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Fürsorgeleistungen

Die Fürsorgeleistungen stellen eine angemessene wirtschaftliche Versorgung sicher und leisten Unterstützung in verschiedenen Lebensbereichen, um die Folgen der Schädigung bzw. des Todes des Versorgers / der Versorgerin auszugleichen. Sie erhalten im folgenden Informationen zu den Voraussetzungen für die Leistung, zum anspruchsberechtigten Personenkreis, zu den Leistungsformen ...

Voraussetzungen für die Leistungen

Die Leistungen der (Kriegsopfer-)Fürsorge ergänzen die Leistungen der Kriegsopferversorgung. Sie kommen in Betracht, wenn eine angemessene wirtschaftliche Versorgung mit den Regelleistungen der Kriegsopferversorgung und dem übrigen zur Verfügung stehenden Einkommen und Vermögen alleine nicht sichergestellt werden kann.

Der anspruchsberechtigte Personenkreis

Die Leistungen der (Kriegsopfer-)Fürsorge werden als besondere Hilfen im Einzelfall an den von der Versorgungsverwaltung nach dem Sozialen Entschädigungsrecht anerkannten Personenkreis erbracht. Der Anspruch erstreckt sich nicht nur auf die Personen, die selbst den entschädigungspflichtigen Gesundheitsschaden erlitten haben, sondern erfasst unter bestimmten Voraussetzungen auch deren Familienangehörige sowie die Hinterbliebenen (Witwen, Witwer, Waisen und Eltern).

Leistungsformen

Leistungsformen sind Geld-, Sach- und Dienstleistungen. Die Sach- und Geldleistungen sind abhängig von den wirtschaftlichen Verhältnissen der Leistungsberechtigten. Sie können aber im Einzelfall auch einkommens- und vermögensunabhängig erbracht werden, wenn der notwendige Bedarf ausschließlich durch die Folgen der Schädigung verursacht wird. Dieser Sachverhalt liegt beispielsweise bei den Kosten für Leerfahrten vom und zum Arbeitsplatz vor, wenn ein Opfer durch die gesundheitlichen Folgen einer Gewalttat fahruntauglich geworden ist und sich durch Angehörige zum Arbeitsplatz befördern lassen muss. Gehören Sie zu dem vorgenannten anspruchsberechtigten Personenkreis, können die im Folgenden benannten Leistungen für Sie möglich sein.

Die einzelnen Leistungen im Detail:

Hilfe zur Pflege

Wenn die Leistungen der Pflegekasse nicht ausreichen, Ihre Kosten für eine Pflege in Ihrem gewohnten häuslichen Bereich abzusichern, kann Hilfe zur Pflege in Betracht kommen. Dann können z.B. die Restkosten für einen beauftragten Pflegedienst übernommen oder weitergehende Geldleistungen erbracht werden.
Die Finanzierung eines Aufenthaltes in einer Einrichtung der Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege durch die LVR-Hauptfürsorgestelle ist möglich. Durch diese vorübergehende Versorgung können die pflegenden Angehörige entlastet werden.
Wenn die Pflege im häuslichen Bereich nicht mehr sichergestellt werden kann und eine Heimaufnahme erforderlich wird, kann die LVR- Hauptfürsorgestelle die Heimkosten übernehmen, die aus den eigenen Mitteln und der Leistung der Pflegekasse nicht beglichen werden können. In diesem Fall kann ein vorrangiger Anspruch der Pflegeeinrichtung auf Pflegewohngeld bestehen.

Pflegewohngeld

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Hilfe zur Weiterführung des Haushaltes

Wenn Sie wegen Krankheit, Behinderung oder Alter den Haushalt nicht mehr selbständig führen können und auch kein anderer Haushaltsangehöriger dies für Sie übernehmen kann, ist eine Unterstützung zur Weiterführung des Haushaltes möglich.
Ihnen soll somit der Verbleib in der vertrauten Umgebung ermöglicht werden.

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Altenhilfe

Die Altenhilfe soll dazu beitragen, altersbedingte Schwierigkeiten zu überwinden oder zu mildern und solange wie möglich eine eigenständige Lebensführung unterstützen.
Ihre Beratung und Hilfe bei der Beschaffung einer altersgerechten Wohnung und die Inanspruchnahme altersgerechter Dienste stehen hier im Vordergrund. Die LVR–Hauptfürsorgestelle bietet Ihnen ebenfalls Beratung und Unterstützung in allen Fragen einer stationären Aufnahme an.
Zudem können Ihnen Geldleistungen gewährt werden, wie etwa für einen altersgerechten Wohnungsumbau, für Mahlzeitendienste, für Haushaltshilfen, zum Besuch von Veranstaltungen, sowie für Besuchszwecke, damit Sie die Verbindung zu Ihren Verwandten und Bekannten aufrecht erhalten können.

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Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Wenn Sie wegen einer gesundheitlichen Schädigung Ihren erlernten Beruf nicht mehr ausüben können, einen Beruf deshalb nicht erlernen konnten oder die Berufsaufnahme nach Eintritt der Schädigung erschwert ist, kann Ihnen eine erstmalige Eingliederung oder eine Wiedereingliederung in Arbeit und Beruf ermöglicht werden.
Die LVR–Hauptfürsorgestelle unterstützt Sie hier bei Umschulung, Aus- und Weiterbildung. Ebenso können technische Arbeitshilfen, Eingliederungszuschüsse und andere Leistungen an Arbeitgeber finanziert werden.

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Erholungshilfe

Um Ihre Gesundheit oder Arbeitsfähigkeit zu erhalten oder zu verbessern, können Sie Erholungsmaßnahmen in Anspruch nehmen. Diese werden - je nach Wunsch - in Vertragshäusern der LVR-Hauptfürsorgestelle oder an Erholungsorten nach freier Wahl bezuschusst.
Sortiert nach Bundesländern finden Sie im vorliegenden Katalog die Häuser, mit denen die Kriegsopferfürsorge in Angelegenheiten der Erholungshilfe zusammenarbeitet.

Erholungsangebote der LVR-Hauptfürsorgestelle (PDF, 1,02 MB)

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Hilfen in besonderen Lebenslagen

Wenn Sie wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung der Unterstützung bedürfen, um ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen, sind zielgerichtete Leistungen der LVR-Hauptfürsorgestelle möglich.
Dazu zählen u.a. die Blindenhilfe, Darlehen und Beihilfen zur Beschaffung eines Kraftfahrzeugs, laufende Leistungen zum Unterhalt eines PKW bzw. für die Inanspruchnahme Dritter, wenn Sie wegen Ihrer gesundheitlichen Einschränkungen öffentliche Verkehrsmittel nicht nutzen können. Die LVR–Hauptfürsorgestelle kann ebenso die Kosten in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen oder in einem Wohnheim für behinderte Menschen übernehmen. Finanziell unterstützt wird auch das ambulant betreute Wohnen, das besonders für Menschen mit psychischen Behinderungen gedacht ist.

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Krankenhilfe

Die LVR–Hauptfürsorgestelle kann in Ausnahmefällen die Kosten für ärztliche oder medizinische Behandlungen übernehmen. Ansprüche gegen eine Krankenkasse oder im Rahmen der Heil- und Krankenbehandlung gehen der Krankenhilfe vor.

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Erziehungsbeihilfe

Wenn Sie eine Beschädigtengrundrente beziehen, können Sie für Ihre Kinder Erziehungsbeihilfe beantragen. Auch Waisen sind antragsberechtigt. Damit soll Kindern bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres der angemessene Bedarf für Erziehung, Ausbildung und Lebensunterhalt gesichert werden.

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Wohnhilfen

Erfordert Ihr gesundheitlicher Zustand die behinderungsgerechte Umgestaltung Ihres Wohnraums, fördert die LVR–Hauptfürsorgestelle die notwendigen baulichen Veränderungen wie z.B. den Badumbau, den Einbau eines Treppenlifts oder einer Rollstuhlrampe. Diese Leistung kommt für Wohnungen im Eigentum ebenso wie für Mietwohnungen in Betracht.

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Ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt

Die ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt soll Ihren angemessenen Bedarf des täglichen Lebens sicherstellen. Sofern die übrigen Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz und Ihre eigenen Mittel (Einkommen und Vermögen) nicht ausreichen, Ihre Lebenshaltungs- und Unterkunftskosten zu bestreiten, kann Ihnen „ergänzende Hilfe“ geleistet werden. Möglich sind auch einmalige Beihilfen wie etwa für Umzugs- und Heizkosten.

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Broschüre "Kriegsopferfürsorge"

Die wichtigen Leistungen der LVR-Hauptfürsorgestelle im Rahmen der Kriegsopferfürsorge finden Sie auch in in der Broschüre "Kriegsopferfürsorge" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Mit dem folgenden Link leiten wir Sie auf die Internetseite des BMAS, damit Sie dort die Broschüre in der aktuellen Ausgabe in Schriftform bestellen oder auch direkt downloaden können.

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Möchten Sie einen Antrag auf Zahlung bzw. Weiterzahlung einer Leistung der Kriegsopferfürsorge stellen, können Sie den hier hinterlegten Vordruck verwenden:

Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter!

Allgemeine und weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen BIH.