Lenkungsgruppe Gender Mainstreaming
Wissen Sie, was Gender Mainstreaming bedeutet?
Gender kommt aus dem Englischen und bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechtsrollen von Frauen und Männern. Diese sind - anders als das biologische Geschlecht - erlernt und damit auch veränderbar.
Mainstreaming (englisch für "Hauptstrom") bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nicht das Handeln bestimmt hat, nun zum zentralen Bestandteil bei allen Entscheidungen und Prozessen gemacht wird.
Gender Mainstreaming heißt also, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.
Auf EU-Ebene wurde die Umsetzung dieser Vorgaben bereits 1999 verbindlich festgelegt. Im LVR-Dezernat Kultur und Umwelt bildete sich unter Beteiligung der LVR-Stabsstelle Gleichstellung und Gender Mainstreaming in der Folge eine Lenkungsgruppe, die sich als Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachbereiche versteht. Zu den Aufgaben der Gruppe gehört es, Kolleginnen und Kollegen über das Konzept zu informieren, ihnen bei der Umsetzung zu helfen und ausgewählte Projekte der Kulturdienststellen beratend zu begleiten.
Die Lenkungsgruppe Gender Mainstreaming

- Bild Großansicht
- Die Lenkungsgruppe Gender Mainstreaming im Sommer 2009
Ansprechparterinnen und -partner
-
Sprecher LG
Herr Dr. Dirk Schmitz
Telefon
- workTelefon:
- 02801 712-134
- faxTelefax:
- 0221 8284-3427
E-Mail
- E-Mail:
- dr.dirk.schmitz@lvr.de
-
Stellvertretende Sprecherin LG
-
Leiterin der LVR-Stabsstelle Gleichstellung und Gender Mainstreaming
Projekte
Die Lenkungsgruppe Gender Mainstreaming begleitet und berät nicht durch die Arbeit der LVR-Kulturdienststellen, sie initiiert auch eigene Projekte.
Ausstellung „Gender-Aspekte im LVR-Dezernat Kultur und Umwelt"
2005 entstand die virtuelle Fotoausstellung „Gender-Aspekte im LVR-Dezernat Kultur und Umwelt". Die Ausstellung vermittelte das Thema Gender Mainstreaming über das Medium Fotografie und bot so Einblicke in ein facettenreiches und kreativ zu verwendendes Konzept. Die Beiträge aus den einzelnen LVR-Kulturdienststellen zeigten, in welchen Zusammenhängen ganz unterschiedliche Fachbereiche Gender Mainstreaming aufgreifen und in ihre tägliche Arbeit einfließen lassen.
Tagung Sammeln und Geschlecht
2006 organisierte die Lenkungsgruppe die Tagung "Männersachen - Frauensachen. Sammeln und Geschlecht". Die Tagung ging am 16.11.2006 im LVR-Industriemuseum Oberhausen der spannenden Frage nach, was genau Männer und Frauen sammeln und ob es dabei Unterschiede gibt. Suchen auch Museen gezielt nach weiblichen und männlichen Hinterlassenschaften? Zahlreiche Referentinnen und Referenten aus der Bundesrepublik und dem deutschprachigen Ausland gaben Beispiele für die verschiedenen Sammlungsstrategien von Männern und Frauen. Der Vormittag der Tagung galt möglichen Unterschieden und Ursachen von männlichen und weiblichen Sammlungen, am Nachmittag beleuchteten die Beiträge den geschlechtsspezifischen Umgang der Archive und Museen mit ihren jeweiligen Sammlungen.
Tagungsdokumentation (PDF, 2,02 MB)
In Planung:
Tagung Medizin und Gender (Arbeitstitel)
Frühsommer 2012




Was ist das?