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Teilzeit in Werkstätten

Die Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) im Rheinland haben seit Anfang 2005 die Möglichkeit, im Rahmen eines Modellprojektes des LVR ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Anstellung in Teilzeit anzubieten. Der LVR ermöglicht somit mehr Flexibilität bei der Beschäftigung behinderter Menschen in Werkstätten.

Damit geht der LVR über die bisher schon bestehenden Teilzeit-Möglichkeiten beim Vorliegen behinderungsbedingter Gründe hinaus. Angelehnt an das auch für den allgemeinen Arbeitsmarkt geltende Teilzeit- und Befristungsgesetz soll damit die Möglichkeit geschaffen werden, verschiedene Arbeitszeit-Modelle umzusetzen. Die Untergrenze der Arbeitszeit wurde auf zehn Wochenstunden festgelegt.

Den Werkstätten soll damit eine flexiblere Arbeitsorganisation und eine Verlängerung der Maschinenlaufzeiten ermöglicht werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen mehr individuelle Gestaltungsfreiräume, um zum Beispiel mehr Zeit für den Haushalt zu haben oder sich intensiver mit dem Thema des selbstständigen Wohnens auseinander setzen zu können.

Vielfältige Umsetzungsformen möglich

Von Seiten des LVR gibt es keine Vorgaben über die konkreten Umsetzungsformen der Arbeitszeit-Flexibilisierung. Einzige Voraussetzung ist, dass durch die Teilzeit keine zusätzlichen Kosten durch tagesstrukturierende Maßnahmen entstehen, da die Arbeitszeit-Reduzierung ausschließlich auf Wunsch des betroffenen Menschen vereinbart wird.

Wie diese Arbeitszeit-Reduzierung schließlich umgesetzt wird - ob in Schichtarbeit oder Jobsharing, ob individuelle Arbeitszeitkonten eingerichtet werden oder feste Teilzeit-Gruppen - ist der Konzeption des jeweiligen Werkstatt-Trägers überlassen.