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Integrationsunternehmen - Unternehmen mit sozialem Auftrag

Ein besonderes Instrument zur Förderung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Schwerbehinderung sind Integrationsunternehmen. Im Rheinland gibt es inzwischen 129 dieser Unternehmen, die neben ihrer regulären wirtschaftlichen Betätigung am Markt auch einen sozialen Auftrag erfüllen: Sie beschäftigen in besonderem Umfang Menschen mit Behinderung auf neu geschaffenen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen.

Informationen für Gründerinnen und Gründer

Die Nachfrage nach Beratung und Förderung neuer Arbeitsplätze in Integrationsunternehmen ist hoch, seit dem Jahr 2001 wurden fast 1.700 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung neu geschaffen. Die große Mehrzahl der Integrationsunternehmen, -abteilungen und –betriebe besteht noch heute und hat die Anzahl der Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung sogar weiter erhöht. Eine echte Erfolgsgeschichte!

Integrationsunternehmen sind in ganz unterschiedlichen Branchen tätig, das Spektrum reicht von IT-Dienstleistungen bis zu Deutschlands erstem inklusiven Burger-Restaurant, dem „Godesburger“.

Als Ausgleich für den besonderen Aufwand, der mit der Neuschaffung von Arbeitsplätzen und der Beschäftigung einer großen Zahl von Menschen mit Behinderung verbunden ist, erhalten Integrationsunternehmen aus Mitteln der Ausgleichsabgabe eine pauschale, dauerhafte und verlässliche Förderung in Form von Investitions- und Personalkostenzuschüssen.

Haben Sie eine gute Geschäftsidee? Das LVR-Integrationsamt berät Sie gerne.

Der "Godesburger" - ein inklusives Restaurant mit Auszeichnung

Mitarbeiter des Godesburger präsentiert einen Burger
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Frische Burger aus dem Integrationsunternehmen / Foto: Paul Esser/LVR.

Der Godesburger, Deutschlands erstes inklusives Burger-Restaurant, wurde im September 2014 als Integrationsabteilung eröffnet und serviert seinen Kunden in Bonn – Bad Godesberg hochwertige Burger, selbst hergestellte Pommes frites und Beilagen aus regionalen und frischen Zutaten. Derzeit arbeiten im Godesburger acht sozialversicherungspflichtig beschäftigte Personen mit und ohne Behinderung in Küche und Service zusammen. Der Godesburger verbindet dabei wirtschaftlichen Erfolg und soziales Engagement, wie alle der derzeit 125 Integrationsunternehmen, -abteilungen und –betriebe im Rheinland.

Für die Gründung der Integrationsabteilung und die Schaffung von fünf Arbeitsplätzen für besonders betroffene Menschen mit Behinderung bewilligte das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW im Rahmen des Landesprogramms„Integration unternehmen!“ einen Investitionszuschuss in Höhe von 100.000 €. Seitens des LVR-Integrationsamts erhält das Unternehmen dauerhaft laufende Zuschüsse zu den Personalkosten. Es werden pauschal 30 % des Arbeitnehmer-Bruttos der Beschäftigten mit Behinderung sowie monatlich 210 € für eine arbeitsbegleitende und psychosoziale Betreuung gezahlt.

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Weitere Informationen

  • Ein Mann bei der Arbeit.

    Allgemeine Informationen

    Das LVR-Integrationsamt fördert Integrationsprojekte mit Beratung und Begleitung sowie finanziell. Mehr Informationen
  • Beschäftigte mit und ohne Behinderung arbeiten gemeinsam in einem als Integrationsprojekt geführten Hotel.

    Praxisbeispiele

    Beispiele aus der Praxis - wie arbeitet man in Integrationsunternehmen? Mehr Informationen

Integrationsfirmen in Deutschland

Im REHADAT-Portal finden Sie die Adressen und Leistungsbeschreibungen von bundesweit über 800 Integrationsfirmen.

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