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40 Jahre Psychiatrie-Enquete: Wo stehen wir, wie geht es weiter?

Logo der Ankündigung zur Tagung "40 Jahre Psychiatrie-Enquete: Wo stehen wir, wie geht es weiter?"

Die Psychiatrie-Enquete-Kommission unter der Leitung von Prof. Dr. Caspar Kulenkampff (LVR), legte 1975 den Bericht über die „Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland“ vor. Die damals vom Deutschen Bundestag eingesetzte Kommission zur Psychiatrie-Reform brachte Bewegung in das Versorgungssystem für Menschen mit psychischen Erkrankungen: Mehr ambulante und gemeindenahe Versorgung, bessere Vernetzung der Versorger, Entstigmatisierung, Gleichstellung psychisch und somatisch Kranker, Normalisierung der Wohn- und Betreuungssituation von Langzeitpatientinnen und -patienten, das waren einige der damaligen Kernziele. Welche Wirkungen haben heute die Reformen, die die Psychiatrie-Enquete angestoßen hat?

Von jeher spielte der LVR eine wichtige Rolle in der Entwicklung einer humanen Psychiatrie. Die Rheinischen "Provinzial-Heil- und Pflegeanstalten", Vorläufer der heutigen LVR-Kliniken, gehörten zu den ersten modernen Einrichtungen für psychisch Kranke in Deutschland und galten europaweit als Vorbild.

Vor diesem Hintergrund und anlässlich des 40. Jahrestages der Reformbestrebungen diskutiert der LVR mit geladenen Expertinnen und Experten zu Fragen wie: Wo stehen wir in der Entwicklung der gesellschaftlichen Entstigmatisierung und –diskriminierung psychisch kranker Menschen heute? Welche Ziele wurden erreicht, was ist noch offen? Gibt es so etwas wie einen gesellschaftlich getragenen „psychiatrischen Mainstream“, je nach Ereignislage? Welche Rolle spielen unsere Medien und die öffentliche Meinung dabei?

Das Erreichte, das Überholte, die aktuellen Entwicklungen und vor allem die Zukunftsperspektive der Psychiatrie versprechen am Ende der Tagung eine spannende Diskussion mit der Runde der Expertinnen und Experten.

Die Tagung findet am Freitag, 4. Dezember 2015 von 10 bis 15 Uhr im LVR-Haus, Da Vinci-Saal, in Köln-Deutz statt.

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