Zum Inhalt springen

Auswahl der Sprachversion

Pressemeldung

Zurück zur Übersicht

Newsletter Soziales und Integration - 4/2017

Das neue "LVR-Budget für Arbeit - Aktion Inklusion"

Mit der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) werden seit Jahren modellhaft erprobte und bewährte Angebote des LVR aus dem Budget für Arbeit in Teilen gesetzlich verankert. Noch bestehende Lücken, die über das BTHG nicht abgedeckt sind, werden als freiwillige Leistungen vom LVR geschlossen und in erster Linie aus Mitteln der Ausgleichsabgabe finanziert. Ziel ist es, dass alle, die zum leistungsberechtigten Personenkreis gehören, auch weiterhin eine bedarfsgerechte Unterstützung bekommen und niemand aus der Förderung zur Teilhabe am Arbeitsleben fällt. Das neue "LVR-Budget für Arbeit - Aktion Inklusion" stellt somit die neuen gesetzlichen Leistungen sowie die ergänzenden freiwilligen Leistungen des Landschaftsverbandes Rheinland zur Unterstützung des Übergangs in Arbeit und Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für Arbeitgeber und Menschen mit Behinderungen aus einer Hand zur Verfügung.

Nach oben

Alternative zur Werkstattbeschäftigung: Andere Leistungsanbieter

Das Bundesteilhabegesetz erweitert ab 2018 das Leistungsspektrum der Teilhabe am Arbeitsleben um die sogenannten „anderen Leistungsanbieter“. Träger, Vereine oder Unternehmen können demnach ein Angebot als Alternative zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) schaffen. Andere Leistungsanbieter sind von einigen gesetzlichen Vorgaben, die für die Werkstätten gelten, befreit, wie etwa die Aufnahmeverpflichtung, die Mindestplatzzahl und die förmliche Anerkennung. Sie müssen jedoch grundsätzlich die gleichen qualitativen Standards wie die Werkstätten erfüllen und dabei individuelle, passgenaue und inklusive Ansätze in den Blick nehmen. Ziel ist es, bedarfsgerechte Teilhabechancen insbesondere für die Menschen mit Behinderung zu eröffnen, die bislang einer Beschäftigung in einer WfbM kritisch gegenüberstanden.

Nach oben

LVR setzt Zuverdienst als freiwillige Leistung fort

Der LVR-Sozialausschuss hat am 5. September empfohlen, den „Zuverdienst“ (Minijob) als freiwillige Leistung fortzusetzen. Für eine bestimmte Gruppe von Menschen mit Behinderung stellt die Beschäftigungsmöglichkeit als Zuverdienst im Rahmen des Wunsch- und Wahlrechts eine inklusivere Alternative zu dem Besuch einer Tagesstätte oder der Beschäftigung in einer Werkstatt dar. Die Ergebnisse des aktuell laufenden Modellprojektes zeigen positive Effekte des Zuverdienstes bei den Leistungsberechtigen, wie zum Beispiel eine Stabilisierung der Lebensumstände und Reduzierung benötigter Wohnhilfen. Unter der Voraussetzung, dass das Land NRW den Landschaftsverband Rheinland ab dem 01.01.2018 zum Träger der Eingliederungshilfe bestimmt, soll die „Beschäftigungsmöglichkeit als Zuverdienst“ dauerhaft als Leistung der sozialen Teilhabe implementiert werden.

Nach oben

Fachtagung zur Teilhabe am Arbeitsleben am 6. November in Köln

Der LVR veranstaltet am 6. November in Köln die Fachtagung „Teilhabe am Arbeitsleben - Das Bundesteilhabegesetz macht sich auf den Weg“. Im Fokus stehen die neuen gesetzlichen Leistungen wie das „Budget für Arbeit“ und die „anderen Leistungsanbieter“ als eine Alternative zur Werkstatt für behinderte Menschen. Darüber hinaus möchte der LVR die Gestaltungsmöglichkeiten des Übergangs von der Schule in den Beruf im Lichte des neuen Gesetzes vorstellen. Die Veranstaltung findet im KOMED (Mediapark) statt. Die Teilnahmeplätze sind begrenzt.

Nach oben

Rehacare: Landschaftsverbände informieren über Gestaltung von Arbeitsplätzen

Bild Großansicht
Die Fachmesse Rehacare findet vom 04. bis 07. Oktober in Düsseldorf statt. Foto: Paul Esser

Auf der Fachmesse Rehacare informieren die Integrationsämter der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe in diesem Jahr über die Möglichkeiten der präventiven und behinderungsgerechten Gestaltung von Arbeitsplätzen. An drei beispielhaften Arbeitsplätzen können die Besucher erleben, wie präventive und behinderungsgerechte Maßnahmen in den Bereichen Licht, Akustik und Ergonomie wirken. Darüber hinaus können am Messestand im Themenpark „Behinderte Menschen im Beruf“ Kontakte zu Mitarbeitern der Integrationsämter geknüpft werden. Hier gibt es zudem die Möglichkeit, Einzelfallberatungen durchzuführen. Auch in diesem Jahr bieten die Integrationsämter wieder Vorträge zu unterschiedlichen Themen im Rehacare-Forum an, zum Beispiel zum Bundesteilhabegesetz. Die Fachmesse findet vom 04. bis 07. Oktober auf dem Messegelände Düsseldorf statt.

Nach oben

Peer Counseling: Abschlussbericht der Begleitforschung veröffentlicht

Die Universität Kassel und die Prognos AG haben ihren Endbericht zur wissenschaftlichen Begleitforschung des LVR-Modellprojektes Peer Counseling vorgelegt. Die Evaluation zeigt, dass das Beratungsangebot in der Praxis sehr gut angenommen wird und die Beratungsstellen immer häufiger genutzt werden. Die ratsuchenden Menschen mit Behinderungen werten die Anlaufstellen als wertvolle und notwendige Ergänzung zum vorhandenen Beratungsangebot. Eine grundsätzliche Handlungsempfehlung der Begleitforschung ist daher, Peer Counseling in eine differenzierte Beratungslandschaft dauerhaft zu integrieren.

Nach oben

Jahresbericht 2016/2017 des LVR-Integrationsamtes veröffentlicht

Das LVR-Integrationsamt hat die Beschäftigung schwerbehinderter und gleichgestellter Menschen im Jahr 2016 mit insgesamt 53,6 Millionen Euro unterstützt. Knapp 1.400 Menschen mit Behinderung wurde die Beschäftigung auf einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz ermöglicht. In über 13.200 Fällen wurden Arbeitgeber bei der Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen finanziell unterstützt. Wichtige Daten und Fakten sind im Jahresbericht 2016/2017 des LVR-Integrationsamtes zusammengefasst.

Nach oben

BEM-Prämie: Jetzt bewerben!

Auch in diesem Jahr wurden fünf Betriebe für ihr erfolgreich durchgeführtes Verfahren zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) durch das LVR-Integrationsamt ausgezeichnet. Bei den Preisträgern handelt es sich um das SOS Kinderdorf Niederrhein in Kleve, die Sanvartis GmbH in Duisburg,
den Jobcenter Wuppertal, die Rhein-Sieg-Werkstätten in Troisdorf und die Diakonie Michaelshoven in Köln.
Bewerbungen für die nächste BEM-Prämierung können noch bis zum 31. Oktober beim LVR-Integrationsamt eingereicht werden.

Nach oben

Verlängerung des freien Eintritts in die LVR-Museen

Bild Großansicht
Die LVR-Museen bieten viele interaktive Angebote. Foto: L. Kornblum, LVR-LandesMuseum Bonn

Menschen mit Behinderung, die Leistungen der Eingliederungshilfe des LVR erhalten, haben weiterhin freien Eintritt in die Museen des LVR. Der LVR-Sozialausschuss hat am 5. September empfohlen, die Regelung bis Dezember 2019 zu verlängern. Wer Wohnhilfen erhält, in einer Werkstatt für behinderte Menschen – oder künftig bei einem sogenannten „anderen Anbieter“ - beschäftigt ist oder eine Tagesstätte für Menschen mit psychischen Behinderungen besucht, kann demnach bei Vorlage eines Berechtigungsausweises, gemeinsam mit einer Begleitperson, kostenlos die LVR-Museen besuchen. Der Beschluss bedarf noch der Zustimmung durch den Landschaftsauschuss am 13. Oktober.

Nach oben

LVR-Kursangebot 2017: Freie Seminarplätze

Es gibt noch freie Plätze im LVR-Kursangebot des LVR-Integrationsamtes. Die Seminare vermitteln rechtliche Kenntnisse und praktisches Know-how rund um die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen. Die Kurse richten sich an Schwerbehindertenvertretungen, Betriebs- und Personalräte sowie Arbeitgeber und deren Beauftragte. Das Themenspektrum reicht von Grundkursen über Aufbaukursen bis hin zu Fachkursen und Workshops.
Das neue Kursprogramm des LVR-Integrationsamtes erscheint Ende November 2017.

Nach oben

Neu gestalteter Internetauftritt des LVR-Integrationsamtes ab Herbst

Um den Auftritt des LVR-Integrationsamtes unter www.integrationsamt.lvr.de noch benutzerfreundlicher zu gestalten, wird dieser zurzeit überarbeitet. Den Besucherinnen und Besuchern der Website wird ein besserer Überblick aller Themenbereiche ermöglicht, damit die gesuchten Informationen schneller gefunden werden.
Der Internetauftritt informiert alle Interessierten über die Leistungen des LVR-Integrationsamtes an schwerbehinderte Menschen und ihre Arbeitgeber, den besonderen Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen, das Beratungsangebot und Seminarprogramm sowie das Betriebliche Eingliederungsmanagement und vieles mehr. Der neu gestaltete Internetauftritt wird im Herbst online gehen.

Nach oben

Zurück zur Übersicht