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Das Denkmal der Grauen Busse

1.9.2011 – 18.4.2012

Das Bild zeigt den Aufbau vom Denkmal der Grauen Busse
Bild Großansicht

Landschaftsverband Rheinland
Landeshaus, Köln-Deutz

Mit dem Denkmal der grauen Busse erinnert der LVR als Nachfolger des Provinzialverbandes Rheinland an den Massenmord an fast 10.000 Psychiatriepatientinnen und -patienten aus dem Rheinland während des Nationalsozialismus. Mindestens 1.951 Menschen wurden allein im Rahmen der „Aktion T4“ getötet.

Im Oktober 1939 gab Adolf Hitler mit einem auf den 1.9.1939 zurückdatierten Schreiben den Auftrag zu der als „Euthanasie“ bezeichneten Tötung von „lebensunwertem Leben“. Die nach der Berliner Tiergartenstraße 4, hier befand sich die Zentrale zur Leitung der Ermordung behinderter Menschen, benannte „Aktion T4“ markiert den Beginn der systematisch organisierten Morde.

Das Denkmal der grauen Busse besteht aus zwei 70 Tonnen schweren modellgleichen Nachgüssen der Transportfahrtzeuge der sogenannten „Gemeinnützigen Krankentransport GmbH“, mit denen Psychiatriepatientinnen und -patienten in die Tötungsanstalten deportiert wurden. Dem Denkmal ist das Zitat „Wohin bringt Ihr uns?“ eingeschrieben – die überlieferte Frage eines Patienten.

Das Denkmal wurde 2006 für die „Euthanasie“ - Opfer in der ehemaligen Heilanstalt Weißenau in Ravensburg durch die Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knitz errichtet. Einer der beiden begehbaren Betonbusse steht noch heute an der „alten Pforte“ und blockiert somit dauerhaft das historische Tor, aus dem die Todesbusse der „Aktion T4“ das Gelände der alten Heilanstalt verließen. Ein weiterer grauer Bus wechselt als mobiles Denkmal seinen Standort und markiert deutschlandweit Orte der Tat, Orte der Opfer und Orte der Täter.

Bildergalerie

Rahmenprogramm

Donnerstag, 1.9.2011, 11 Uhr
Eröffnung mit Denkmalsentladung
Ort: Landeshaus des LVR, Kennedy-Ufer 2, Köln-Deutz

Donnerstag, 20.10.2011, 19 Uhr
Die Verantwortung des Provinzialverbandes bei den Euthanasie-Morden im Rheinland
Vortrag von Dr. Wolfgang Werner, ehemaliger Leiter des LVR-Archivs Abtei Brauweiler
Ort: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23-25, Köln

Mittwoch, 14.12.2011, 19 Uhr
"... die Blumen haben fein geschmeckt."
Lesung von Daniela Martin zur Geschichte ihrer Urgroßmutter Anna L., die 1940 Opfer der „Aktion T4“ wurde.
Ort: Lesesaal der Stadtbibliothek Köln

Freitag, 27.1.2012, 11 Uhr
Das Denkmal der grauen Busse – Transport der Erinnerung
Vortrag von Dr. Horst Hoheisel und Andreas Knitz im Rahmen der Gedenkfeier des LVR für die Opfer des Nationalsozialismus
Ort: Horion-Haus des LVR, Hermann-Pünder-Straße 1, Köln-Deutz

Donnerstag, 9.2.2012, 19 Uhr
Das Verhalten der konfessionell gebundenen Einrichtungen zu den Psychiatrie-Morden
Dr. Uwe Kaminsky, Ruhr-Universität Bochum
Ort: LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler, Äbte-Saal

Donnerstag, 15.3.2012, 19 Uhr
Formen der Erinnerung: Kunst und Gedenken an Orten der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde
Prof. Dr. Stefanie Endlich, Berlin
Ort: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23-25, Köln

Donnerstag, 29.3.2012, 19 Uhr
Die Transportkinder aus Bonn – Kinder-und Jugendeuthanasie im Nationalsozialismus
Linda Orth, LVR-Klinik Bonn
Ort: vogelsang ip, Forum Vogelsang, 53937 Schleiden

Mittwoch, 18.4.2012, 16 Uhr
Verabschiedung des Denkmals und Übergabe an die Stadt Zwiefalten
Ort: Landeshaus des LVR, Kennedy-Ufer 2, Köln-Deutz

Informationsflyer zum Denkmal der Grauen Busse

Bei Fragen helfe ich Ihnen gerne weiter

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Dr. Norbert Kühn

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