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Erste Schritte und allgemeine Informationen für Opfer von Gewalttaten

Leistungen für Opfer von Gewalttaten

Wer in Deutschland Opfer einer Gewalttat wird, hat unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf staatliche Entschädigung. Diese Voraussetzungen sind im Opferentschädigungsgesetz (OEG) geregelt. Dessen wichtigstes Ziel ist es, die körperliche und seelische Gesundheit der Betroffenen so weit wie möglich wieder herzustellen und somit die gesellschaftliche und berufliche Teilhabe wieder zu ermöglichen.

Die Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz werden nach den Vorschriften des Bundesversorgungsgesetzes gewährt. Der Landschaftsverband Rheinland berät und informiert Opfer von Gewalttaten und ihre Angehörigen.

Hier finden Sie Hinweise und Informationen

Info-Hotline für Opfer von Gewalttaten und ihre Angehörigen

Die Info-Hotline ist kostenlos. Von jedem Festnetzanschluss in Nordrhein-Westfalen aus werden Sie über diese Nummer direkt mit einem geschulten Ansprechpartner verbunden:

0800 - 654 - 654 - 6

Voraussetzungen für Leistungen der Opferentschädigung

Opferentschädigung beantragen kann derjenige, der Opfer einer Gewalttat geworden ist – im Sinne des Gesetzes ist damit ein „vorsätzlicher, rechtswidriger, tätlicher Angriff gegen die Person" gemeint. Zuständig ist das Bundesland, in dem die Gewalttat begangen wurde. In Nordrhein-Westfalen sind die Landschaftsverbände seit dem 1. Januar 2008 für diese Leistung zuständig, im Rheinland also der LVR.

Neben den betroffenen geschädigten Menschen selbst können auch Hinterbliebene, also Witwen und Witwer oder Eltern und Kinder, einen Anspruch auf Opferentschädigung haben.

Die Leistung wird abgelehnt, wenn ein Mitverschulden des Opfers vorliegt oder die betroffene Person durch fehlende Mitwirkung die Aufklärung der Straftat behindert.

Das Gesetz gilt für Ansprüche aus Gewalttaten, die nach dem 15. Mai 1976 in Deutschland begangen worden sind.

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