Beispiel David R.

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- David R. ist glücklich in der Rosenmaarschule.
Das Konzept des integrativen Unterrichts befreit Kinder mit Behinderung aus ihrer Sonderrolle. Alle Kinder erleben einen großen Freiraum für Individualität. Sie erleben alltäglich, wie Kinder mit Behinderungen genauso mit dazu gehören wie alle anderen Kinder. Das Beispiel von David R. zeigt, wie die Integration eines schwerstbehinderten Kindes in eine Regelschule gelingen kann. Sollen Kinder mit Behinderung an Förderschulen spezielle Unterstützung erhalten oder integrativ an einer allgemeinen Schule unterrichtet werden? Vor dieser Frage standen Davids Eltern. Sie entschlossen sich, David trotz Behinderung an einer Regelschule einzuschulen. Möglich wurde dies durch die Hilfe des LVR.
Der LVR setzt sich im Rahmen seiner Bemühungen um inklusive Bildung für die Integration behinderter Schülerinnen und Schüler ein. Durch einen Finanz- und Gerätepool, aus dem die Beschaffung von technischen Hilfsmitteln und Spezialmobiliar finanziert wird, ermöglicht der LVR es Kindern mit Behinderung, am integrativen Unterricht in einer Regelschule teilzunehmen.
Von diesem Gerätepool hat David R. profitiert. Der LVR sorgte für die notwendige Ausstattung, damit der schwerstmehrfachbehinderte Junge die Rosenmaar-Grundschule in Köln besuchen kann. Aus Mitteln des LVR wurden ein Multifunktionslifter, eine Funktions-Pflegeliege, eine Matratzenauflage, eine Lagerungsinsel, ein Trampolin und ein Schaukelbrett angeschafft. Zusätzlich hat der LVR anteilig die Personalkosten für Therapeuten und Pflegekräfte übernommen.
„Für den LVR steht der Elternwille im Vordergrund, nicht theoretische Erwägungen. Mit dem Finanz- und Gerätepool fördern wir nach unseren Möglichkeiten die inklusive Bildung für Kinder mit Behinderung“, so LVR-Schuldezernent Michael Mertens.
„David kann nicht laufen, nicht sitzen, nicht greifen, nicht sprechen und wird künstlich ernährt“, erklärt seine Mutter Anna Lingscheid. Aber er fühle sich in der Schule außerordentlich wohl. „Es fehlt ihm nichts, er ist zufrieden. Und seine Mitschüler offenbar auch.“ David könne den anderen, gesunden Kindern viel zurückgeben an Spaß und Lebensfreude. „Auch die anderen Kinder profitieren deutlich von seiner Anwesenheit“, sagt seine Klassenlehrerin Gabi Hamm.
Die Rosenmaarschule
Die Rosenmaarschule in Köln-Höhenhaus ist bereits seit 1981 offen für alle behinderten Kinder, unabhängig von der Art oder dem Schweregrad der Behinderung. Entscheidend für eine Aufnahme ist die Frage, ob die für eine verantwortliche Betreuung des betreffenden Kindes notwendigen personellen, räumlichen und sächlichen Bedingungen vorhanden sind, oder ob sie in Zusammenarbeit mit Schulaufsicht und Schulträger geschaffen werden können.
Mittlerweile sind in allen Klassen der Rosenmaar(-Grund)schule Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen integriert. Die Integration ist somit Schulprinzip.




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