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Opfer von Krieg und Gewalt

Ausgehend von der Verantwortung des Staates für die Opfer der beiden Weltkriege wurde seit Anfang der 50er Jahre über diese ursprüngliche Zielgruppe hinaus das Soziale Entschädigungsrecht erweitert und fortentwickelt.

Heute können auch andere Gruppen Leistungen aus dem Sozialen Entschädigungsrecht erhalten. Damit leistet der Staat eine Wiedergutmachung für Schäden an Leben und Gesundheit. Mögliche Leistungsempfänger sind neben den Kriegsopfern beispielsweise Soldaten und Zivildienstleistende, aber auch Opfer von Gewalttaten, Impfgeschädigte oder Opfer des SED-Unrechts in der ehemaligen DDR.
Zudem können die Angehörigen und Hinterbliebenen dieser Personen unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen erhalten.

Die Unterstützungsleistungen können finanzieller Art sein (zum Beispiel Renten, Übernahme von Behandlungskosten, Pflegezulagen usw.) oder in einer Sachleistung bestehen (orthopädische Versorgung, Badekuren, Erholungsaufenthalte etc.). Dabei gilt generell ein zweistufiger Aufbau der Hilfen: Für die grundlegenden Leistungen der wirtschaftlichen und gesundheitlichen Versorgung ist die Kriegsopferversorgung zuständig. Darüber hinaus gehende Unterstützung kann im Rahmen der Kriegsopferfürsorge geleistet werden.

Landschaftsverbände übernehmen Aufgaben der Versorgungsämter

Für die Leistungen der Kriegsopferversorgung und einer Reihe anderer Unterstützungsmöglichkeiten auf Grundlage des Bundesversorgungsgesetzes waren bis Ende 2007 die elf Versorgungsämter in Nordrhein-Westfalen zuständig. Nach der Auflösung der Versorgungsverwaltung zum 1.1.2008 haben die beiden Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe diese Aufgaben übernommen. Hier lag auch bisher schon die Zuständigkeit für die Kriegsopferfürsorge . Im folgenden informieren wir Sie über die Unterstützungsmöglichkeiten und Voraussetzungen im Rahmen des Sozialen Entschädigungsrechts.

Siehe Leistungen

Mehr Informationen zu folgenden Themen:

  • Kriegsopfer und Hinterbliebene

    Verschiedene Renten und andere finanzielle Leistungen sichern die wirtschaftliche Versorgung von Kriegsopfern, ihren Angehörigen und Hinterbliebenen. Mehr Informationen
  • Opfer von Gewalttaten

    Wer in Deutschland Opfer einer Gewalttat wird hat unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf staatliche Entschädigung. Diese Voraussetzungen sind im Opferentschädigungs-Gesetz (OEG) geregelt. Mehr Informationen
  • Soldaten

    Soldaten der Bundeswehr, die bei der Ausübung ihrer Pflichten gesundheitliche Schäden erlitten haben, können staatliche Entschädigungsleistungen erhalten. Dies gilt auch für Angehörige. Mehr Informationen
  • Zivildienstleistende

    Zivildienstleistende, die bei der Ausübung ihrer Pflichten gesundheitliche Schäden erlitten haben, können staatliche Entschädigungsleistungen erhalten. Dies gilt auch für Angehörige. Mehr Informationen
  • Impfgeschädigte Menschen

    Menschen, die durch vorgeschriebene oder öffentlich empfohlene Impfungen geschädigt wurden, können Leistungen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) erhalten. Dies gilt auch für Angehörige und Hinterbliebene. Mehr Informationen
  • DDR-Häftlinge

    Deutsche Staatsangehörige und deren Hinterbliebene, die aus politischen Gründen in der ehemaligen DDR oder in den im Bundesvertriebenengesetz genannten Vertreibungsgebieten inhaftiert worden sind und dadurch eine gesundheitliche Schädigung erlitten haben, sind nach dem Häftlingshilfegesetz (HHG) anspruchsberechtigt im Rahmen des Sozialen Entschädigungsrechts. Mehr Informationen
  • Beratung vor Ort

    Der Fachbereich Soziales Entschädigungsrecht bietet regelmäßig Außensprechtage an, um Ihnen den Weg zu erleichtern. Mehr Informationen