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Jungenarbeit

Viele Fach- und Lehrkräfte arbeiten mit Jungen, machen aber keine Jungenarbeit! In der Jungenarbeit nehmen Fachmänner gezielt die Interessen, Stärken und Entwicklungsbedarfe von Jungen in den Blick. Darüber hinaus sind Fachfrauen gefordert, eine geschlechtersensible Haltung in der täglichen Arbeit mit Jungen einzunehmen.

Beratung

Junge macht auf einem BMX Rad ein Kunststück
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Interessen fördern! (Quelle: hps, Köln)

Jungenarbeit ist in § 9 Abs. 3 SGB VIII und in §4 3.AG-KJHG - KJFöG als Querschnittsaufgabe verankert. Das verpflichtet Jugendhilfeträger, geschlechtsbezogene Angebote für Jungen anzubieten. Und auch im Bereich Schule wächst, bedingt durch Ergebnisse der Bildungsforschung, die Aufmerksamkeit für die spezifischen Belange von Jungen.

Jungenarbeit heißt, sich gezielt auf die Suche nach den Interessen, Stärken und den Entwicklungsbedarfen von Jungen zu machen und die pädagogische Arbeit daran auszurichten. Es geht um eine geschlechtersensible Haltung mit Blick auf Jungen und junge Männer.

Jungenarbeit muss konzeptionell in den Angeboten und Programmen der örtlichen Jugendhilfelandschaft verankert werden. Hier sind Träger, aber auch die Jugendämter gefordert.

Notwendig sind zudem geschlechterpädagogisch geschulte Fachkräfte: Fachfrauen, die die spezifischen Belange und Interessen von Jungen kennen - vor allem aber Fachmänner, die sich ihrer möglichen Vorbildfunktion bewusst sind.

Die Fachberatung im LVR-Landesjugendamt untersützt die (Weiter-)Entwicklung geschlechtsbezogener Arbeit durch Beratung, Information und Praxisdokumentation und bietet regelmäßig Qualifizierungsangebote wie die Fachkonferenz "Praxis der Jungenarbeit" und den Qualifizierungskurs "Von der Arbeit mit Jungen zur Jungenarbeit" an.

Fortbildung

Die LVR-Fachberatung bietet Fortbildungen und Fachtagungen zum Thema an.

Zum Online-Fortbildungskatalog des LVR

Ansprechpartner

Portrait von Kai Sager

Kai Sager

Telefon

workTelefon:
0221 809-4092

E-Mail

Weiterführende Informationen

Servicebereich zum Thema

  • Dokumentationen

    Jungenarbeit

    • Kleine Jungs – ganze Kerle. Jungenarbeit(er) und Jungen zwischen Konzept, Praxis und Prosa

      Mehr Informationen
    • Konferenz vom 20.05.2015 - Praxis der Jungenarbeit 14: Männlichkeit – Herausforderung und Faszination für Jungen & Jungenarbeiter

      Mehr Informationen
    • Praxis der Jungenarbeit

      Mehr Informationen
    • Fachtagung "Die Weiterentwicklung von Mädchen- und Jungenarbeit kommunal steuern: Die Jugendämter sind gefordert" am 20. Januar 2010

      eine Kooperationsveranstaltung der Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit in NRW e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in NRW e.V. mit dem LVR-Landesjugendamt Rheinland Mehr Informationen
  • Arbeitshilfen

    Auf dieser Seite finden Sie Arbeitshilfen zu folgenden Querschnittsthemen der Jugendhilfe:

    Jungenarbeit

    Arbeitshilfe „Querschnittsaufgabe Jungenarbeit in Qualitätsentwicklungsprozessen der Kinder- und Jugendförderung“

    Die Arbeitshilfe soll den Prozess der Qualitätsentwicklung von geschlechtsbezogener Jungenarbeit in den Handlungsfeldern Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und beim erzieherischen Kinder- und Jugendschutz unterstützen. Zielgruppe sind die Verantwortlichen in den Jugendamtsverwaltungen, den Jugendhilfeausschüssen sowie bei freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe – und hier vor allem die kommunalen Jugendpfleger und Jugendpflegerinnen.

    Neben der Arbeitshilfe stehen Arbeitsmaterialien zur Verfügung, mit dem Verfahrensschritte und Fragen aus der Arbeitshilfe aufgegriffen und so dargestellt werden, dass sie abschnittsweise in der Praxis eingesetzt werden können.

    1. PDF-Dokument

      Querschnittsaufgabe Jungenarbeit in Qualitätsentwicklungsprozessen der Kinder- und Jugendförderung (PDF, 334 kB)

    2. Arbeitshilfe der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit Nordrhein-Westfalen e.V., des LVR-Landesjugendamt Rheinland und des LWL-Landesjugendamt Westfalen

    Von der Arbeit mit Jungen zur Jungenarbeit: Ein Fortbildungskonzept zur Qualifizierung von Multiplikatoren/ Trainern für die geschlechtsbezogene Arbeit mit Jungen

    Hinweis: Auf der Grundlage der Konzeption bietet das LVR-Landesjugendamt Rheinland gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in NRW e.V. jährlich den Praxis begleitenden Qualifizierungskurs „Von der Arbeit mit Jungen zur Jungenarbeit“ an.

    Fortbildungen des LVR-Landesjugendamtes

    1. PDF-Dokument

      Von der Arbeit mit Jungen zur Jungenarbeit (PDF, 471 kB)

    2. Ein Fortbildungskonzept zur Qualifizierung von Multiplikatoren/ Trainern für die geschlechtsbezogene Arbeit mit Jungen.
      Expertise der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in NRW e.V., erstellt 2000/2001 im Auftrag des Ministeriums für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes NRW

    Mädchenarbeit

    1. PDF-Dokument

      Praxishilfe: Konzeptentwicklung für die Mädchenarbeit (PDF, 85 kB)

    2. Leitlinien zur strukturellen Verankerung der Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen in der Jugendhilfe

    Migration und Flucht

    1. PDF-Dokument

      "Jung, fremd, defizitär und bereichernd" (PDF, 36 kB)

    2. Zum interkulturellen Diskurs in den Erziehungswissenschaften, Vortrag von Doron Kiesel im Jugendhof Rheinland, Königswinter, 2001

    Inklusion

    „Die offene Ganztagsschule als inklusiven Bildungsort entwickeln“ – Arbeitshilfe und Methodenkoffer zur kommunalen Steuerung und Prozessbegleitung vor Ort

    Das LVR-Landesjugendamt Rheinland unterstützt die Entwicklung von inklusiven Konzepten auf kommunaler Ebene, in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Schule sowie im Gemeinwesen insgesamt.

    Ein Augenmerk liegt dabei auf der Zusammenarbeit von Familie, Jugendhilfe und Schule, z.B. beim Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule mit ihrem offenen Ganztag und weiter in die allgemeinbildenden Schulen der Sekundarstufen I und II und hin zu den Angeboten der offenen Kinder- und Jugend-, sowie Jugendverbandsarbeit.

    Unter dieser Zielsetzung finden Sie nun eine Arbeitshilfe im Netz: „Die offene Ganztagsschule als inklusiven Bildungsort entwickeln“. Sie ist das Ergebnis eines Projekts im Rahmen des LVR-Traineeprogramms für Humanwissenschaftler/-innen, das in diesem Fall im LVR-Landesjugendamt Rheinland, im Fachbereich Jugend, Abteilung Jugendförderung verortet war und von Frau Stefanie Heber durchgeführt wurde.

    Mehr zur Inklusion im Offenen Ganztag

    Ihre Ansprechpartnerinnen:

    Stefanie Heiber, LVR-Fachbereich Schulen und Serviceleistungen, stefanie.heiber@lvr.de, Tel.: 0221-809 6925

    Dr. Karin Kleinen, LVR-Fachbereich Jugend, Abteilung Jugendförderung, karin.kleinen@lvr.de, Tel.: 0221-809 6940