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Pressemeldung

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Newsletter Soziales und Integration - 3/2017

LVR fördert neue inklusive Wohnangebote

Die Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) hat in ihrer Sitzung am 30. Juni einstimmig die Satzung für eine inklusive Bauprojektförderung beschlossen, die jährlich insgesamt zwei Millionen Euro umfasst. Ziel dieses Förderprogramms ist es, die Finanzierung neuer, geeigneter Wohnprojekte für Menschen mit und ohne Behinderung im Rheinland mittels Darlehen zu unterstützen. Mit den finanziellen Mitteln können Projektträger fehlende Eigenmittel kompensieren. Die Darlehenssumme beträgt je Projekt höchstens zehn Prozent der anerkennungsfähigen Baukosten beziehungsweise maximal 200.000 Euro.

Die Förderrichtlinien des Programms werden im Herbst veröffentlicht. Erst danach ist eine Antragstellung möglich. Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen. Interessierte Bauprojektträger können sich mit Fragen zur künftigen Förderung und Ideen für inklusive Wohnprojekte schon jetzt an den LVR wenden: Uwe Ladatsch, Telefon 0221 809-6342 oder uwe.ladatsch@lvr.de.

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VdK-Preis für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung

Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen vergibt auch in diesem Jahr wieder einen Preis für Menschen mit Behinderung, die vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt (vilmA) agieren. Die Schirmherrschaft übernimmt in diesem Jahr erstmals der Schauspieler Samuel Koch, der selbst querschnittsgelähmt ist. Es stehen Preisgelder von jeweils 1.500 Euro für bis zu acht Kandidatinnen und Kandidaten bereit. Bewerbungsschluss ist der 30. September.

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Aus der Werkstatt – durch die Ausbildung – in den Beruf

Das gemeinnützige IT-Unternehmen AfB bietet eine dreijährige Berufsausbildung zum „Fachpraktiker für IT-Systeme“ an. Ziel ist es, behinderten jungen Menschen einen Weg in den Arbeitsmarkt als Alternative zur Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) zu ermöglichen. Seit 2014 absolvierten insgesamt 14 Beschäftigte einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) aus dem Berufsbildungs- bzw. Arbeitsbereich erfolgreich ihre Ausbildung bei der AfB. Aktuell haben bei der IHK Aachen sieben AfB-Auszubildende die Prüfung zum Fachpraktiker für IT-Systeme bestanden, zum Teil mit sehr guten Ergebnissen.

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Qualitätssicherung in den rheinischen Werkstätten

Auf Wunsch des LVR-Sozialausschusses hat die Verwaltung einen Überblick über die vorhandenen Maßnahmen zur Qualitätssicherung in den rheinischen Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) zusammengestellt. Als überörtlicher Sozialhilfe- und Leistungsträger wirkt der LVR im Rahmen von Leistungsvereinbarungen und Zielvereinbarungsprozessen auf eine bessere Qualität und Wirkung bei den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben hin. Neben differenzierten Beschwerdemöglichkeiten innerhalb der Werkstätten steht das zentrale Beschwerdemanagement des LVR als neutrale und unabhängige Stelle als Ansprechpartner zur Verfügung. Die zuständige Regionalabteilung greift auch Hinweise von Leistungsberechtigten im Einzelfall auf.

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Autismus im Beruf – Coaching-Manual

Das LVR-Integrationsamt, die Autismus-Sprechstunde für Erwachsene der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Köln und das Integrationsunternehmen Projekt Router haben im Rahmen eines Modellprojekts ein Coaching-Manual (Handbuch) zum Thema Autismus im Beruf erarbeitet. Dort werden Themen wie Rechte und Pflichten am Arbeitsplatz, Kommunikation und soziale Situationen, Zeitmanagement und der Umgang mit Mobbing behandelt. Ziel ist es, betroffenen Menschen Techniken an die Hand zu geben, mit denen sie in der nicht-autistischen Arbeitswelt besser zurechtkommen.

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Regionale Daten zur Eingliederungshilfe im Rheinland

Das LVR-Dezernat Soziales hat in einem Bericht für den LVR-Sozialausschuss die Basisdaten zum stationären und ambulant unterstützten Wohnen sowie zur Teilhabe am Arbeitsleben für die einzelnen Kommunen im Rheinland aufgeschlüsselt.
Diese zeigen teilweise erhebliche Unterschiede zwischen den Entwicklungen in den einzelnen Städten und Kreisen. So schwankt etwa der Anteil der selbstständig mit ambulanter Unterstützung lebenden Leistungsberechtigten an der Gesamtzahl der Wohnhilfe-Empfängerinnen und Empfänger zwischen 47 und 74 Prozent.
Der regionalisierte Datenbericht ist eine Ergänzung zum Benchmarking-Bericht der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe (BAGüS). Diese führt in Zusammenarbeit mit der Hamburger Firma con_sens GmbH jährlich ein Benchmarking im Bereich der Eingliederungshilfe durch. Die Berichte stehen online zur Verfügung.

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Inklusion gefeiert: 40.000 Menschen besuchten den Tag der Begegnung

Der nächste Tag der Begegnung findet 2019 statt. Foto: Michaela Zimmermann / LVR

40.000 Menschen haben am 20. Mai auf dem Tag der Begegnung des LVR im Kölner Rheinpark und am Tanzbrunnen ausgelassen gefeiert – für ein gutes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Bekannte Musik-Acts wie Querbeat, Gentleman und Thomas Godoj sorgten auf der Bühne für Ohrwürmer.
Im Zelt „Themenwelt Arbeit“ präsentierten sich die Integrationsunternehmen Bürger’z mit leckeren Speisen und AfB social & green IT mit einer Computer-Werkstatt zum Mitmachen. Am Stand des LVR-Dezernat Soziales haben die Mitarbeitenden der Tagesstruktur des Alexianer Wohnverbundes mit den Besucherinnen und Besuchern Schmuck aus Lederbändern und Holzperlen sowie Buttons gebastelt.
Im LVR-Zelt „Vielfalt“ wurden Jung und Alt in einer barrierefreien Fotobox mit ihrem persönlichen Statement zur Inklusion abgelichtet. Die Fotos der Aktion und von der gesamten Veranstaltung sind online abrufbar.

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“Peer Counseling bringt klar was!“

Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten bei der Fachtagung „Peer Counseling – Blick zurück nach vorn“ des LVR am 17. Mai in Köln über die notwendigen Voraussetzungen für die Beratung von Menschen mit Behinderungen für Menschen mit Behinderungen.
Prof. Dr. Gudrun Wansing von der Universität Kassel und Andreas Heimer von der Prognos AG stellten die Ergebnisse ihrer Begleitforschung vor. Sie fassten ihre Ergebnisse in 14 Faktoren für gutes Peer Counseling zusammen. Wichtige Aspekte sind etwa eine vielfältige Trägerlandschaft, die Unabhängigkeit der Beratung von wirtschaftlichen Interessen, Standards für eine qualifizierte Schulung der Beraterinnen und Berater sowie die Anbindung an vor Ort etablierte Strukturen.
Die Studie empfiehlt darüber hinaus, Peer Counseling zukünftig auch für Menschen in stationären Einrichtungen besser erreichbar zu machen.
Die Peer Counseling-Projekte, die sich auf der Tagung selbst vorstellten, berichteten durchweg von positiven Erfahrungen und einer aktivierenden Wirkung im Hinblick auf ein selbstbestimmtes Leben. Zum Abschluss rappten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen eigens einstudierten Text über das Peer Counseling: “Peer Counseling bringt klar was!“ – so lautete Refrain und Fazit.

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Fachtagung am 15. September: Kurzzeitwohnen im Rheinland

Das LVR-Dezernat Soziales veranstaltet am 15. September eine Fachtagung zum Kurzzeitwohnen in Köln. Das Kurzzeitwohnen bietet die Möglichkeit, Kinder, Jugendliche oder auch erwachsene Menschen mit Behinderung für einen begrenzten Zeitraum in einer Wohneinrichtung zu betreuen – als Auszeit für Betroffene und Angehörige oder im Fall der Verhinderung von betreuenden Familienangehörigen. Bei der Fachtagung werden Erkenntnisse aus der Wissenschaft sowie der Praxis vorgestellt. Zudem präsentieren sich die vom LVR geförderten Angebote für das Kurzzeitwohnen im Rheinland.

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Zukunft Personal: Betriebliches Eingliederungsmanagement

Die Fachmesse Zukunft Personal richtet sich ausschließlich an Personalentscheider und Führungskräfte aus Unternehmen, Verwaltungen und Non-Profit-Organisationen. Die Integrationsämter der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe informieren die Besucher an ihrem Stand in erster Linie über das Betriebliche Eingliederungsmanagement und die Förderungsmöglichkeiten schwerbehinderter Menschen im Beruf. Die Fachmesse findet vom 19. bis 21. September 2017 in der koelnmesse statt.

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Rehacare: Landschaftsverbände informieren über Gestaltung von Arbeitsplätzen

Auf der Fachmesse Rehacare informieren die Integrationsämter der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe in diesem Jahr über die Möglichkeiten der präventiven und behinderungsgerechten Gestaltung von Arbeitsplätzen. An drei beispielhaften Arbeitsplätzen können die Besucher erleben, wie präventive und behinderungsgerechte Maßnahmen in den Bereichen Licht, Akustik und Ergonomie wirken. Darüber hinaus können am Messestand im Themenpark „Behinderte Menschen im Beruf“ Kontakte zu Mitarbeitern der Integrationsämter geknüpft werden. Hier gibt es zudem die Möglichkeit, Einzelfallberatungen durchzuführen. Auch in diesem Jahr bieten die Integrationsämter wieder Vorträge zu unterschiedlichen Themen im Rehacare-Forum an, zum Beispiel zum Bundesteilhabegesetz. Die Fachmesse findet vom 04. bis 07. Oktober 2017 auf dem Messegelände Düsseldorf statt.

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RHEINLANDweit: Alles auf Anfang

Wie schaffen Menschen einen Neubeginn? Mit dieser Frage beschäftigt sich schwerpunktmäßig die zweite Ausgabe des LVR-Magazins RHEINLANDweit. Wie er mit seiner neuen Situation umgegangen ist, schildert Samuel Koch, der seit seinem Unfall in der Fernsehsendung „Wetten dass..?“ querschnittsgelähmt ist, in einem Interview.
„Alles auf Anfang“ heißt es auch in zwei der RHEINLANDweit-Reportagen: Eine junge Mutter schaffte nach einer postnatalen Depression den Neubeginn und eine Familie ermöglicht einem fremden Kind den zweiten Start ins Leben. Diese und weitere Themen finden Sie im aktuellen Heft.

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