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Pressemeldung

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Newsletter Soziales und Integration - 4/2016

LVR-Fachtagung zum Bundesteilhabegesetz: Rege Diskussion und lebendiger Austausch

In einer offenen Gesprächs- und Diskussionsrunde auf dem Podium und mit dem Publikum wurde vielfältige Kritik geübt, aber auch Lob verteilt.
Die Parlamentarische Staatssekretärin, Gabriele Lösekrug-Möller, sieht mit dem Bundesteilhabegesetz die UN-Behindertenrechtskonvention gut umgesetzt. Foto: Guido Schiefer / LVR

Das neue Bundesteilhabegesetz zur Reform der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung stand im Mittelpunkt einer Fachtagung des LVR-Dezernates Soziales am 25. August mit prominentem Podium und knapp 500 Teilnehmenden.
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Gabriele Lösekrug-Möller, stellte die Grundzüge der Reform vor, die sie unter die beiden Hauptziele „Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“ und „Abbremsen der Ausgabendynamik“ stellte. In einer offenen Gesprächs- und Diskussionsrunde auf dem Podium und mit dem Publikum wurde vielfältige Kritik geübt, aber auch Lob verteilt. Bernhard Pollmeyer, Ministerialdirigent im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) NRW konstatierte viele fachliche Fortschritte im Gesetzesentwurf, bemängelte aber das Fehlen eines finanziellen Ausgleichs für damit einher gehende steigende Ausgaben bei den Kommunen durch den Bund. LVR-Sozialdezernent Lewandrowski machte deutlich, dass er die Gesetzesreform grundsätzlich begrüßt: „Das Ziel ist richtig, viele Ansätze sind gut, aber es gibt Nachbesserungs- und Klärungsbedarf.“ So forderte er beispielsweise, das neue Instrumentarium zur Definition des leistungsberechtigten Personenkreises vor Inkrafttreten des Gesetzes modellhaft in seinen Auswirkungen zu erproben.

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Abschlussbericht zum Modellprojekt Zuverdienst: Arbeitgeber und Beschäftigte sehen positive Effekte

Das LVR-Dezernat Soziales hat den Abschlussbericht zum Modellprojekt „Beschäftigungsmöglichkeiten als Zuverdienst für Menschen mit Behinderung“ veröffentlicht. Ziel des Projekts ist es, Menschen mit Behinderung eine geringfügige Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt als Alternative zur Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) oder anderen tagesstrukturierenden Maßnahmen zu ermöglichen.
Die Gesellschaft für Forschung und Beratung im Gesundheits- und Sozialbereich (FOGS), die das Projekt wissenschaftlich evaluiert hat, unterstreicht in ihrem Abschlussbericht die positiven Effekte des Angebots. In vielen Fällen können die Leistungen der Eingliederungshilfe für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer reduziert werden. Insbesondere Menschen mit psychischen Erkrankungen nutzen die Minijobs. Sie arbeiten meist in den Branchen Garten- und Landschaftspflege sowie Produktion, Logistik und Gastronomie. Im Juni 2016 gab es in 70 Betrieben im Rheinland über 300 geringfügige Beschäftigungsangebote für Menschen mit Behinderung. Davon wurden 190 Beschäftigungsverhältnisse im Rahmen des Modellprojektes vom LVR gefördert. Von vielen Arbeitgebern wird die Bereitschaft betont, das Angebot fortzuführen und ggf. auch auszubauen. Zuverdienst kann so dazu beitragen, die Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung personenzentriert weiter zu entwickeln.
Der Abschlussbericht ist online abrufbar.

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Peer Counseling: Positive Resonanz - Filmbeitrag online

Das LVR-Dezernat Soziales hat mit der Medienberatungsagentur maz und media einen Kurzfilm über das LVR-Modellprojekt Peer Counseling – die Beratung von Menschen mit Behinderung durch Menschen mit Behinderung – produziert. Der Film stellt Menschen mit Behinderung vor, die als Peer-Berater arbeiten oder diese Beratung nutzen. Einer von ihnen ist der 21-jährige Dominik Altgott, der ungeachtet seiner Behinderung mit ambulanter Unterstützung selbstständig wohnt. Den Mut von zuhause auszuziehen hat er durch die Beratung auf Augenhöhe gefasst.
Den positiven Effekt der Beratungen bestätigt auch die prognos AG, die im Auftrag des LVR das Modellprojekt wissenschaftlich evaluiert. Aus dem kürzlich herausgegebenen Zwischenbericht geht hervor, dass die Ratsuchenden das Angebot als überdurchschnittlich positiv bewerten und es als wertvolle Ergänzung zu den vorhandenen Beratungsstrukturen sehen.
Insgesamt finanziert und unterstützt der LVR zehn Peer-Beratungsangebote im Rheinland. Der LVR-Sozialausschuss hat in seiner Sitzung am 29. August empfohlen, die Förderung bis zum 31. Dezember 2018 zu verlängern.
Der Filmbeitrag und der Zwischenbericht sind online abrufbar.

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Daten und Fakten rund um die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen

Das Integrationsamt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) hat den Jahresbericht 2015/2016 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass im Jahr 2015 die Beschäftigung schwerbehinderter und gleichgestellter Menschen im Rheinland mit fast 50 Millionen Euro unterstützt wurde. Die Beschäftigungsquote im Rheinland steigt auf fast 5,4 Prozent. Damit werden rund 6.000 schwerbehinderte und gleichstellte Menschen mehr als im Vorjahr bei beschäftigungspflichtigen Arbeitgebern beschäftigt.
Der aktuelle Jahresbericht des LVR-Integrationsamtes ist als Broschüre oder als PDF-Download verfügbar.

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Arbeitsentgelte für Werkstattbeschäftigte

Zu den Aufgaben von Werkstätten für behinderte Menschen gehört es, den Beschäftigten mit Behinderung ein ihrer individuellen Leistung angemessenes Arbeitsentgelt zu zahlen. Es ist gesetzlich genau definiert, dass sie dazu das sogenannte Arbeitsergebnis verwenden müssen - die Differenz aus den Erträgen und den notwendigen Kosten des laufenden Betriebes im Arbeitsbereich der Werkstatt. Über die Ermittlung und Verwendung dieses Arbeitsergebnisses informieren die 43 Werkstätten im Rheinland regelmäßig den LVR. Über die wesentlichen Ergebnisse des Wirtschaftsjahres 2014 berichtet die Verwaltung nun mit einer Vorlage im LVR-Sozialausschuss.
Im Durchschnitt über alle Werkstätten wurde 2014 ein Arbeitsergebnis von 2.363 Euro je beschäftigter Person mit Behinderung erzielt – damit wird nach Rückgängen in 2011 und 2012 wieder das Niveau früherer Jahre erreicht. Durchschnittlich 87 Prozent der erzielten Arbeitsergebnisse wurden an die Beschäftigten ausgezahlt. Im Schnitt lag das Entgelt der Werkstatt-Beschäftigten 2014 damit bei 2.049 Euro pro Jahr oder 171 Euro monatlich.
Die erzielten Arbeitsergebnisse und infolge dessen die Arbeitsentgelte entwickelten sich allerdings auch in 2014, wie bereits in den Vorjahren, in den einzelnen Werkstätten sehr unterschiedlich. Daher hat der LVR Anfang des Jahres die Firma Prognos AG mit einer Untersuchung zur wirtschaftlichen Situation der Werkstätten im Rheinland beauftragt. Derzeit laufen die Befragungen. Der Abschlussbericht wird für Juni 2017 erwartet.

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Menschen mit Behinderung in außerrheinischen Wohneinrichtungen

Leistungen für Menschen mit Behinderung sollen in der Regel wohnortnah erfolgen – es sei denn, die betroffene Person wünscht es anders oder im Einzelfall sprechen fachliche Gründe dagegen. In der Sitzung des LVR-Sozialausschusses am 29. August informierte die Verwaltung über die Ergebnisse einer Datenanalyse zur Entwicklung bei den Leistungsberechtigten, die in stationären Einrichtungen außerhalb des Zuständigkeitsgebiets des LVR leben („außerrheinische Unterbringung“).
Die Zahl der außerrheinisch lebenden Leistungsberechtigten mit stationärer Wohnunterstützung liegt beim LVR über viele Jahre nahezu konstant bei ca. 3.300 Fällen zum Stichtag am Jahresende. Das entspricht einem Anteil von etwa 14 Prozent an der Gesamtzahl aller Leistungsberechtigten mit stationärer Wohnleistung. Dieser Wert liegt leicht unter dem bundesweiten Schnitt von 15 Prozent.
Zwei Drittel der außerhalb des LVR-Gebiets lebenden Leistungsberechtigten wohnen in den Nachbarregionen Westfalen-Lippe (44 Prozent) und Rheinland-Pfalz (22 Prozent).
In einem zweiten Teil des Datenberichts werden die Ergebnisse einer Stichproben-Untersuchung von 212 Einzelfällen dargestellt, die Auskunft über die Gründe für die Wahl einer Einrichtung außerhalb des Rheinlandes geben sowie Handlungsperspektiven aufzeigen.

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Rehacare 2016: Mobile Auto-Werkstatt live erleben

Das LVR-Integrationsamt ist auch 2016 wieder bei der Messe Rehacare dabei. Foto: Paul Esser

Auf der Rehacare 2016 vom 28. September bis zum 1. Oktober präsentieren die Integrationsämter der Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) unter dem Motto „Neue Wege zur Inklusion im Arbeitsleben“ ihre Leistungen. Das Integrationsunternehmen Kadomo aus Hilden baut über die vier Messetage hinweg ein Auto komplett behinderungsgerecht um. Die Messebesucherinnen und -besucher können die mobile Auto-Werkstatt live erleben. Die Integrationsämter bieten außerdem erstmals eine Fläche für individuelle Beratungen zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten im Berufsleben sowie verschiedene Vorträge im Rehacare-Forum (Halle 3) an. Fachleute der Integrationsämter werden die Besucherinnen und Besucher über die behinderungsgerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen und die Fördermöglichkeiten des Integrationsamtes beraten.

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Zukunft Personal 2016: Betriebliches Eingliederungsmanagement

Das LVR-Integrationsamt ist zum elften Mal mit einem Informations- und Beratungsstand zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement bei der größten Branchenmesse des Personalwesens in Europa, der Zukunft Personal, vertreten. Mehr als 600 Aussteller präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen vom 18. bis 20. Oktober in Köln. Es werden rund 15.000 Fachbesucherinnen und -besucher erwartet. Sie finden den Stand des LVR-Integrationsamtes in Halle 2.1, Stand S 22.

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Neues LVR-Magazin mit Schwerpunktthema „Alt und Jung“ erschienen

Der LVR hat die erste Ausgabe von "RHEINLANDweit - Das LVR-Magazin" veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen Service und Unterhaltung für Menschen mit und ohne Behinderung. Das neue Magazin erscheint zweimal im Jahr und löst den LVR-Report ab. Die aktuelle Ausgabe widmet sich dem Schwerpunktthema „Alt und Jung“, mit unter anderem Reportagen zu den Themen „Frühe Demenz“ und „Alt werden im Maßregelvollzug“. RHEINLANDweit enthält außerdem Texte in Leichter Sprache. Das Magazin erscheint als Online- und Printmagazin und kann kostenfrei bezogen werden.

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LVR-Stellenmarkt

Sie haben Interesse an einer Stelle beim Landschaftsverband Rheinland? Das LVR-Dezernat Soziales und das LVR-Dezernat Schulen und Integration sind regelmäßig auf der Suche nach qualifiziertem Personal. Stellenangebote in den Bereichen Soziales, Schulen und Integration sind den Rubriken Verwaltung oder Gesundheits-/Sozialwesen zugeordnet.

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