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Das Persönliche Budget

Das Persönliche Budget ist ein großer Schritt zu mehr Selbstbestimmung und Selbstständigkeit.

Menschen mit Behinderung haben die Wahl: Sollen die erforderlichen Hilfen als sogenannte "Sachleistung" bewilligt werden, oder soll der bewilligte Geldbetrag direkt an sie selbst ausbezahlt werden? Im zweiten Fall müssen die Betroffenen die Hilfe selbst organisieren. Sie können aber auch selbst bestimmen, wer diese Hilfe leisten soll.

Mehr Selbstbestimmung und Verantwortung

Menschen mit Behinderung können auch Personen aus ihrem Umfeld (Familie, Freunde, Nachbarn) mit Unterstützungsleistungen beauftragen. Wenn allerdings Fachleistungen erforderlich sind, müssen diese von entsprechend ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden.

Der Mensch mit Behinderung wird so zum Arbeitgeber für seine Assistenzkraft. Das bedeutet aber auch, Sorge dafür zu tragen, dass die beauftragten Personen sich bei der Krankenkasse und beim Finanzamt anmelden, da sie steuer- und versicherungspflichtig sind. Auch eine Beschäftigung auf 450-Euro-Basis muss in der Mini-Job-Zentrale der Knappschaft angemeldet werden.

Wie erhalte ich ein Persönliches Budget?

Der Weg zum Persönlichen Budget ist der gleiche, wie bei der Beantragung von Sachleistungen. Zuerst muss ein Individueller Hilfeplan erstellt werden, aus dem sich der genaue Bedarf an Unterstützung ersehen lässt. Auf dieser Grundlage werden die benötigten Unterstützungsleistungen dann in Geldbeträge umgerechnet und durch den LVR bewilligt. Die Auszahlung erfolgt im Falle eines Persönlichen Budgets an den Menschen mit Behinderung selbst (als sogenannte "Geldleistung") und nicht – wie bisher - an den Anbieter der Unterstützungsleistung (als sogenannte "Sachleistung").

Hier finden Sie Hinweise und Informationen

Fragen zum Persönlichen Budget

Unser Fallmanagement hilft Ihnen bei Fragen und Problemen rund um die Antragsstellung. Die Zuständigkeiten sind nach Regionen gegliedert.

Regionales Ansprechpersonen-Verzeichnis

Das "trägerübergreifende" Persönliche Budget

Oftmals sind die Leistungen des LVR nicht die einzigen Leistungen, die ein Mensch mit Behinderung erhält. Es können beispielsweise Leistungen der Pflegekasse hinzukommen. Hier besteht die Möglichkeit, alle Leistungen gebündelt als sogenanntes "trägerübergreifendes" Persönliches Budget zu erhalten. Das heißt, die beteiligten Stellen zahlen ihren Anteil an dem Persönlichen Budget und der Gesamtbetrag wird dann an den Leistungsberechtigten ausbezahlt.

Menschen mit Behinderung, die ein "trägerübergreifendes" Persönliches Budget erhalten möchten, brauchen dazu lediglich einen Antrag bei einer der beteiligten Einrichtungen (LVR, Kranken- oder Pflegekasse) zu stellen. Diese stimmt sich dann mit allen anderen beteiligten Kostenträgern ab.

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Publikationen

  1. Das Persönliche Budget - Ein Schritt zu mehr Selbstbestimmung

    Das Persönliche Budget - Ein Schritt zu mehr Selbstbestimmung

    Seit 2008 gibt es einen Rechtsanspruch auf ein Persönliches Budget. Menschen mit Behinderung können wählen, ob sie die Unterstützung als Sachleistung bekommen wollen oder lieber als Geldbetrag. Mit diesem Geld können sie sich dann die Unterstützungsleistung selbst einkaufen und bezahlen.
    Die Broschüre liefert umfangreiche Informationen zum Persönlichen Budget und erzählt von Beispielen aus der Praxis - mit einer Zusammenfassung in Leichter Sprache. Mehr Informationen und Bestellung

    Oktober 2016

  2. Werkstatt-Angebote als Persönliches Budget

    Werkstatt-Angebote als Persönliches Budget

    Werkstatt-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter können mit dem Persönlichen Budget einzelne Angebote der Werkstatt, zum Beispiel Fortbildungen, auch bei anderen Anbietern in Anspruch nehmen. Der Flyer „Sie entscheiden selbst!“ erläutert die Verfahrensweise in Leichter Sprache. Mehr Informationen und Bestellung

    November 2015