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Arbeitsassistenz

Arbeitsassistenz ist ein Teil der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben und für den schwerbehinderten Menschen eine Möglichkeit am Arbeitsplatz unterstützt zu werden. Dabei hat er die Organisations- und Anleitungskompetenz.

Arbeitsassistenz soll Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung eine Hilfestellung bei der Arbeitsausführung benötigen, ansonsten aber in der Lage sind, ihre arbeitsvertraglichen Pflichten zu erfüllen, die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen.

Schwerbehinderte Menschen haben einen Rechtsanspruch auf Übernahme der Kosten für eine notwendige Arbeitsassistenz durch die Integrationsämter als Teil der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben. Der schwerbehinderte Arbeitnehmer selbst hat die Organisations- und Anleitungskompetenz. Er stellt entweder die Assistenzkraft selbst ein (Arbeitgebermodell) oder beauftragt einen Anbieter von Assistenzdienstleistungen auf eigene Rechnung mit der Arbeitsassistenz (Dienstleistungsmodell).

Voraussetzung ist stets, dass es um arbeitsplatzbezogene Unterstützung geht und diese notwendig ist. Als Arbeitnehmer ist der schwerbehinderte Mensch gegenüber seinem eigenen Arbeitgeber verpflichtet, seine Arbeitsleistung persönlich zu erbringen. Wie bereits das Wort „Assistenz“ benennt, ist Arbeitsassistenz eine Hilfestellung bei der Arbeitsausführung, nicht aber die Erledigung der vom schwerbehinderten Arbeitnehmer zu erbringenden arbeitsvertraglichen Tätigkeit selbst. Es geht dabei um kontinuierliche, regelmäßig und zeitlich nicht nur wenige Minuten täglich anfallende Unterstützung am konkreten Arbeitsplatz. Notwendig ist diese, wenn weder die behinderungsgerechte Arbeitsplatzgestaltung noch eine vom Arbeitgeber bereit gestellte Assistenz (z. B. durch Arbeitskollegen) ausreichen, um dem schwerbehinderten Menschen die Ausführung der Arbeit in wettbewerbsfähiger Form zu ermöglichen. Antragsteller sind zum überwiegenden Teil Menschen mit körperlichen Behinderungen bzw. Sinnesbehinderungen (Rollstuhlfahrer, blinde oder gehörlose Menschen).

Als Leistung zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben dient die Arbeitsassistenz zum einen dem Ziel, einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz zu erlangen. In diesem Fall richtet sich der Rechtsanspruch, zeitlich auf drei Jahre befristet, gegen den zuständigen Rehabilitationsträger. Die Arbeitsassistenz dient auch zur Sicherung bereits bestehender sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse. Der Kostenträger ist in diesem Fall das Integrationsamt.

Auch nach der Eingliederungsphase bleibt vielfach eine Arbeitsassistenz aufgrund der Art oder Schwere der Behinderung erforderlich. Dann kommt es nach drei Jahren zu einem Zuständigkeitswechsel vom Rehabilitationsträger zum Integrationsamt. Um dennoch eine einheitliche Bewilligungs- und Verwaltungspraxis zu gewähren, ist im SGB IX vorgesehen, dass die Durchführung der Leistungen zur Arbeitsassistenz von Anfang an durch das Integrationsamt erfolgt. Diesem werden die Kosten für die ersten drei Jahre ab Aufnahme der Beschäftigung vom zunächst zuständigen Rehabilitationsträger erstattet. Die Übernahme der Kosten einer notwendigen Arbeitsassistenz ist auch zur Aufnahme bzw. Sicherung einer wirtschaftlich selbständigen Existenz möglich.

Die Förderung/Geldleistung erfolgt in Form eines Budgets. Die Leistungshöhe bemisst sich dabei anhand des durchschnittlichen arbeitstäglichen Unterstützungsbedarfs an Arbeitsassistenz. Die Geldleistung soll in einem ausgewogenen Verhältnis zu dem damit erzielten sozialversicherungspflichtigen Einkommen stehen, das der schwerbehinderte Mensch selbst erwirtschaftet.

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Antrag

  1. Antrag auf finanzielle Hilfe aus Mitteln der Ausgleichsabgabe (Schwerb.) (Online-Formular, barrierefrei, 06.03.2015)

    Antrag auf finanzielle Hilfe aus Mitteln der Ausgleichsabgabe mit Angaben zur Person des schwerbehinderten Menschen