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Pressemeldung

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Newsletter Soziales und Integration - 6/2016

Das Projekt „Integrationscoaching für Menschen mit Sehschädigung im Rheinland (IcoSiR)“ wird fortgeführt

Der LVR-Sozialausschuss hat in seiner Sitzung am 28. November den Zwischenbericht des Modellprojektes „Integrationscoaching für Menschen mit Sehschädigung im Rheinland (IcoSiR)“ zur Kenntnis genommen und die Fortführung des zielgruppenspezifischen Angebotes für blinde und sehbehinderte Menschen und ihre Arbeitgeber beschlossen.

Auf dieser Grundlage kann das LVR-Integrationsamt dieses bundesweit einmalige Jobcoaching-Angebot nach dem Ende des Modellprojektes dauerhaft mit zwei Personalstellen finanzieren und beim Berufsförderungswerk Düren fortführen.
Das Jobcoaching (Betriebliches Arbeitstraining) ist eine individuelle und unmittelbare Unterstützung des schwerbehinderten Menschen am Arbeitsplatz in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes, das in direktem Kontakt mit betrieblichen Vorgesetzten und Arbeitskolleginnen und Kollegen durchgeführt wird.

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Inklusive Urlaubsmaßnahmen: Förderrichtlinien angepasst

Der Landschaftsausschuss hat in seiner Sitzung am 18. November 2016 eine Verlängerung der Beantragungszeiten für die Förderung von inklusiven Urlaubsmaßnahmen beschlossen. Demnach können entsprechende Konzepte zur Förderung künftig bis zum 31. Dezember eingereicht werden. Dies gilt auch für das laufende Jahr 2016. Die Verwaltung greift damit die Anregungen von Antragsstellenden und der Freien Wohlfahrtspflege auf. Diese hatten darauf hingewiesen, dass die Reiseveranstalter ihr Programm für das kommende Jahr meist erst im vierten Quartal des Vorjahres veröffentlichen.

Der LVR hat im vergangenen Jahr insgesamt 81 inklusiv ausgerichtete Urlaubsmaßnahmen für über 600 teilnehmende Personen mit über 50.000 Euro gefördert. Der Fokus dieser freiwilligen Leistung liegt auf einer innovativen und inklusiven Gestaltung der Reiseaktivitäten. Hierzu gehören die gemeinsame Teilnahme von Menschen mit und ohne Behinderung sowie Urlaubsziele und Aktivitäten am Urlaubsort, die nicht speziell für Menschen mit Behinderung ausgerichtet sind.

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Werkstatt „ohne Betriebsstätte“

Das LVR-Dezernat Soziales hat gemeinsam mit der Werkstatt Lebenshilfe im Bergischen Land GmbH ein Konzept zu einer Werkstatt „ohne Betriebsstätte“ entwickelt. Hintergrund ist, dass viele Menschen mit einer psychischen Behinderung skeptisch gegenüber einer Beschäftigung in einer WfbM sind. Um diesen Personen dennoch eine bedarfsgerechte und inklusiv ausgerichtete Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen, basiert das Konzept der Werkstatt „ohne Betriebsstätte“ auf ausschließlich betriebsintegrierte Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Mit diesem Ansatz können die Bedürfnisse und Fähigkeiten des einzelnen Menschen mit Behinderung wohnortnah und ggf. in Teilzeit berücksichtigt werden. Individuell notwendige Unterstützungsleistungen erfolgen durch fachlich kompetentes Personal direkt am Arbeitsplatz. Darüber hinaus wird es Schulungs- und Beratungsangebote geben.

Für das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich befindet sich ein entsprechendes Konzept in der Abstimmung mit der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. Es ist geplant, den Arbeitsbereich ab Januar 2017 umzusetzen und zu erproben.

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Christoph Beyer ist neuer Vorstandsvorsitzender der BIH

Christoph Beyer folgt auf Ulrich Adlhoch, der sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl stellte.
Christoph Beyer ist neuer Vorstandsvorsitzender der BIH. / Foto: Paul Esser

Im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung in Köln hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) am 10. Oktober den Leiter des LVR-Integrationsamtes Christoph Beyer einstimmig zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Der 47-Jährige tritt damit die Nachfolge von Ulrich Adlhoch an. Der Leiter des LWL-Integrationsamtes bekleidete dieses Amt seit Januar 2013. Mit der Wahl zieht die BIH-Geschäftsstelle von Münster an den LVR-Sitz nach Köln-Deutz um.

Mitglieder der BIH sind insgesamt 17 Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen, die staatlich oder kommunal organisiert sind. Die Zusammenarbeit dient der Abstimmung einer einheitlichen Rechtsanwendung bei der Durchführung der Aufgaben, der Erstellung von Arbeitsgrundlagen und Empfehlungen sowie der Weiterentwicklung des Behindertenrechts und des Sozialen Entschädigungsrechts. Die BIH ist außerdem Herausgeber der Zeitschrift „ZB Behinderte Menschen im Beruf“. Sie erstellt Kurs-Konzepte für die Schwerbehindertenvertretungen, Betriebs- und Personalräte sowie für Arbeitgeberbeauftragte und führt Fortbildungsveranstaltungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen durch.

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Autismus-Fachtagung: Differenzierte Diagnosen notwendig

Über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben an der Fachtagung „Autismus – Was gibt es? Was braucht es?“ unter Federführung des LVR-Dezernates Soziales am 29. November in Köln teilgenommen. Themenschwerpunkte waren die sozialrechtlichen Rahmenbedingungen, die aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisse im Bereich der Diagnose und Therapie sowie die vorhandenen und zukünftig notwendigen Unterstützungsangebote für Menschen mit Autismus.
Fachleute, Betroffene und deren Angehörige konnten sich in mehreren Workshops zu unterschiedlichen Lebensbereichen wie Wohnen, Arbeit und Therapie über die aktuellen Entwicklungen informieren und austauschen. Dabei wurde deutlich, dass es vor allem einer differenzierten Diagnose bedarf, um betroffenen Menschen die bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen.
Eine Dokumentation der Tagung wird in Kürze veröffentlicht.

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Taubblinde Menschen: Mehr Assistenz erforderlich

Das LVR-Dezernat Soziales hat einen Bericht über die Lebenssituation von taubblinden Menschen vorgelegt. Demnach fehlt es vor allen Dingen an geschulten Fach- und Assistenzkräften.
Da bei einer hochgradigen Hör- und Sehbehinderung der jeweils andere Sinn nicht kompensiert werden kann, ist der Alltag für betroffene Menschen eine besondere Herausforderung. Um mit ihrem Umfeld in Kontakt treten zu können, bedarf es spezielle Handzeichensysteme wie z. B. Lormen. Jedoch beherrschen nur wenige Fach- und Assistenzkräfte diese Art der Kommunikation. Daher fordern Betroffene mehr gut ausgebildete Assistenzkräfte sowie geeignete Hilfsmittel.

Im Juni hatte das LVR-Dezernat Soziales in Kooperation mit der Universität zu Köln bereits eine Fachveranstaltung zu den Wohnbedarfen taubblinder Menschen durchgeführt. Dem LVR ist es ein Anliegen auch dieser Zielgruppe eine selbstständige Wohnform mit bedarfsorientierter Versorgung zu ermöglichen.

Wie viele taubblinde Menschen in NRW leben ist unklar. Eine Schätzung des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales NRW geht von etwa 2.000 Betroffenen aus.

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Erste Trainee-Projekte abgeschlossen

Am 1. Juni haben acht Hochschulabsolventinnen und -absolventen ihr Trainee-Programm beim LVR gestartet. Im Zeitraum von zwei Jahren bearbeiten sie vier Projekte in verschiedenen LVR-Dezernaten, jeweils mit einer Laufzeit von 6 Monaten.

Vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihre erste Station im LVR-Integrationsamt oder dem LVR-Dezernat Soziales absolviert. Fabian Kaufmann untersuchte die Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) auf das LVR-Integrationsamt. Es wurden erste Ansätze für eine sinnvolle Umsetzung der Gesetzesänderungen im Fachbereich entwickelt.
Lukas M. Egyptien befasste sich mit der Wirkung und Nachhaltigkeit des Arbeitsmarktprogramms „aktion5“, das Bestandteil des LVR-Budgets für Arbeit ist. Neben der Auswertung interner Daten wurden eine Online-Umfrage mit geförderten Arbeitgebern sowie zahlreiche Experten- und Expertinnen-Interviews durchgeführt. Es hat sich gezeigt, dass „aktion5“ einen Anreiz zur Einstellung von Menschen mit Behinderung darstellt.
Christina Bastges analysierte die Gründe, warum manche Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarf nach dem Schulabschluss keine Anschlussmaßnahme in Anspruch nehmen. Ihre Ergebnisse zeigen eine große Heterogenität bei Alter, Geschlecht, dem sozialen Hintergrund und der persönlichen Motivation der einzelnen Betroffenen sowie sehr individuelle Begründungsmuster. Ihre Erkenntnisse hat sie in konkrete Handlungsvorschläge überführt.
Daniel Wörmann analysierte die Unterstützungsbedarfe und –angebote für Menschen mit Behinderung und herausforderndem Verhalten. Dafür führte er u.a. mit Trägern Interviews in den ausgewählten Regionen Mönchengladbach und dem Oberbergischen Kreis und fasste seine Erkenntnisse in einer Vorlage für den Sozialausschuss zusammen. Die Umsetzung seiner Handlungsempfehlungen ist in Vorbereitung.
Die Trainees werden vom LVR-Institut für Training, Beratung und Entwicklung betreut.

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Fit für das Schulungsgeschäft

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie externe Referentinnen und Referenten des LVR-Integrationsamtes haben die Seminarreihe „Train the Trainer“ erfolgreich abgeschlossen. Damit sind alle internen und externen Mitarbeitenden im Schulungsbereich sowohl in Methodik und Didaktik, als auch in Präsentation und Konzeption, im Umgang mit schwierigen Situationen und dem Erstellen von Seminarkonzepten und Gruppenarbeiten auf dem gleichen Stand. Dadurch erhält das Schulungsgeschäft des LVR-Integrationsamtes ein hohes Maß an Professionalität für die Durchführung der Grund- und Aufbaukurse, den Informationsveranstaltungen und Sonderseminaren für die Vertrauenspersonen und deren Stellvertreter der Schwerbehindertenvertretung, die Beauftragten des Arbeitgebers sowie die Betriebs-Personalräte und Mitarbeitervertretungen.

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LVR-Integrationsamt veröffentlicht den Film "AndersSEHEN"

Das LVR-Integrationsamt hat den barrierefreien Film „AndersSEHEN“ veröffentlicht. Er wurde produziert, um Menschen mit einer Sehbehinderung über die im Rahmen der Projekte SCHÜLERPOOL und „Integrationscoaching für Menschen mit Sehschädigung im Rheinland“ (IcoSiR) entwickelten Angebote zu informieren und um ihnen den Zugang zu diesen Angeboten zu erleichtern, Der Film soll Schülerinnen und Schülern mit Sehbehinderung über die neuen, zusätzlich zu den Regelangeboten bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten in der Schule und im Rahmen des Übergangs von der Schule in den Beruf informieren. Zudem wird Menschen mit einer Seh- oder Hörbehinderung das Angebot eines behinderungsspezifischen Jobcoachings vorgestellt. Der Film wurde vom LVR-Integrationsamt unter Beteiligung des LVR-Zentrums für Medien und Bildung entwickelt und verfügt unter anderem über eine vollständige akustische Bildbeschreibung (Audiodeskription). Der Film berührt insbesondere die Zielrichtung Z6 „Die Zugänglichkeit in allen Informations- und Kommunikationsmedien und –formaten im LVR herstellen“ des LVR-Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

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Dokumentation zum LVR-Werkstatträteworkshop 2016 erschienen

Das LVR-Dezernat Soziales hat die Dokumentation zum Werkstatträteworkshop vom 14. September 2016 veröffentlicht. Rund 150 Vertreterinnen und Vertreter der rheinischen Werkstatträte hatten die Gelegenheit zum Informationsaustausch beim LVR genutzt.
Die Resonanz war durchgängig positiv. Die Vorträge und Ergebnisse der einzelnen Workshops wurden in einer Dokumentation zusammengefasst. Das Heft steht im Internet zum Download zur Verfügung.

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Neue Publikationen in Leichter Sprache

Im Leichte Sprache-Portal des LVR stehen neue Informationshefte zum Herunterladen zur Verfügung. Kürzlich hinzugekommen ist unter anderem ein Heft der HPH-Netze, das viele Tipps zum Schutz der Umwelt gibt. Weiterhin bietet der LVR Publikationen in Leichter Sprache zum Ambulant Betreuten Wohnen, die Peer Beratung und das Persönliche Budget an.

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