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Jungenarbeit

Viele Fach- und Lehrkräfte arbeiten mit Jungen, machen aber keine Jungenarbeit! In der Jungenarbeit nehmen Fachmänner gezielt die Interessen, Stärken und Entwicklungsbedarfe von Jungen in den Blick. Darüber hinaus sind Fachfrauen gefordert, eine geschlechtersensible Haltung in der täglichen Arbeit mit Jungen einzunehmen.

Ich arbeite doch mit Jungen – ist das keine Jungenarbeit? Immer wieder sind es die Jungs, die auffallen, Probleme machen – aber warum? Was ist mit den Jungen, die nicht auffallen: Brauchen die auch Jungenarbeit? Mit welchen Methoden kann ich Jungs erreichen – da muss es doch mehr geben als immer nur Fußball? Mein Träger, auch Kolleginnen sagen: Kümmere Dich mal um die Jungs! Was heißt eigentlich: In der Jungenarbeit ist Haltung gefragt?

Junge macht auf einem BMX Rad ein Kunststück
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Interessen fördern! (Quelle: hps, Köln)

Fragen wie diese beschäftigen verstärkt Fach- und Lehrkräfte, die tagtäglich mit Jungen arbeiten: sei es weil sie merken, dass manchmal das „gewisse etwas“ in der Arbeit mit Jungen fehlt, Zugänge nicht funktionieren, Fragen an die eigene (Vorbild-)Haltung aufkommen, sei es weil Träger, Kolleginnen/Kollegen oder das Jugendamt dies fordern.

Jungenarbeit ist in § 9 Abs. 3 SGB VIII und im Kinder- und Jugendförderungsgesetz NRW als Querschnittsaufgabe verankert. Das verpflichtet Jugendhilfeträger, geschlechtsbezogene Angebote für Jungen anzubieten. Und auch im Bereich Schule wächst, bedingt durch Ergebnisse der Bildungsforschung, die Aufmerksamkeit für die spezifischen Belange von Jungen.

Jungenarbeit heißt, sich gezielt auf die Suche nach den Interessen, Stärken und dem Entwicklungsbedarf von Jungen zu machen und die pädagogische Arbeit daran auszurichten. Es geht um eine geschlechtersensible Haltung mit Blick auf Probleme, die Jungen machen – und haben.

Jungenarbeit muss konzeptionell in den Angeboten und Programmen der örtlichen Jugendhilfelandschaft verankert werden. Hier sind Träger, aber auch die Jugendämter gefordert.

Notwendig sind zudem geschlechterpädagogisch geschulte Fachkräfte: Fachfrauen, die die spezifischen Belange und Interessen von Jungen kennen – vor allem aber Fachmänner, die sich ihrer möglichen Vorbildfunktion bewusst sind.

Die Fachberatung im LVR-Landesjugendamt …

… untersützt die (Weiter-)Entwicklung geschlechtsbezogener Arbeit durch Beratung, Information und Praxisdokumentation und bietet regelmäßig Qualifizierungsangebote wie die Fachkonferenz „Praxis der Jungenarbeit“ und den Qualifizierungskurs „Von der Arbeit mit Jungen zur Jungenarbeit“ an.

Bei Fragen helfe ich Ihnen gerne weiter

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Alexander Mavroudis

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      eine Kooperationsveranstaltung der Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit in NRW e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in NRW e.V. mit dem LVR-Landesjugendamt Rheinland Mehr Informationen
  • Arbeitshilfen

    1. PDF-Dokument

      Von der Arbeit mit Jungen zur Jungenarbeit (PDF, 471 KB)

      Ein Fortbildungskonzept zur Qualifizierung von Multiplikatoren/ Trainern für die geschlechtsbezogene Arbeit mit Jungen.
      Expertise der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in NRW e.V., erstellt 2000/2001 im Auftrag des Ministeriums für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes NRW