Zum Inhalt springen

Auswahl der Sprachversion

Pressemeldung

Zurück zur Übersicht

Partizipationsworkshop von LVR und LWL in Münster

Rege Diskussion um einheitliches Bedarfsermittlungsinstrument in NRW für Leistungen der Eingliederungshilfe

Die Ermittlung des individuellen Bedarfs von Menschen mit Behinderung an Leistungen der Eingliederungshilfe in NRW soll künftig nach einem neuen, landesweit einheitlichen Bedarfsermittlungsinstrument erfolgen. Die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) hatten entschieden, die Vorgaben des neuen Bundesteilhabegesetzes – etwa zur Orientierung an der International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) - mit einem gemeinsamen Instrument der Bedarfsermittlung umzusetzen und die in den jeweiligen Landesteilen bisher eingesetzten Hilfeplan-Instrumente entsprechend weiter zu entwickeln. Nach intensiven fachlichen Vorarbeiten bei LVR und LWL hatten die Landschaftsverbände für den 8. November zu einem Partizipationsworkshop nach Münster eingeladen, um mit Vertreterinnen und Vertretern von Selbsthilfe, Anbieter-Verbänden, kommunaler Familie und anderen Akteuren das neue Bedarfsermittlungsinstrument zu diskutieren.

Leitidee des abgekürzt mit „BEI_NRW“ bezeichneten 19-seitigen Bedarfsermittlungsinstrumentes ist, wie bisher auch schon, die Bedarfe in einem diskursiven Vorgehen anhand eines leitfadengestützten Interviews mit dem leistungsberechtigten Menschen zu ermitteln. Dessen Wünsche sind der Ausgangspunkt für die Formulierung von Zielen und Maßnahmen. Dabei arbeitet der Bogen lebenslagen-orientiert und zielt auf die umfassende Bedarfsermittlung in allen Lebensbereichen.

In vier Workshopgruppen diskutierten die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fragen zur Anwendung in der Praxis und gaben zahlreiche Hinweise zur weiteren Überarbeitung. Lob gab es für den landeseinheitlichen Ansatz, die Personenzentrierung und das partizipative Vorgehen selbst. Fragen gab es unter anderem zur Umsetzung des Gesamtplanverfahrens in NRW und zur Barrierefreiheit sowie der sprachlichen Verständlichkeit des Instruments.

Die Fachleute von LVR und LWL werden die Rückmeldungen nun einarbeiten. Bei einer Veranstaltung im Dezember soll das Bedarfsermittlungsinstrument BEI_NRW der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Nach oben

Zurück zur Übersicht