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Pressemeldung

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Newsletter Soziales und Integration - 2/2016

Referentenentwurf zum Bundesteilhabegesetz

Am 27. April wurde der Referentenentwurf zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) veröffentlicht. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat als Teil der kommunalen Familie den kommunalen Spitzenverbänden in NRW seine Anmerkungen in einer Stellungnahme vom 17. Mai zur Kenntnis gegeben.
Der Referentenentwurf sieht u.a. neue Freibetragsgrenzen bei der Anrechnung von Einkommen und Vermögen für die Inanspruchnahme von Leistungen der Eingliederungshilfe vor. Außerdem verschiebt sich der Personenkreis, der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben im Rahmen einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in Anspruch nehmen kann: Es entfällt künftig das Merkmal der „Wesentlichkeit“ bzw. der „Erheblichkeit“ der Behinderung. Hier rechnet der Landschaftsverband mit einer Ausweitung des leistungsberechtigten Personenkreises.
Mit dem BTHG wird auch das SGB IX geändert. Künftig wird der Teil 1 das für alle Rehabilitationsträger geltende Rehabilitations- und Teilhaberecht zusammenfassen. In Teil 2 soll die aus dem SGB XII herausgelöste und reformierte Eingliederungshilfe unter dem Titel „Besondere Leistungen zur selbstbestimmten Lebensführung für Menschen mit Behinderungen“ geregelt werden. Das SGB IX wird insoweit zu einem Leistungsgesetz aufgewertet. In Teil 3 steht künftig das weiterentwickelte Schwerbehindertenrecht, das derzeit im SGB IX, Teil 2 geregelt ist.

Auf der Internetseite der Integrationsämter steht der Referentenentwurf zum Download bereit. Dort wird laufend über die weiteren Entwicklungen zur Gesetzesreform berichtet und wichtige Dokumente veröffentlicht.

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Tagung "Wohnformen für Menschen mit Taubblindheit" am 27. Juni in Köln

Der LVR und die Universität zu Köln veranstalten am Montag, dem 27. Juni eine Fachtagung zur Wohnsituation von gehörlosen und hörsehbehinderten beziehungsweise taubblinden Menschen. Erstmals werden die Ergebnisse des Projekts „InWo“ der Universität zu Köln vorgestellt. Das Projekt ist der Frage nachgegangen, wie geeignete Wohnformen aussehen und welche Unterstützung sinnvoll ist.
Interessierte können sich noch bis zum 6. Juni anmelden. Die Veranstaltung ist barrierefrei zugänglich und wird in Gebärdensprache übersetzt.

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Vorbildhafte Umsetzung des BEM

Vertreter und Vertreterinnen des LVR und der Stadt Neuss
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Gerhard Zorn, stellvertretender Fachbereichsleiter des LVR-Integrationsamtes, überreichte den LVR-Award an Dolores Burkert, Personaldezernentin der Stadt Neuss, Sigrun Rosenbaum, Vertrauensperson der Schwerbehinderten der Stadt Neuss sowie Dr. Sascha Severin, BEM-Beauftragter der Stadt Neuss (v.l.n.r.). Foto: Joe Kramer / LVR

Das LVR-Integrationsamt hat die AXA Konzern AG, die Stadt Neuss und die Stadt Troisdorf jeweils mit einer BEM-Prämie in Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet. Die BEM-Prämie wird seit 2007 jährlich vom LVR an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verliehen, die beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) beispielhaft vorangehen und damit ihren Beschäftigten nach einer Erkrankung die Rückkehr an den Arbeitsplatz ermöglichen. Neben den drei bereits Ausgezeichneten konnte die HEW Kabel GmbH und die Universität zu Köln die LVR-Jury überzeugen.

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LVR fördert den Übergang von der Werkstatt auf den Arbeitsmarkt weiter

Das Projekt „Übergang 500 plus – mit dem LVR-Kombilohn“ zur Förderung des Übergangs von Beschäftigten einer Werkstatt für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt läuft weiter bis 2017.
Der Landschaftsausschuss des LVR hat am 9. März die Verlängerung des Projektes bis zum 30. Juni 2017 beschlossen.
Das Modell bietet Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern fachliche Beratung und langfristige, verlässliche finanzielle Zuschüsse bei einer Einstellung von Beschäftigten einer Werkstatt für behinderte Menschen. Bei Bedarf kann im Rahmen der Berufsbegleitung ein intensives Job-Coaching finanziert werden. Zielgruppen des Modells sind zum einen schwerbehinderte Beschäftigte aus dem Arbeitsbereich einer Werkstatt. Sie können mit Unterstützung in ein sozialversicherungspflichtiges, tariflich bzw. ortsüblich entlohntes Arbeits- bzw. Ausbildungsverhältnis wechseln. Weiterhin können schwerbehinderte Abgängerinnen und Abgänger von (Förder-) Schulen mit vorliegender Werkstattempfehlung durch den Rehabilitationsträger und einer wesentlichen Behinderung sowie schwerbehinderte Werkstattbeschäftigte aus dem Berufsbildungsbereich mit einer wesentlichen Behinderung von den Leistungen des Modells "Übergang 500 plus - mit dem LVR-Kombilohn" profitieren.
Bisher sind über das Modell, das 2011 aufgelegt wurde, insgesamt 490 Beschäftigte einer Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt worden.

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Gemeinsam engagiert für Bewegung - Kooperation der Integrationsfirmen Kadomo und DRK Mobil

DRK Mobil
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Menschen mit Behinderung sind für Kadomo und DRK Mobil Spezialisten, die wissen, worauf es bei Transportfahrzeugen ankommt. Von links: Melanie Glücks (LVR), Kristina Dörr (DRK Mobil), Alex Moll (DRK Mobil), Hakki Yavuzyasar, Frank Rösner und Ullrich Ohlmann (Kadomo). Foto: Kadomo

Die Integrationsunternehmen Kadomo aus Hilden und DRK Mobil aus Solingen beschäftigen beide eine große Zahl von Menschen mit Behinderungen. Nun haben sich die Firmen zu einer Kooperation zusammen geschlossen: Kadomo rüstet Fahrzeuge behindertengerecht um, DRK Mobil betreibt einen Fahrdienst für kranke und behinderte Menschen. Die Fahrzeuge, die dafür benötigt werden, fertigt ab sofort die Firma aus Hilden - individuell geplant, schnell und maßgeschneidert. So können beide Firmen Menschen mit Behinderung noch besser darin unterstützen, mobil zu werden und zu bleiben.

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Gutes Beispiel für gelungene Inklusion

Der LVR beschäftigt in seinem Botendienst insgesamt 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon haben acht eine Behinderung. Die meisten von ihnen sind gehörlos oder hörgeschädigt, so dass es immer wieder zu Kommunikationsschwierigkeiten kommt. Deshalb hat sich Frank Weinert, Teamleiter des Botendienstes, berufsbegleitend zum staatlich geprüften Gebärdendolmetscher weitergebildet. Davon profitiert nicht nur sein eigenes Team. Inzwischen übernimmt Frank Weinert eine Vielzahl von Terminen in der Zentralverwaltung des LVR in Köln, bei denen gedolmetscht werden muss, zum Beispiel auch in der Integrationsabteilung der LVR-Druckerei.

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„Speed-Dating“ bringt Jugendliche mit Behinderung und Arbeitgeber zusammen

Ein Blick auf das Speed-Dating.
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Rund 70 Schülerinnen und Schüler aus Köln und Umgebung knüpften beim Speed-Dating in der Kölner LVR-Johann-Joseph-Gronewald-Schule mit sieben großen Unternehmen Kontakte. (Foto: Paul Esser/LVR-Integrationsamt)

Über 70 Schülerinnen und Schüler mit Behinderung haben sich am 7. März in der Kölner LVR-Johann-Joseph-Gronewald-Schule bei einem „Speed-Dating“ für Betriebspraktika und Ausbildungsstellen bei sieben Großunternehmen aus dem Rheinland vorgestellt. Das LVR-Integrationsamt, der Integrationsfachdienst (IFD) Köln und die Bundesagentur für Arbeit hatten das Speed-Dating organisiert, um junge Menschen mit Behinderung und potentielle Arbeitgeber zusammen zu bringen.

Der Übergang von der Schule in das Berufsleben ist besonders für Jugendliche mit Behinderung eine große Herausforderung. Die Suche nach geeigneten Ausbildungsplätzen ist schwierig und für viele führt der Weg häufig noch immer in die Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Gleichzeitig finden viele Unternehmen nicht genügend Bewerberinnen und Bewerber, obwohl sie auch für die Einstellung junger Menschen mit Einschränkungen offen sind.
Das LVR-Integrationsamt und seine Partner planen, auch in anderen Städten und Kreisen des Rheinlands die Speed-Datings für Jugendliche mit Behinderung zu organisieren.

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Kurzfristig freie Seminarplätze beim LVR-Integrationsamt

Es gibt noch freie Plätze für einige Seminare des LVR-Integrationsamtes. Die Seminare richten sich an Schwerbehindertenvertretungen und ihre Stellvertreter, Betriebs- und Personalräte sowie an andere betriebliche Akteure, die mit der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben betraut sind.

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Fachmesse Rehacare 2016 – Neue Wege zur Inklusion im Arbeitsleben

Der Stand bei der Rehacare 2015
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Das LVR-Integrationsamt ist auch 2016 wieder bei der Messe Rehacare dabei. Foto: Paul Esser

Auf der Rehacare 2016 vom 28. September bis zum 1. Oktober warten die Integrationsämter der Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) unter dem Motto „Neue Wege zur Inklusion im Arbeitsleben“ mit einem besonderen Messestand auf: Das Integrationsunternehmen Kadomo aus Hilden baut über die vier Messetage hinweg ein Auto komplett behinderungsgerecht um. Die Messebesucherinnen und -besucher können die mobile Werkstatt live erleben und kommen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Kadomo ins Gespräch, die zum Teil selbst eine Behinderung haben. Die Integrationsämter bieten außerdem erstmals eine Fläche für individuelle Beratungen zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten im Berufsleben sowie verschiedene Vorträge im Rehacare-Forum (Halle 3) an. Fachleute der Integrationsämter werden die Besucherinnen und Besucher über die behinderungsgerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen und die Fördermöglichkeiten des Integrationsamtes beraten.

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Peer Counseling: Praxisbeispiele online

Niklas Herzog ist glücklich über seinen Wechsel aus einer Werkstatt für Menschen mit geistiger Behinderung in ein Integrationsunternehmen. Als Hausmeister ist er auf einem betriebsintegrierten Arbeitsplatz beschäftigt. Ein paar Stunden in der Woche ist er zudem als Berater tätig. Der 24-Jährige arbeitet als Peer Counselor, der anderen Menschen mit geistiger Behinderung oder Lernschwierigkeiten von seinen Erfahrungen berichtet und sie bei Themen wie Arbeit und Wohnen berät. Damit hilft Niklas Herzog anderen und stärkt sich selbst: „Ich habe mich verändert. Ich erfahre, dass ich viele Sachen gut kann. Das gibt mir Halt. Dass ich nicht lesen und schreiben kann, ist dann nicht mehr so schlimm.“

Weitere Erfahrungsberichte über die Beratung von Menschen mit (unterschiedlicher) Behinderung für Menschen mit Behinderung sind ab sofort online nachzulesen.

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Veranstaltungskalender „Gemeinsam“

Der Sommer steht vor der Tür: Die beste Zeit des Jahres, um sich mit Familie und Freunde an der frischen Luft zu vergnügen. Der Veranstaltungskalender „Gemeinsam“ beinhaltet Freizeit- und Bildungsangebote für Menschen mit und ohne Behinderung in jeder der 26 Mitgliedskörperschaften des LVR, den Kreisen und kreisfreien Städten im Rheinland. Die jeweiligen Ausgaben erstellen die örtlichen Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung (KoKoBe). Der LVR finanziert den Veranstaltungskalender im Rahmen seiner Förderung des selbstständigen Wohnens. Ziel ist es, Menschen mit insbesondere kognitiven Einschränkungen die inklusiven Freizeitangebote in der Region aus unterschiedlichen Bereichen wie Sport, Musik, Kultur und Bildung zu erschließen. Dazu verwendet der Veranstaltungskalender Leichte Sprache und Piktogramme. Alle regionalen Ausgaben sind auch online abrufbar.

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LVR-Stellenmarkt im Internet

Sie haben Interesse an einer Stelle beim Landschaftsverband Rheinland? Das LVR-Dezernat Soziales und das LVR-Dezernat Schulen und Integration sind regelmäßig auf der Suche nach qualifiziertem Personal. Stellenangebote in den Bereichen Soziales, Schulen und Integration sind den Rubriken Verwaltung oder Gesundheits-/Sozialwesen zugeordnet.

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