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Individuelle Hilfeplanung beim LVR

Das Verfahren der Individuellen Hilfeplanung stellt die Ziele und Wünsche des Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt. Das ermöglicht, den individuellen Unterstützungsbedarf in Bezug auf die Lebensbereiche Wohnen, Arbeit und Freizeitgestaltung zu ermitteln.

Das Verfahren der Individuellen Hilfeplanung

Um den individuellen Hilfebedarf von Menschen mit Behinderungen zu erfassen, hat der LVR ein spezielles Verfahren entwickelt. Es ordnet das Gespräch zwischen dem Menschen mit Behinderung und dem Anbieter der Unterstützungsleistung oder einer Bezugsperson. Ausgehend von den Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten des Menschen mit Behinderungen wird der Unterstützungsbedarf erarbeitet und in dem Hilfeplan, dem IHP3.1, beschrieben. Der Hilfeplan bildet die Grundlage für einen Antrag auf Wohnunterstützung beim LVR.

Mit dem ausgefüllten Hilfeplanbogen bewilligt der LVR – nach den vorgeschriebenen sozialhilferechtlichen Prüfungen – Unterstützungsleistungen, die den individuellen Bedarf des Menschen mit Behinderungen decken. Einige Fälle können zu einer Beratung in die regionale Hilfeplankonferenz eingebracht werden.

Mit Beginn der Unterstützungsleistungen unterzeichnet der Mensch mit Behinderung regelmäßig die Dokumentation der erbrachten Leistungen. Die Abrechnung erfolgt dann direkt zwischen dem Anbieter der Unterstützungsleistung und dem LVR.

Hilfeplankonferenzen im Rheinland

Der Individuelle Hilfeplan (IHP)

Die Fachbereiche der Sozialhilfe des LVR haben das Hilfeplan-Verfahren gemeinsam mit den Vertretungen der kommunalen Gesundheits- und Sozialbehörden, den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege sowie den Einrichtungen und Diensten im Rheinland entwickelt und evaluiert.

Bei der Vorstellung der ersten Version des Hilfeplans im Jahr 2003 wurde bereits deutlich gemacht, dass es sich um ein „lernendes Instrument“ handelt, also auf der Grundlage der praktischen Erfahrungen eine Weiterentwicklung vorgesehen ist.

Aktuell ist der IHP 3.1 in Verwendung. Das Handbuch führt mit einer ausführlichen Erläuterung des Bogensatzes in die Anwendung ein.

  1. Individueller Hilfeplan des LVR (Online-Formular, barrierefrei, 14.07.2016)

    Individueller Hilfeplan des LVR - IHP 3.1, Hilfeplanung, Instrument zur Bedarfserhebung und -Feststellung, Fortschreibung der Hilfeplanung, Darstellung der Entwicklung, Ziele und Maßnahmen

Hinweis: Das Dateiformat LIP ermöglicht die Nutzung des IHP 3.1 unabhängig von der eigenen Software. Der Bogensatz ist unter Beachtung des Datenschutzes konzipiert. Er kann nach Fertigstellung ausgedruckt und per Post an den LVR gesendet werden. Alternativ kann das Dokument verschlüsselt auf den Webshare-Server hochgeladen werden.

Das bisher bekannte Dateiformat des IHP3.1 darf alternativ weiter verwendet werden.

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Hilfeplan in Leichter Sprache

Der LVR hat mit der Universität zu Köln und weiteren Unterstützern bereits im Jahr 2006 einen Medienkoffer zur Hilfeplanung in Leichter Sprache entwickelt.

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Fachärztliche Stellungnahme

Dem IHP muss zudem eine fachärztliche Stellungnahme beigefügt werden. In der Form der Stellungnahme ist der behandelnde Facharzt frei. Wichtig ist jedoch, dass die Stellungnahme folgende Punkte klar erkennen lässt:

  • Welche ICD-Diagnose (Diagnoseschlüssel und Klartext) liegt vor?
  • Die derzeitigen Krankheitssymptome
  • Die bisher notwendigen Behandlungen

Aufgrund der häufig gestellten Frage nach dem Aufbau einer solchen fachärztlichen Stellungnahme hat das LVR-Dezernat Soziales ein Dokument als Vorschlag entworfen. Hierbei ist zu beachten, dass es sich nur um eine Option handelt und das Papier kein offizielles Formular des LVR darstellt. Es weist nicht eine wesentliche Behinderung im Sinne des Paragraph 53 SGB XII i. V. m. Paragraph 2 SGB IX aus, sondern gibt medizinische Diagnosen an. Die Prüfung des Vorliegens einer wesentlicher Behinderung erfolgt im Anschluss.

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Publikationen

  1. Guter Plan - gute Hilfe

    Guter Plan - gute Hilfe

    In diesem Heft berichten drei Personen ganz persönlich über Ihre Erfahrungen mit der Hilfeplanung. Sie berichten wie sie die einzelnen Fragen des IHP beantwortet haben und wer sie bei der Hilfeplanung unterstützt hat. Das Heft ist in Leichter Sprache geschrieben.

    Zu dieser Broschüre gehört Heft 2 "Guter Plan - gute Hilfe (Wörterbuch)" in Leichter Sprache. Mehr Informationen und Bestellung

    Januar 2013

  2. Guter Plan - gute Hilfe (Wörterbuch)

    Guter Plan - gute Hilfe (Wörterbuch)

    Dieses Wörterbuch ist eine Ergänzung zur Broschüre "Guter Plan - gute Hilfe".

    Es kann jedoch auch unabhängig davon genutzt werden. Mehr Informationen und Bestellung

    Januar 2013