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Erste Schritte

Im ersten Schritt sollten Sie sich mit dem Behindertenbeauftragten der Universität in Verbindung zu setzen, um zu klären, ob und in welchem Umfang Ihnen durch die Universität Hilfen zur Verfügung gestellt werden können. Die Verpflichtung zur Förderung behinderter Studenten hat Eingang in die Hochschulgesetze gefunden.

Die Hochschulen sollen die besonderen Bedürfnisse behinderter Studenten und Studentinnen berücksichtigen und dafür Sorge tragen, dass diese in ihrem Studium nicht benachteiligt werden und die Angebote der Hochschule möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können. Hierzu gehört unter anderem der Einsatz persönlicher und sächlicher Mittel.

Was muss ich tun, wenn die Hilfe nicht ausreicht?

Der Landschaftsverband Rheinland - Fachbereich Sozialhilfe - ist grundsätzlich bereit, bei Vorliegen aller Voraussetzungen, Eingliederungshilfe zum Besuch einer Hochschule zu leisten. Hierfür ist allerdings ein Antrag notwendig.

Zur Bearbeitung Ihres Antrages sind folgende Unterlagen erforderlich:

  • eine Bescheinigung der Universität bzw. Fachhochschule in welchem Umfang Ihnen Hilfen zur Verfügung gestellt werden (in diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Leitfaden für Behinderte, der Ihnen von der Uni zur Verfügung gestellt wird)
  • die Studienordnung für Ihr Studienfach
  • eine ärtzliche Stellungnahme über Umfang und Auswirkung der Behinderung
  • einen Sozialhilfegrundantrag (den Antrag können Sie im Internet herunterladen oder mit Namen, Anschrift und Geburtsdatum beim LVR anfordern; in diesem Antrag müssen ihre wirtschaftlichen Verhältnisse, sowie Namen und Anschrift ihrer Eltern enthalten sein)
  • eine Aufstellung über Ihren bisherigen schulischen und beruflichen Werdegang (sollten Sie nach Erlangung der allgemeinen Hochschulreife / Abschluss der Schulausbildung eine Berufsausbildung abgeschlossen haben, teilen Sie bitte mit, aus welchem Grund Sie diesen Beruf nicht ausüben können bzw. ob diese Ausbildung ausschließlich dazu diente, die Fachhochschulreife zu erlangen)
  • eine Kopie Ihres Abiturzeugnisses
  • eine Studienbescheinigung oder einen sonstigen Nachweis über die Aufnahme des Studiums (ggf. den Bescheid der ZVS oder Ihren Antrag an die ZVS und die bisher erworbenen Leistungsnachweise in Kopie)
  • einen Nachweis über Ihre Mitgliedschaft bei einer Krankenkasse und falls vorhanden: den Bescheid Ihrer Pflegekasse über die Einstufung in eine Pflegestufe
  • sofern Ihre Behinderung durch einen Unfall verursacht wurde, teilen Sie bitte mit, ob es sich dabei um einen selbstverschuldeten Unfall handelt oder ob dieser Unfall durch Fremdeinwirkung verursacht wurde, mit der Folge, dass Ersatzansprüche geltend gemacht werden können. In diesem Fall geben Sie bitte den Namen und das Aktenzeichen der gegnerischen Versicherung, sowie den Namen des Unfallgegners an.
    Teilen Sie bitte auch mit, ob die gegnerische Versicheurng bereits Leistungen erbracht (Beispielsweise in Form einer Abfindung) und fügen Sie die entsprechenden Unterlagen bei
Hier finden Sie Hinweise und Informationen

Sofern Sie beabsichtigen, Ihr Studium außerhalb des Rheinlandes aufzunehmen und dort während des Studiums zu wohnen, wird empfohlen, die erforderliche Hilfe bei dem für diesen Bereich örtlich zuständigen Träger der Sozialhilfe zu beantragen.

Wichtige Formulare zu diesem Thema

  1. Antrag auf Sozialhilfe (Online-Formular, barrierefrei, 04.10.2016)

    Sozialhilfegrundantrag als Basis für die Individuelle Hilfeplanung