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Dezernatsmeldungen

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Neue Wege für die neuen Alten

Was wollen und benötigen älter werdende Menschen mit einer geistigen Behinderung und was bieten ihnen Kommunen, Eingliederungshilfe und Pflege?

Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten bei der Fachtagung „Neue Alte – Neue Wege“ des LVR-Dezernates Soziales am 21. März in Köln über die richtige Unterstützung für älter werdende Menschen mit geistiger Behinderung.

In Vorträgen und Workshops wurden die Folgen des demographischen Wandels bei der Gruppe der Menschen mit Behinderungen aus zahlreichen Perspektiven thematisiert. So leitete Prof. Friedrich Dieckmann von der Katholischen Hochschule NRW aus seiner Studie zur Lebenssituation älterer Menschen mit lebenslangen Behinderungen Anforderungen an Unterstützungsstrukturen im Gemeinwesen ab. Professor Brigitte Caster von der TH Köln warb für Strategien zur Inklusion schon bei Planung, Gestaltung und Bau von (öffentlichen) Räumen. Vielfältige Berichte aus bundesweiten Modellen und Praxisbeispielen der Altenhilfe, der Eingliederungshilfe und der kommunalen Sozialplanung und Quartiersentwicklung rundeten das Programm der Fachtagung ab, die auf Wunsch der politischen Vertretung des LVR als gemeinsame Sondersitzung der LVR-Ausschüsse Soziales, Heilpädagogische Hilfen und Inklusion stattfand.

Deutlich wurde, dass für älter werdende Menschen mit Behinderungen das gleiche gilt, wie für den Rest der älter werdenden Gesellschaft: ein eigenständiges Leben in gewohnter Umgebung hat für alle Priorität. Dafür wird jedoch ein hohes Maß an Unterstützungsangeboten vor Ort gebraucht. In diesem Sinne wurden von den Expertinnen und Experten flexible und gemeinsame Wege der Leistungsträger und Anbieter aus den unerschiedlichen sozialen Feldern im Sinne der Sozialraumorientierung und Quartiersentwicklung gefordert.

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