondere Methode des Leistungsvergleichs, die manchmal auch als Bestmarkenvergleich angewendet wird. Die Teilnehmer einer Vergleichsgruppe ermitteln dabei nach festgelegten Kriterien die Besten der Gruppe und messen sich an diesen. Benchmarking bedeutet Lernen von "besten Lösungen". In Verwaltungen ist es eine Methode überbehördlicher Zusammenarbeit (z.B. Interkommunaler Vergleich in Vergleichsringen, die von der KGST initiiert sind), bei der Produkte, Prozesse, Methoden, Kosten oder Kundenzufriedenheit in und zwischen Verwaltungen verglichen werden. Ziel eines solchen Vergleiches ist es, bei aller Unterschiedlichkeit von Verwaltungen Ursachen für Abweichungen aufzudecken, zu analysieren und Verbesserungen vorzuschlagen oder mit besseren Argumenten die eigene strategische Position zu hinterfragen und zu verdeutlichen.

4. Welche Basisdaten werden zur Kennzahlbildung im Folgelastenrechner benötigt?

Zur Kennzahlbildung sind lediglich 4 Basisdaten anzugeben, nämlich die Anzahl der Nutzeinheiten (NE), die Nutzfläche (NF), die Bruttogrundfläche (BGF) und der Rauminhalt (BRI). Dies sind Daten, die auch von Vergleichspartnern üblicherweise schon in frühen Phasen einer Baumaßnahme regelmäßig erhoben werden und deshalb zur Kennzahlbildung und für Vergleiche besonders geeignet sind.

Auf Basis Ihrer Eingaben werden folgende Kennwerte/Kennzahlen ermittelt.

Kostenkennwerte zu den Baukosten:

  • Baukosten / Nutzeinheit (NE)
  • Baukosten / Nutzfläche (NF)
  • Baukosten / Brutto-Grundfläche (BGF)
  • Baukosten / Brutto-Rauminhalt (BRI)

Kostenkennwerte zu den jährlichen Folgelasten:

  • Folgelasten / Nutzeinheit (NE)
  • Folgelasten / Nutzfläche (NF)
  • Folgelasten / Brutto-Grundfläche (BGF)
  • Folgelasten / Brutto-Rauminhalt (BRI)

Kostenkennwerte zu den jährlichen Nutzungskosten:

  • Nutzungskosten / Nutzeinheit (NE)
  • Nutzungskosten / Nutzfläche (NF)
  • Nutzungskosten / Brutto-Grundfläche (BGF)
  • Nutzungskosten / Brutto-Rauminhalt (BRI)