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Ausgleichsabgabe und Beschäftigungspflicht

Arbeitgeber mit mindestens 20 Beschäftigten sind verpflichtet, wenigstens fünf Prozent der Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen.

Hier finden Sie Hinweise und Informationen

Webseite des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln zum Download der Software „ elan“ zur Erstellung einer elektronischen Anzeige und Hinweise nach den Vorschriften des § 80 Absatz 2 SGB IX (Sozialgesetzbuch neuntes Buch)

Ausgleichsabgabe: gestaffelt in drei Stufen

Foto zeigt eine Personalsachbearbeiterin, einen gewerblichen Arbeitnehmer und den Beauftragten des Arbeitgebers stehend mit Einsicht  in eine Akte.
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Im Rahmen der Beschäftigungspflicht (s.a. § 71 ff. SGB IX) wird für nicht besetzte Pflichtplätze eine Ausgleichsabgabe erhoben. Ab dem 01.01.2016 sind die gestaffelten Abgabebeträge von 115,00 auf 125,00 EUR, von 200,00 EUR auf 220,00 EUR und von 280,00 EUR auf 320,00 EUR erhöht worden.

Da die Erhöhung zum 01.01.2016 wirksam ist, ist die höhere Abgabe ab dem Abgabejahr 2016 zum 31.03.2017 zu entrichten. Für das Abgabejahr 2015 gelten noch die alten Staffelbeträge.

Die Staffelung richtet sich nach dem Erfüllungsgrad der Pflichtquote. Wer keine behinderten Menschen beschäftigt oder eine Beschäftigungsquote von unter zwei Prozent hat, zahlt den Höchstsatz von künftig 320 Euro. Bei einer Quote zwischen zwei und unter drei Prozent beträgt die Ausgleichsabgabe 220 Euro, zwischen drei und unter fünf Prozent werden pro unbesetzten Pflichtarbeitsplatz 125 Euro fällig.

Einmal jährlich melden die Arbeitgeber die Zahl ihrer schwerbehinderten Beschäftigten an die zuständige Agentur für Arbeit. Die Höhe der Ausgleichsabgabe errechnen die Arbeitgeber in Selbstveranlagung und überweisen sie bis zum 31. März des Folgejahres an das LVR-Integrationsamt.

Die Abgabe ist unter Angabe des 10-stelligen Buchungszeichens oder der 8-stelligen Betriebsnummer auf eines der nachstehenden Konten an das LVR- Integrationsamt abzuführen.

Landesbank Hessen-Thüringen NL Düsseldorf
IBAN DE84 3005 0000 0000 060061
BIC WELADEDDXXX

Postbank
IBANDE95 3701 0050 0000 5645 01
BIC PBNKEFF370

Berechnung aufgrund von Jahresdurchschnittswerten

Dabei gilt: Die Beschäftigungsquote errechnet sich aufgrund von Jahresdurchschnittswerten. Auch die Zahl der Pflichtarbeitsplätze wird als Gesamtjahreswert ermittelt. Zudem gibt es die Möglichkeit der Mehrfachanrechnung. Ein schwerbehinderter Auszubildender kann beispielsweise auf zwei Pflichtarbeitsplätze angerechnet werden. Eine Reduzierung der Ausgleichsabgabe ist auch möglich, wenn Aufträge an Werkstätten für behinderte Menschen erteilt werden.

Für kleinere und mittlere Unternehmen mit weniger als 60 Arbeitsplätzen gelten erleichternde Sonderregelungen.

Das LVR-Integrationsamt bietet den Betrieben eine eintägige Schulung zur Berechnung der Ausgleichsabgabe an.

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Bei Fragen zur Erhebung der Ausgleichsabgabe helfen wir Ihnen gerne weiter!

Portrait von  Joachim Dittmann

Joachim Dittmann

Telefon

workTelefon:
0221 809-4362
faxTelefax:
0221 8284-1879

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Weitere Informationen zur Ausgleichsabgabe

finden Sie auch auf der Internetseite der

Mittel aus Ausgleichsabgabe für Förderung von Arbeitgebern schwerbehinderter Menschen

Die Mittel aus der Ausgleichsabgabe werden ausschließlich für die berufliche Behindertenhilfe verwendet. Damit fördert das LVR-Integrationsamt Arbeitgeber, die schwerbehinderte Menschen beschäftigten, die betroffenen Menschen selbst sowie Öffentlichkeitsarbeit und Schulungsmaßnahmen zum Thema Behinderung und Beruf.

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