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Erfahrungsbericht Hannah Steinhausen

Hannah Steinhausen

Hannah Steinhausen an ihrem Ausbildungsplatz

Mein Name ist Hannah Steinhausen und ich bin 21 Jahre alt.

Am 01.09.2018 habe ich das duale Studium zum Bachelor of Laws im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst beim LVR begonnen. Der Schwerpunkt meines Studienganges liegt dabei insbesondere im rechtlichen Bereich.

Das Studium beginnt jedes Jahr am 1. September und dauert 3 Jahre. In dieser Zeit sind wir Landesinspektorenanwärter und absolvieren das duale Studium im Beamtenverhältnis auf Widerruf.

Der große Vorteil: Abwechslung zwischen Theorie und Praxis!

Die gesamte Ausbildung ist aufgeteilt in unterschiedliche Bereiche. Einerseits lernen wir die praktische Arbeit in der öffentlichen Verwaltung in fünf verschiedenen Praxisabschnitten kennen und andererseits erlernen wir die Theorie in vier Semestern an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV NRW) Standort Köln.

Die fünf Praxisabschnitte, die beim LVR zu absolvieren sind, finden insbesondere in den Bereichen "Organisation, Personalmanagement und Personalrecht", "Finanzmanagement", "Ordnungsverwaltung" und "Leistungsverwaltung" statt.

Das Studium an der Fachhochschule unterscheidet sich stark von einem normalen Hochschulstudium: An der HSPV sind die Kurse im Klassenverband organisiert, wobei ein Kurs aus etwa 25-30 Studierenden verschiedener Einstellungsbehörden besteht.

Der Wochenalltag an der HSPV NRW ähnelt einem Stundenplan, der von der Verwaltung der HSPV NRW festgelegt wird. In den ersten drei Semestern werden unter anderem die Module Kommunalrecht, Allgemeines Verwaltungsrecht, Zivilrecht, Europarecht, Personal- und Beamtenrecht, Sozialrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht, externes Rechnungswesen, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftlichkeitsrechnung, Psychologie, Soziologie und Politikwissenschaften unterrichtet. Hinzu kommen im vierten Semester zwei Wahlpflichtmodule, wie zum Beispiel Verwaltungsenglisch oder auch Qualitätsmanagement. Welche Module wir wählen, können wir anhand unserer Interessen entscheiden!

Die Prüfungsleistungen sind zumeist Klausuren oder Fachgespräche sowie eine Seminar- und eine Hausarbeit. Ungefähr in der Mitte des Studiums gibt es eine neunwöchige Projektphase, in der wir in Gruppen eigenständig ein Projekt, welches von einem Dozenten betreut wird, bearbeiten.

Das Studium endet mit der Bachelorarbeit und einem Kolloquium.

Doch auch das Gehalt spricht für sich:

Aktuell belaufen sich die Anwärterbezüge auf 1.355,68 Euro brutto im Monat. Netto bleiben bei mir etwa 1.230 Euro übrig. Davon sind aber auch schon 68 Euro für ein Jobticket im KVB-Gebiet sowie Vermögenswirksame Leistungen abgezogen. Die Anwärterbezüge erhalten wir jedoch nicht nur in den Praxisabschnitten, sondern auch während der Studienabschnitte an der HSPV NRW! Außerdem stehen uns 30 Tage Urlaub im Jahr zu.

Für das duale Studium beim LVR sprechen aber nicht nur die Besoldung und der Wechsel zwischen Studien- und Praxisabschnitten, sondern auch die Vielseitigkeit der Aufgaben- und Einsatzgebiete innerhalb des LVR! Diese sorgen dafür, dass wir Abwechslung erleben und zahlreiche Erfahrungen sammeln können. Mir gefällt sehr, dass der LVR rheinlandweit tätig ist und auch ein wohnortnaher Einsatz, zum Beispiel im Landesmuseum Bonn, möglich ist. Der LVR ist dabei vor allem nicht „typisch Behörde“, sondern unterscheidet sich in der Art der Aufgabengebiete von einer normalen Stadtverwaltung.

Ich hoffe, ich konnte mit meinem Bericht über das Studium zum Bachelor of Laws euer Interesse nicht nur für den Beruf, sondern auch für den LVR als Arbeitgeber wecken und dass wir uns bald mal über den Weg laufen werden!