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Beratung zur Jugendhilfeplanung

Die Fachberatung Jugendhilfeplanung berät die Jugendämter bei der Konzeptionierung und Umsetzung von Jugendhilfeplanungsprozessen sowie zu unterschiedlichen Themen, unter anderem:

Qualitätsentwicklung

Der Gesetzgeber fordert in § 79a SGB VIII von den Jugendämtern eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung für alle Angebote und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe nach § 2 SGB VIII. Demnach ist es zum einen ihre Aufgabe, Qualitätskriterien (weiter) zu entwickeln. Zum anderen sollen die Jugendämter Verfahren für eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung erarbeiten, anwenden und regelmäßig überprüfen.

Die Landesjugendämter haben den Auftrag, dazu fachliche Empfehlungen zu erarbeiten. Auch die freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe werden in die Pflicht genommen, sich an der Qualitätsentwicklung zu beteiligen. Ihre Förderung durch den öffentlichen Träger ist daran gebunden, dass sie die „Grundsätze und Maßstäbe der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung nach § 79a“ beachten (§ 74 Absatz 1 SGB VIII).

Professor Dr. Joachim Merchel hat im Auftrag der Landesjugendämter Rheinland und Westfalen-Lippe einen Verfahrensvorschlag zur Qualitätsentwicklung erarbeitet. Er beschreibt, wie Qualitätskriterien gemeinsam von den öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe schrittweise erarbeitet und überprüft werden können.

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Bedarfsplanung im Bereich der Kindertagesbetreuung

Im Bereich der Kindertagesbetreuung hat die Jugendhilfeplanung die Aufgabe, den Bedarf an Betreuungsplätzen zu ermitteln. Entsprechend dem Kinderbildungsgesetz NRW (KiBiz) müssen die Gruppenstrukturen in den Kindertageseinrichtungen sowie die Plätze in der Kindertagespflege jährlich fortgeschrieben werden. Ab 2013 besteht für Kinder ab einem Jahr ein Rechtsanspruch auf einen Platz in der Kindertagesbetreuung. Die Jugendhilfeplanung muss auch hier entsprechende Prognosen erstellen und den Bedarf ermitteln.

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Kinder- und Jugendförderplan

Nach dem Kinder- und Jugendförderungsgesetz NRW (3. AG-KJHG) sind die Jugendämter verpflichtet, einen Kinder- und Jugendförderplan zu erstellen. Die Förderplanung betrifft sowohl die offene und verbandliche Kinder- und Jugendarbeit und die Jugendsozialarbeit als auch den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz.

Zur Erstellung eines Förderplans bietet die Fachberatung Jugendhilfeplanung den Jugendämtern Informationen, Arbeitshilfen und Planungsmodelle an.

Modell der Planungsebenen unter Einbeziehung der kommunalen Förderpläne

Die Erstellung kommunaler Förderpläne für die Jugendförderung - mit einer Gültigkeit von fünf Jahren - stellt eine Herausforderung für die Jugendhilfeplanung dar. Hier wird ein hierarchisches Modell der Planung von der Einrichtungsbene bis zur Ebene der kommunalen Förderpläne vorgeschlagen.

Kommunaler Kinder- und Jugendförderplan des Kreises Viersen 2015 - 2020

Der Förderplan beschreibt Leit- und Orientierungsziele der Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes für den Planungszeitraum. Er verpflichtet damit erstmals den Kreis und die Träger der freien Jugendhilfe, sich daran messen zu lassen, ob und wie die formulierten Ziele erreicht worden sind. Zudem wurden erstmalig die Finanzverantwortlichen der fünf zum Kreisjugendamtsbereich gehörenden Kommunen sowie der Kreiskämmerer in die Erstellung dieses Planes einbezogen.

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Frühe Hilfen

Aufgabe der Netzwerke Frühe Hilfen ist es, flächendeckende verbindliche Strukturen der Zusammenarbeit aufzubauen. Die Mitglieder der Netzwerke sollen sich gegenseitig über Angebote und Aufgaben informieren sowie Angebote gemeinsam und abgestimmt entwickeln und gestalten (§ 3 Abs. 1 KKG). Die Netzwerke Frühe Hilfen haben damit einen Planungsauftrag erhalten, der im Wesentlichen dem Auftrag der Jugendhilfeplanung nach § 80 SGB VIII entspricht: Bestandserhebung, Bedarfsermittlung, abgestimmte Maßnahmenplanung. Die Aufgabenbeschreibung der beiden Bereiche macht deutlich, wie eng die Jugendhilfeplanung und die Netzwerke Frühe Hilfen miteinander gekoppelt sind und es sein müssen. Die Zusammenarbeit von Jugendhilfeplanung und der Netzwerkkoordination Frühe Hilfen bietet die Chancen für eine wirkungsvolle, abgestimmte Planung einer familienfreundlichen Infrastruktur in der Kommune.

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