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Von der Schule ins Berufsleben

Für zu viele Schulabgängerinnen und -abgänger mit Behinderung führte der Weg von der (Förder-)Schule bisher quasi „automatisch“ in die Werkstatt für behinderte Menschen.

Und das, obwohl ein Teil von ihnen mit entsprechender Unterstützung auch sehr gut auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein könnte. In Nordrhein-Westfalen wollen Land und die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) Jugendlichen mit Handicap beim Einstieg in Arbeit und Ausbildung unterstützen.

Frühzeitige individuelle Begleitung und eine aktive Arbeit mit Schule, Eltern, Wirtschaft und anderen wichtigen Akteuren sollen dazu beitragen, dass der Übergang von der Schule auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gelingt.

Das Modellprojekt STAR

Nahaufnahme eines jungen Mannes mit einem Bohrer und einer Leiter in der Hand
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Dazu soll das seit Ende 2009 laufende Modellprojekt „Schule trifft Arbeitswelt“, kurz STAR, flächendeckend ausgebaut werden. Fachkräfte sollen die Jugendlichen bereits zwei Jahre vor ihrem Schulabschluss individuell beim Übergang in Ausbildung und Beruf begleiten.

In vier Modellregionen in NRW wurde dieser Ansatz bisher erprobt – mit guten Ergebnissen. Es zeigt sich, dass mit einer frühen und individuellen Berufswegeplanung einerseits und aktiver Arbeit mit regionalen Netzwerken und lokaler Wirtschaft andererseits, mehr Jugendlichen als bisher der Übergang auf den Arbeitsmarkt gelingen kann.

Die berufliche Teilhabe von Menschen mit – auch komplexeren – Behinderungen ist ein wichtiges Ziel auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft. Dieses Ziel unterstützt STAR. Die Jugendlichen und die Schulen erhalten Unterstützung durch STAR-Mitarbeiterinnen und STAR-Mitarbeiter bei der Berufswahl und der Berufsvorbereitung. In begleiteten Praktika lernen sie, ihre eigenen Stärken auszuloten und Betriebe von ihren Fähigkeiten zu überzeugen.

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Fit für das Arbeitsleben

Ein junger Mann in orangefarbener Uniform leert einen Mülleimer in einem Park aus.
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So wie bei David. Er beendet in diesen Tagen seine Schulzeit an einer Förderschule für geistige Entwicklung im Rhein-Sieg-Kreis. Sein Berufswunsch war "im Garten zu arbeiten".

Die STAR-Mitarbeiterin organisierte für ihn ein Praktikum auf dem städtischen Bauhof Lohmar. Hier konnte David sich und seine Fähigkeiten erproben, der Betrieb ihn kennen lernen. David punktete mit seiner Einsatzbereitschaft und seiner hohen Motivation. Dass er nicht lesen und schreiben kann, geriet dadurch in den Hintergrund. Bei der letzten Berufswegekonferenz mit allen Beteiligten konnte dann vereinbart werden, dass David weiter auf dem Bauhof arbeiten kann - im Rahmen einer von der Arbeitsagentur finanzierten Qualifizierungsmaßnahme.

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