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Pressemeldung

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Newsletter Soziales 5/2018

LVR fördert Bauprojekte für Menschen mit und ohne Behinderung

City inklusive – das Bau- und Wohnprojekt der Josefs-Gesellschaft Troisdorf / Foto: Manos Meisen, Architekturbüro „schultearchitekten“

Mit bis zu zwei Millionen Euro pro Jahr unterstützt der Landschaftsverband Rheinland (LVR) künftig Bauprojekte mit inklusivem Charakter. Damit sind Projekte gemeint, die das gemeinschaftliche Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung fördern. Das Projekt dient dem Ziel, ein nachbarschaftliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung unter einem Dach zu etablieren. Deshalb zielt das Programm auf den Bau von Mehrparteien-Gebäuden. Bedingung ist, dass mindestens 30 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner mit Behinderung in solchen Wohnprojekten leben.

Maximal bezuschusst der LVR bis zu 200.000 Euro pro Projekt. Antragsberechtigt sind natürliche sowie juristische Personen. Somit können also Investoren und Baugesellschaften ebenso wie Eltern oder Selbsthilfe-Verbände Anträge stellen. Bei Antragstellung muss die Finanzierung gesichert sein, beispielsweise in Form einer Absichtserklärung der Bank.

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Modellprojekt „NePTun“ - Auftaktveranstaltung am 4. Februar in Köln

Mit den Pflegestärkungsgesetzen der letzten Jahre wurde das Recht der Pflegeversicherung und das der Hilfe zur Pflege umfassend reformiert. Der damit einhergehende neue Pflegebedürftigkeitsbegriff ist weiter als zuvor gefasst und teilhabeorientierter formuliert. Mit dem Bundesteilhabegesetz wird das Recht der Eingliederungshilfe ebenfalls umfassend reformiert. Viele Menschen mit Behinderung erfüllen sowohl die Voraussetzungen für Leistungen der Eingliederungshilfe als auch für Pflegeleistungen. Der Gesetzgeber hat entschieden, dass diese Leistungen gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Das beim LVR-Dezernat Soziales angesiedelte Modellprojekt NePTun untersucht mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Heilpädagogik, Pflegewissenschaft, Recht und Verwaltung diese Schnittstellenproblematik. NePTun steht für „Neue Grundlagen von Pflege und Teilhabe – Instrument zur Abgrenzung von Eingliederungshilfe- und Pflegeleistungen“. Das Projekt wird finanziell vom Bundesarbeitsministerium im Rahmen der modellhaften Erprobung des Bundesteilhabegesetzes gefördert.

Bei einer Kick-off-Veranstaltung am Montag, dem 4. Februar 2019 in Köln stellt sich das Modellprojekt NePTun der interessierten Fachöffentlichkeit vor. Die Gäste dürfen auf zwei Fachvorträge aus Pflegewissenschaft und Heilpädagogik sowie eine Gesprächsrunde zum Thema „Teilhabe und Pflege gestalten – Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis“ gespannt sein. Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldeschluss ist der 11. Januar.

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LVR-Dialog Inklusion und Menschenrechte: Austausch auf Augenhöhe

Der LVR-Ausschuss für Inklusion und sein Beirat für Inklusion und Menschenrechte lud am 6. Dezember 2018 erneut zum LVR-Dialog Inklusion und Menschenrechte nach Köln. Schwerpunktthema der zum zweiten Mal ausgerichteten Dialog-Veranstaltung war die vor 70 Jahren verabschiedete Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Hierzu tauschten sich die 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der NRW-Behindertenbeauftragten Claudia Middendorf sowie weiteren Gästen aus.

Dr. Nina Mika-Helfmeier, Leiterin der Stabsstelle Kultur der StädteRegion Aachen, stellte das Projekt „Foto-Koffer“ vor, das auf anschauliche Art die Grundsätze der Menschenrechte für Schülerinnen und Schülern und andere Interessenten vermittelt. Der Landesgeschäftsführer des Paritätischen NRW, Christian Woltering, präsentierte die Kampagne „Mensch, du hast Recht!“, die öffentlichkeitswirksam für das Thema Menschenrechte sensibilisiert. In verschiedenen Workshops diskutierten Betroffene, Vertreter von Selbsthilfeverbänden, Verantwortliche aus LVR-Politik und Verwaltung den Stand der Inklusion und die Handlungsbedarfe und Einzelprobleme auf dem Weg zu einer Gesellschaft für alle.
Die Dokumentation der Veranstaltung erfolgt im nächsten Jahresbericht „Gemeinsam in Vielfalt 2019“, der im LVR-Internet zur Verfügung gestellt werden wird.

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Kooperationsprojekt frauen.stärken.frauen zum Gewaltschutz gestartet

Im September startete in den Räumlichkeiten des LVR in Köln-Deutz die Ausbildung für Frauen mit Lernschwierigkeiten zur Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungs-Trainerin (WenDo). 13 Teilnehmerinnen mit Lernschwierigkeiten und 10 Tandem-Partnerinnen ohne Lernschwierigkeiten lernten sich gegenseitig kennen und besprachen Wege und Möglichkeiten des Ausbildungsprojekts, wie die inklusiven Teams zusammenarbeiten können. Dabei wurden sowohl Selbstverteidigungs-Techniken für gefährliche Situationen als auch Selbstbehauptungsmethoden wie Körpersprache und innere Entschlossenheit mit viel Engagement und Spaß trainiert.

Das Ausbildungsprogramm umfasst einige mehrtägige Seminare über einen Zeitraum von 2 ½ Jahren und wird vom Zentrum für inklusive Bildung und Beratung (ZIBB e.V., Dortmund) in Kooperation mit dem LVR durchgeführt. Gefördert wird das Ausbildungsprogramm durch die Aktion Mensch. Bei Interesse an der Ausbildung oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Rosa Schneider (0231-1897109, info@zibb-beratung.de).

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Fachtagung „Beratung für Frauen inklusiv gestalten“ am 21. März in Köln

Kommunale Frauenbüros, Gleichstellungs- und Frauenberatungsstellen sind Anlaufstellen für alle Frauen in Krisen- und Problemsituationen: für junge wie alte Frauen, für Mütter, Frauen mit Migrationshintergrund oder auch für Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen. Wie können die Mitarbeiterinnen und Beraterinnen dort dieser diversen Zielgruppe gerecht werden? Und insbesondere auch die Bedarfe von Frauen mit Behinderung besser berücksichtigen?

In einer Fachtagung möchte der LVR die derzeitige Situation der Beratungslandschaft für Frauen in NRW mit den Mitarbeiterinnen und Beraterinnen der Anlaufstellen reflektieren und insbesondere für die Belange von Frauen mit Behinderungen sensibilisieren. Darüber hinaus werden gute Beispiele aus der Praxis vorgestellt und in verschiedenen Workshops notwendige Kenntnisse und praktische Fähigkeiten für eine „inklusive“ Beratungstätigkeit vermittelt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldeschluss ist der 28. Februar.

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Tag der Begegnung am 25. Mai in Köln

Der Rheinpark bietet viel Platz für Zehntausende Gäste der Ausstellung beim Tag der Begegnung. / Foto: Uwe Weiser (LVR)

Zum 20. Mal feiert der Landschaftsverband Rheinland (LVR) im kommenden Jahr den „Tag der Begegnung“. Am Samstag, dem 25. Mai 2019 erwartet der LVR wieder mehrere zehntausend Gäste aus dem gesamten Rheinland – damit ist es das größte Fest für Menschen mit und ohne Behinderung in Europa. Verbände, Vereine, Initiativen, gemeinnützige Träger sowie viele Unternehmen präsentieren sich und ihre Arbeit an etwa 200 Ständen – und jeder hat eine Mitmachaktion im Angebot. Das LVR-Dezernat Soziales bietet wieder eine inklusive Kreativwerkstatt an.

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