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Die LVR-Inklusionspauschale

Die LVR-Inklusionspauschale bietet ergänzend zur Landesförderung weitere Fördermöglichkeiten, um im Einzelfall das Gemeinsame Lernen zu ermöglichen. Hier erfahren Sie, für wen die Förderung bestimmt ist und was genau gefördert werden kann.

Ein kleines Mädchen sitzt an einem Arbeitstisch in der Schule und lächelt. Foto: Harald Oppermann
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Mit freiwilligen Mitteln aus der LVR-Inklusionspauschale unterstützt der LVR seit 2010 Schulträger im Rheinland bei ihren Bemühungen, auch Kindern und Jugendlichen mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf den Besuch einer allgemeinen Schule zu ermöglichen. Nach Inkrafttreten des "Gesetzes zur Förderung kommunaler Aufwendungen für die schulische Inklusion" (SchulInklAufwFöG) am 1. August 2014 und der damit einhergehenden Landesförderung in Höhe von 35 Mio. EUR jährlich, hat der LVR sein Konzept zur freiwilligen Förderung überarbeitet.

Mit Beschluss vom 11. Februar 2015 hat die politische Vertretung des LVR entschieden, die Förderung aus der LVR-Inklusionspauschale in einer veränderten Form und befristet fortzuführen.

Hier finden Sie Hinweise und Informationen

Förderung Schuljahr 2016/2017

Anträge können bis zum 31.05.2016 gestellt werden.

Flyer zum Download

  1. Die LVR-Inklusionspauschale

    Die LVR-Inklusionspauschale

    Dieses Heft informiert Schulträger, Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern über die Fördermöglichkeiten der LVR-
    Inklusionspauschale, durch die Kindern mit Behinderung der Besuch einer allgemeinen Schule ermöglicht wird.
    Mehr Informationen und Bestellung

    Oktober 2015

Die Änderungen im Überblick

Förderzeitraum und Fördervolumen

Die LVR-Inklusionspauschale bleibt für die Schuljahre 2015/2016 und 2016/2017 weiterhin eine einzelfallbezogene Förderung, die sich als Anreizfinanzierung versteht und eine Ergänzung zur Landesförderung darstellt. Sie wird im Förderinhalt an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst. Das jährliche Fördervolumen beläuft sich auf je 450.000 EUR.

Fördervoraussetzungen

Die freiwillige Einzelfallförderung wird weiterhin auf Antrag der Schulträger gewährt. Voraussetzung für die Gewährung der Förderung ist die geplante Aufnahme einer Schülerin bzw. eines Schülers, bei der/dem der vorrangige Förderschwerpunkt Sehen, Hören und Kommunikation, Sprache Sekundarstufe I oder Körperliche und motorische Entwicklung auf der Grundlage der Ausbildungsordnung Sonderpädagogische Förderung NRW (AO-SF) festgestellt worden ist.

Ferner soll die allgemeine Schule möglichst die dem Wohnort des Kindes nächstgelegene Schule mit Gemeinsamen Lernen sein.

Die Förderung ist bedarfsorientiert und kann nur vor der Aufnahme der Schülerin bzw. des Schülers durch Sie als Schulträger beantragt werden. Die Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen aus der betreuenden LVR-Förderschule können Ihnen Auskunft geben, welche speziellen Bedarfe bestehen.

Hinweis: Sobald die offizielle Aufnahme erfolgt ist, gilt das Schulträgerprinzip, d.h. Sie als Schulträger sind verpflichtet, die Ausstattungsbedarfe der Schülerin bzw. des Schülers zu decken. Eine Förderung über die LVR-Inklusionspauschale ist hier ausgeschlossen.

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Förderinhalte

Aus Mitteln der LVR-Inklusionspauschale können für den Unterrichtsbesuch an allgemeinen Schulen sächliche Ausstattung und barrierefreie Herrichtung der Räumlichkeiten gefördert werden.

Die Übernahme von Schülerbeförderungskosten und die anteilige Finanzierung von Personalkosten sind kein Bestandteil der neuen LVR-Förderung.

Die Förderung im Detail:

  • Sachausstattung

    Zu der sächlichen Ausstattung zählen alle Hilfsmittel und schulische Gebrauchsgegenstände z.B. Hygieneraumausstattung: Pflegeliegen, Wickelauflagen; Mobilitätshilfen: Lifter, Treppensteighilfen; spezielle Schulmöbel: höhenverstellbare, neigbare Schultische, Schreib-/Lesepults, Drehstühle, Akkuleuchten etc.. Lehr-, Lern- und Unterrichtsmaterialien sowie Hilfsmittel, welche von den Rehabilitationsträgern im Sinne des § 6 SGB IX finanziert werden wie z.B. Bildschirmlesegeräte, Kommunikationsanlagen oder Rollstühle, sind von der Förderung ausdrücklich ausgenommen.
  • Umbaumaßnahmen

    Neben Sachausstattung können auch Baumaßnahmen wie z.B. Einbau von Rampen und Türverbreiterungen, Aus- bzw. Umbau von Therapie- und Pflegeeinheiten, behindertengerechte WCs, Akustikmaßnahmen, kontrastreiche Gestaltung von Treppenhäusern etc. gefördert werden.

Maximale Förderhöhe

Die maximale Höhe der LVR-Inklusionspauschale beträgt unter Berücksichtigung der individuellen Bedarfe der Schülerin bzw. des Schülers beim Förderschwerpunkt

  • Körperliche und motorische Entwicklung bis zu 10.000 €
  • Hören und Kommunikation bis zu 6.000 €
  • Sehen bis zu 2.500 €

Für den Förderschwerpunkt Sprache (Sekundarstufe I) wird vorerst kein Förderhöchstbetrag festgelegt. Die gemeldeten Bedarfe werden hier im Einzelfall geprüft.

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Bewilligungsverfahren

Das jährliche Fördervolumen beläuft sich auf 450.000 EUR. Die Fördermittelverteilung erfolgt nach einer Stichtagsregelung.

Alle Anträge müssen bis zum 31. Mai des Jahres bei der Stabstelle Inklusion des LVR-Dezernats Schulen und Integration eingegangen sein. Sämtliche bis zum Stichtag eingegangenen Anträge werden geprüft und den Antragsstellern wird bei Vorliegen der Förderfähigkeit eine Förderung in Aussicht gestellt. Nach dem Stichtag wird das Gesamtantragsvolumen ermittelt und entschieden, ob im Einzelfall eine Förderung in voller Höhe oder in Form einer Anteilsfinanzierung erfolgen kann.

Weitere Informationen

Wie Sie als Schulträger die LVR-Inklusionspauschale beantragen können und was Eltern und Lehrkräfte noch beachten sollten, erfahren Sie hier: