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Andere Betreuungsformen

Neben den klassischen Tageseinrichtungen für Kinder gibt es andere Betreuungsformen. Dazu gehören Spielgruppen und Waldkindergärten, die aber ebenso betriebserlaubnispflichtig sind. Aufgrund ihres besonderen pädagogischen Konzeptes und durch unterschiedliche zeitliche und organisatorische Rahmenbedinungen unterscheidet sich das Betreuungsangebot von dem Angebot klassischer Kindertageseinrichtungen.

Spielgruppen

Spielgruppen sind Einrichtungen mit einem sozialpädagogischen Angebot. In den Spielgruppen werden bis zu 10 Kinder ab einem Jahr bis zum Eintritt in den Kindergarten betreut. Die Betreuungzeiten sind – anders als in klassischen Kindertageseinrichtungen – auf maximal vier Stunden täglich und 15 Stunden pro Woche begrenzt.

Die Kinder erfahren dadurch den Prozess der zeitweiligen Trennung von ihren Eltern in einem überschaubaren Zeitrahmen. Die Spielgruppen ermöglichen Kindern erste soziale Kontakte und Erfahrungen mit anderen Kindern. Für weitere Informationen siehe die Orientierungshilfe für die Einrichtung von Spielgruppen.

Waldkindergärten

In den Waldkindergärten verbringen die Kinder unter der Betreuung der Erzieherinnen und Erzieher den Kindergartenalltag in der freien Natur. Die Aktivitäten im Freien finden bei jedem Wetter statt. Ausnahmen sind Witterungsbedingungen, die einen sicheren Aufenthalt im Freien gefährlich machen. Für diesen Fall steht eine Notunterkunft in Form eines Bauwagens oder einer Waldhütte zur Verfügung.

Waldkindergärten betreuen in der Regel 15 bis 20 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Die Betreuungszeit liegt bei 25 bis 35 Stunden pro Woche. Um Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren zu schaffen, werden erste Konzepte entwickelt, wie die Waldkindergärten den besonderen Anforderungen dieser Alterstufe gerecht werden können.

Betriebserlaubnispflicht

Auch Spielgruppen und Waldkindergärten sind nach §45 SGB VIII betriebserlaubnispflichtig. Auch hier werden für die Betriebserlaubnis die räumliche und die personelle Ausstattung und die pädagogische Konzeption zugrunde gelegt. Allerdings wird dabei dem besonderen Rahmen des Angebotes Rechnung getragen.

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