Übergang Schule - Beruf
Der Übergang Schule - Beruf: diese bedeutende „Schnittstelle" auf dem Weg ins Berufsleben ist zu einem wichtigen Handlungsfeld des LVR-Integrationsamtes geworden.
Von der Schule in den Job
Behinderte Jugendliche sind im Konkurrenzkampf um knappe Ausbildungs- und Arbeitsplätze oft zusätzlich gehandicapt - durch ihre Beeinträchtigung, aber häufig auch durch Skepsis und Vorurteile. Häufig folgt daher - gerade für Jugendliche mit geistiger Behinderung - auf den Besuch der Förderschule die Arbeit in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Zunehmend aber werden Akteure u.a. aus Schulen und Unternehmen aktiv, um diesen Automatismus zu beenden. Sie starten gemeinsame Projekte und Kooperationen, um den Austausch zu verbessern, mehr voneinander zu erfahren und so die beruflichen Chancen der Schulabgängerinnen und -abgänger zu erhöhen. Zudem hat auch der Gesetzgeber die Möglichkeiten ausgebaut, Ausbildung und Beschäftigung junger Menschen mit Handicap zu unterstützen.
Ausbildung fördern durch Zuschüsse und Begleitung
Arbeitgeber, die Jugendliche mit Behinderung ausbilden, können auf verschiedene Formen der Unterstützung durch das LVR-Integrationsamt zurück greifen. Finanzielle Förderungen sind möglich als jährliche Zuschüsse, einmalige Prämien und als Übernahme von Prüfungsgebühren. Bei der Vermittlung geeigneter junger Bewerber hilft der Integrationsfachdienst . Die Fachberaterinnen und Fachberater dort begleiten und betreuen den jungen Menschen mit Behinderung auch bei der Einarbeitung oder während eines Praktikums oder einer Probebeschäftigung. Und sie informieren und beraten Arbeitgeber wie Kollegen: etwa über den angemessenen Umgang mit Behinderungen, aber auch über weitere Fördermöglichkeiten.
Lohnend auswirken kann sich ein Ausbildungsplatz für Jugendliche mit Handicap schließlich auch bei der Berechnung der Ausgleichsabgabe: behinderte Auszubildende können auf zwei Pflichtarbeitsplätze angerechnet werden.
Praktika und Partnerschaften für mehr Praxiserfahrung
Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen es: Die Chance auf einen Job auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wächst mit der Betriebspraxis der jungen Menschen. Deshalb unterstützt das LVR-Integrationsamt alle Kooperationen und Projekte, die dazu führen, dass Schulabgängerinnen und -abgänger die Möglichkeit haben, sich in einem Unternehmen zu präsentieren, ihre Fähigkeiten und Stärken zu entwickeln und darzustellen. Gute Beispiele aus der Praxis zeigen, dass es funktioniert: So hat die Kaufhof Warenhaus AG 2006 eine Lernpartnerschaft mit einer Kölner Schule für Körperbehinderte geschlossen. Die Metro-Group arbeitet im Rahmen des Projektes „Verzahnte Ausbildung" mit den Berufsbildungswerken zusammen und qualifiziert und trainiert deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihren Unternehmen.
Unsere Publikationen als download
- Dokumentation der Fachtagung 3/2010 Schule trifft Arbeitswelt (PDF, 2,1 MB)
- Dokumentation der Fachtagung 2/2008 Von der Förderschule in den Beruf - Wie verbessern wir den Übergang? (PDF, 207 KB)
- ZB-Extra 2008 Perspektive Arbeitsmarkt - Junge Menschen mit Behinderung qualifizieren, ausbilden, beschäftigen (PDF, 886 KB)
- ZB-Rheinland 2/2007 Behinderte Jugendliche im Arbeitsleben (PDF, 483 KB)






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