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Kooperation von Jugendhilfe und Schule

Die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule ist seit langem gesetzlich verankert und in vielen Handlungsfeldern inzwischen gewachsene Praxis – allerdings oft noch nicht strukturell verankert. Die Zusammenarbeit hängt oft vom persönlichen Engagement Einzelner ab. Fach- und Lehrkräfte agieren eher nebeneinander statt miteinander. Um gemeinsam Bildungsprozesse zu gestalten, muss das Leitziel eine „Kultur der Kooperation“ sein.

Drei Kinder stehen auf einem Spielplatzkreisel und bringen ihn gemeinsam zum Drehen
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Kinder bringen gemeinsam einen Spielplatzkreisel zum Drehen. (Quelle: hps, Köln)

Die Kooperation von Jugendhilfe und Schule ist sowohl im Schulgesetz als auch in den Gesetzen der Kinder- und Jugendhilfe verankert und hat in Nordrhein-Westfalen hohen bildungspolitischen Stellenwert.

Die Kooperation von Jugendhilfe und Schule führt unterschiedliche Professionen, Traditionen und Aufträge zusammen. Gleichwohl arbeiten Fach- und Lehrkräfte aus beiden Bereichen mit der gleichen Zielgruppe: Kinder und Jugendliche, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern. Der Bedarf zur Zusammenarbeit liegt auf der Hand – war lange Zeit dennoch nicht selbstverständlich.

Das LVR-Landesjugendamt Rheinland fördert seit den 90er Jahren die Kooperation von Jugendhilfe und Schule. Das Querschnittsthema betrifft alle Handlungsfelder gleichermaßen: Tageseinrichtungen für Kinder, Hilfen zur Erziehung, die Kinder- und Jugendarbeit, die Jugendsozialarbeit usw.

Kooperation in der Jugendförderung

Abgebildet sind zwei Zahnräder, die ineinander greifen – als Symbol für den Kooperationsgedanken
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Zusammenarbeit von Jugendhilfeträgern und Schulen

Im Bereich der Jugendförderung begleitet die Fachberatung im LVR-Landesjugendamt Rheinland gezielt schul- und jugendhilfepolitische Programme des Landes, die den quantitativen und qualitativen Ausbau kooperativer Praxis vorsehen. Dazu gehören Projekte zum Thema „Schulverweigerung“ in der Jugendsozialarbeit, Programme zum Ausbau der Schulsozialarbeit, zum Ausbau des (offenen) Ganztags in Primarstufe und Sekundarstufe I sowie zur Weiterentwicklung von „Regionalen Bildungsnetzwerken“ oder „Kommunalen Bildungslandschaften“.

Ziel ist es, die Zusammenarbeit von Jugendhilfeträgern und Schulen zu stärken und die Schulen mit Bildungseinrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zu vernetzen. Die Jugendämter sollen besser in die Weiterentwicklung der örtlichen Bildungslandschaften eingebunden werden.

Zentrale Partner des LVR-Landesjugendamtes Rheinland sind die Schulabteilungen der Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln. Regelmäßige Konsultationsgespräche, an denen auch das Schulministerium NRW und das Jugendministerium NRW teilnehmen, legen den Grundstein für abgestimmte Beratungsangebote. Gemeinsam werden Praxismodelle vor Ort auf den Weg gebracht und Fachveranstaltungen organisiert. Hierzu zählen zum Beispiel die seit den 90er Jahren stattfindende Konferenz „Netze der Kooperation“ und die Fachtagungsreihe „G wie Ganztag“.

Das LVR-Landesjugendamt Rheinland steht als Ansprechpartner für freie und öffentliche Träger der Jugendhilfe, kommunale Qualitätszirkel zum Ganztag, Schulverwaltungs- und Schulämter sowie Jugendhilfe- und Schulausschüsse zur Verfügung. Das Angebot umfasst Information und Beratung, Bereitstellung von Arbeitshilfen und Fortbildungsveranstaltungen.

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Zusätzliche Informationen und Materialien zum Thema "Kooperation von Jugendhilfe und Schule" bieten folgende LVR-Publikationen:

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