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Auslandsadoptionen

Die Zentrale Adoptionsstelle des LVR-Landesjugendamtes Rheinland leistet auch bei Auslandsadoptionen fachliche Beratung und Unterstützung. Sie orientiert sich dabei am Haager Adoptionsübereinkommen.

In der Präambel des Haager Adoptionsübereinkommen ist die oberste Maxime einer Auslandsadoption beschrieben:

Die Vertragsstaaten haben sicherzustellen, dass internationale Adoptionen zum Wohle des Kindes und unter Wahrung seiner Grundrechte stattfinden. Durch die Einführung strenger Verfahrensregeln soll der Entführung und dem Verkauf von sowie dem Handel mit Kindern wirksam begegnet werden.

Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben arbeitet die Zentrale Adoptionsstelle des Landesjugendamtes Rheinland eng mit den zentralen Adoptionsstellen der anderen Landesjugendämter in Deutschland und mit der Bundeszentralstelle für Auslandsadoptionen beim Bundesamt für Justiz zusammen.

Die Arbeit der Zentralen Adoptionsstelle Rheinland umfasst:

  • Adoptionsvermittlung von im Ausland lebenden Kindern;
  • Beratung von Jugendämtern, freien Trägern, Familiengerichten, Notaren, Standesämtern und Ausländerbehörden zu rechtlichen Fragen bei Auslandsadoptionen;
  • gutachterliche Tätigkeit bei familiengerichtlichen Adoptionsverfahren mit Auslandsbezug.
  • regelmäßige Informationsveranstaltungen und Vorbereitungsseminare zum Thema "Adoption eines Kindes aus dem Ausland" an.

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Hier finden Sie Hinweise und Informationen

Auslandsvermittlungsstellen

Wir haben eine Liste der anerkannten Auslandsvermittlungsstellen zusammengestellt.

Zur Liste der anerkannten Auslandsvermittlungsstellen

Info-Veranstaltungen Auslandsadoption

Die zentrale Adoptionsstelle veranstaltet mehrmals im Jahr Info-Abende und Vorbereitungsseminare zum Thema Auslandsadoption.

Informationen und Anmeldung

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Welche Stellen führen in Deutschland Auslandsadoptionen durch?

Die Vermittlung von Auslandsadoptionen ist nur den hierfür zugelassenen Stellen erlaubt. Dies sind in Deutschland:

  • die zentralen Adoptionsstellen der Landesjugendämter,
  • die Adoptionsvermittlungsstellen der Jugendämter mit einer besonderen Gestattung,
  • die anerkannten Auslandsvermittlungsstellen der freien Träger sowie
  • in Einzelfällen auch ausländische Organisationen mit einer entsprechenden Gestattung.

An welche der genannten Stellen sich ein Auslandsadoptionsbewerber wendet, steht ihm frei. Bewerber können auch zu verschiedenen Stellen gleichzeitig Kontakt aufnehmen. Nach Auswahl und Beauftragung einer zur Auslandsadoption zugelassenen Stelle müssen Bewerber dieser Stelle jedoch verbindlich versichern, dass keine weitere Bewerbung für eine Auslandsadoption anhängig ist.

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Die Zentrale Adoptionsstelle (ZA)

Die Zentrale Adoptionsstelle ist zentrale Behörde im Sinne des Haager Adoptionsübereinkommen (HAÜ). Sie ist zuständig für die Vermittlung von Auslandsadoptionen aus Vertragsstaaten des HAÜ. Die Vermittlung von Adoptionen aus Nichtvertragsstaaten ist der ZA ebenfalls erlaubt. Sie ist jedoch nur möglich, wenn im Herkunftsland behördliche Strukturen vorhanden sind, die eine Zusammenarbeit nach den erforderlichen Regelungen erlauben.

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Adoptionsvermittlungsstellen der Jugendämter

Will ein Jugendamt eine internationale Adoptionsvermittlung durchführen, benötigt es hierfür eine Gestattung der Zentralen Adoptionsstelle. Sie wird entweder für einen konkreten Einzelfall oder im Hinblick auf ein bestimmtes Land ausgestellt. Den Antrag auf Gestattung hat das Jugendamt zu stellen, nicht die Bewerber.

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Anerkannte Auslandsvermittlungsstellen

Adoptionsbewerber können sich auch an anerkannte Auslandsvermittlungsstellen freier Träger wenden, die über ganz Deutschland verstreut sind. Da deren Zuständigkeit örtlich nicht begrenzt ist, können sie überregional und deutschlandweit arbeiten. Die anerkannten Auslandsvermittlungsstellen benötigen für jedes Herkunftsland eine gesonderte Zulassung durch die für sie zuständige zentrale Adoptionsstelle.

Die meisten Auslandsvermittlungsstellen bieten für Bewerber (kostenpflichtige) Seminare an, die über die Arbeit der Stelle sowie über die aktuelle Situation in den jeweiligen Herkunftsländern informieren.

Liste der anerkannten Auslandsvermittlungsstellen

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Adoptionsvermittlungsstellen ausländischer Organisationen

Das Adoptionsvermittlungsgesetz sieht vor, dass auch eine im Ausland ansässige Adoptionsvermittlungsstelle in Deutschland lebenden Bewerbern eine Adoption vermitteln kann. Die ausländische Stelle bedarf jedoch einer einzelfallbezogenen Gestattung der Bundeszentralstelle für Auslandsadoption (BZAA) beim Bundesamt für Justiz. Die Gestattung ist von der ausländischen Adoptionsvermittlungsstelle zu beantragen, nicht von den Bewerbern.

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Offene Worte zu nicht anerkannten Vermittlungsagenturen und Selbstbeschaffungsadoption

Adoptionsbewerber sollten auf keinen Fall die Dienste nicht anerkannter Vermittlungsagenturen in Deutschland oder im Heimatstaat des Kindes in Anspruch nehmen. Diese Agenturen bieten keine Gewähr für die Einhaltung der in- und ausländischen Gesetze und verlangen häufig enorme Geldsummen. Wird ein Kind im Ausland ohne Mitwirkung einer staatlich autorisierten ausländischen oder deutschen Vermittlungsstelle adoptiert, steht grundsätzlich in Frage, ob diese Adoption in Deutschland rechtlich anerkannt werden wird. Dies kann z. B. auch zur Folge haben, dass es bei der Visumserteilung für die Einreise des Kindes nach Deutschland zu Schwierigkeiten kommt und das Kind nicht nach Deutschland einreisen kann.

Die aufgezeigten Gefahren gelten ebenso für die so genannten Selbstbeschaffungsadoptionen. Es ist in Deutschland zwar nicht verboten, dass sich Bewerber in Eigeninitiative und ohne Beteiligung einer deutschen Fachstelle im Ausland um eine Adoption bemühen – es ist jedoch äußerst fraglich, unter welchen Bedingungen diese Auslandsadoptionen anschließend in Deutschland Anerkennung finden. Lassen sich Bewerber auf solche Verfahren ein, ohne im Vorfeld die Anerkennung der Adoption und die Einreise des Kindes abzusichern, bürden sie dem Kind eine enorme Belastung auf.

Auf private Initiative ohne die Begleitung durch eine autorisierte Fachstelle im Ausland kurzfristig zu einem Kind zu kommen, mag zunächst schneller und erfolgversprechender erscheinen. Derartige Alleingänge bewegen sich in aller Regel aber in rechtlichen Grauzonen und bergen unübersehbare Risiken.

  • Vertrauen Sie daher auf die langjährige praktische Erfahrung der anerkannten Adoptionsvermittlungsstellen!
  • Nehmen Sie die verbindliche Beratung und Unterstützung durch anerkannte Fachkräfte in Anspruch!

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