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Pressemeldung

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Newsletter Soziales 2/2019

Inklusive Bauprojektförderung: Sozialausschuss empfiehlt Förderung für Wohnprojekt in Oberhausen

Der Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen Alsbachtal e.V. betreibt bereits das inklusive Wohn- und Nachbarschaftsprojekt "Wir am Mattlerbusch".

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) fördert seit diesem Jahr mit der Vergabe von Zuschüssen den Bau inklusiver Wohnprojekte, in denen Menschen mit und ohne Behinderungen unter einem Dach gemeinsam nachbarschaftlich wohnen und leben können.

Der Sozialausschuss hat in seiner Sitzung am 9. April eine weitere konkrete Projektförderung empfehlend beschlossen. Demnach erhält der Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen Alsbachtal e.V. für den Bau eines Wohnhauses in Oberhausen einen Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro. Das Wohnhaus soll 12 Wohneinheiten für 21 Menschen mit und ohne Behinderung umfassen. Als zentraler Punkt des Neubaus ist eine Begegnungsstätte geplant. Dort soll ein Erlebnisraum geschaffen werden, in dem der Kontakt und die Begegnung mit den Menschen, die im bzw. am Alsbachtal wohnen und leben, gefördert werden. Die abschließende Entscheidung trifft der Landschaftsausschuss am 16. Mai.

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ISG-Studie zur Frühförderung: Handlungsempfehlungen für die Landschaftsverbände

Die Landschaftsverbände haben mit dem Ausführungsgesetz zum Bundesteilhabegesetz in Nordrhein-Westfalen (AG-BTHG NRW) als Träger der Eingliederungshilfe auch die Zuständigkeit für die Frühförderung von Kindern im Vorschulalter erhalten, die sie zum 01.01.2020 übernehmen. Die bisherigen Strukturen auf der örtlichen Ebene sind sehr heterogen. Um das Ziel des Gesetzes zu erreichen, gleiche Lebensverhältnisse in der Frühförderung in ganz NRW zu schaffen, haben die Landschaftsverbände das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik e.V. (ISG) mit der Erhebung und Analyse der Frühförderstrukturen beauftragt. Die nun vorliegenden Ergebnisse der Studie beinhalten verschiedene Handlungsempfehlungen für die Landschaftsverbände, die sich u.a. auf die Information der Beteiligten, den Aufbau von Strukturen, die Form und den Zeitpunkt der Fallübernahme sowie auf die zu erwartende Fallzahlentwicklung beziehen. Wichtig erscheint besonders der Hinweis, dass eine auf zwei Jahre befristete Delegation der Bearbeitung der Bestandsfälle an die örtlichen Träger empfohlen wird, um einen reibungslosen Übergang gestalten zu können.
Der Abschlussbericht der Studie wurde dem Sozialausschuss in seiner Sitzung am 9. April vorgestellt und ist online abrufbar.

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Video-Clip erklärt Änderungen bei stationären Wohnleistungen für Menschen mit Behinderung

Zum 1. Januar 2020 tritt eine weitere Änderung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) in Kraft: Menschen mit Behinderung, die in stationären Wohneinrichtungen leben, erhalten künftig das Geld für ihren Lebensunterhalt, für Wohnen, Essen und Kleidung, vom Sozialamt des Ortes, aus dem sie kommen. Die fachliche Unterstützung finanzieren und bearbeiten weiterhin, wie bisher, die Landschaftsverbände. Der Fachbegriff dafür lautet: Trennung von Existenzsicherung und Fachleistung. Die Diakonische Stiftung Wittekindshof, selbst ein großer Anbieter von unterschiedlichen Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderung und tätig in der Region Münsterland, Ostwestfalen und Ruhrgebiet, erklärt in einem Videoclip die Änderungen in allgemein-verständlicher Sprache. Der 3-Minuten-Clip ist auf youtube abrufbar.

Die Landschaftsverbände LVR und LWL hatten bereits im Februar in einem Schreiben die Leistungsberechtigten und Leistungsanbieter von heutigen stationären Wohnleistungen über die Umstellung ab 2020 informiert.

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Frauenberatung meets Inklusion

Kommunale Gleichstellungs- und Frauenberatungsstellen sind Anlaufstellen für alle Frauen in Krisen- und Problemsituationen: unabhängig von Alter, Migrationshintergrund oder auch Behinderung. Frauen mit Behinderungen erfahren fast doppelt so oft Gewalt wie Frauen ohne Behinderung. Jedoch nehmen nur wenige Betroffene die Angebote zur Beratung und Unterstützung in Anspruch. Woran liegt das, und vor allem: wie lässt sich das ändern? Wie gelingt es, inklusive Beratungsangebote so zu gestalten, die Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen gerecht werden? Das war Thema einer LVR-Fachtagung mit rund 100 Teilnehmenden am 21. März in Köln.

Verschiedene Expertinnen aus der kommunalen Gleichstellungsarbeit, dem Dachverband der autonomen Frauenhäuser und der Selbsthilfe für Frauen und Mädchen mit Behinderung analysierten die bestehende Situation: zu wenig Personalressourcen, zu wenig spezielles Know-How beim Umgang mit Behinderung und zu viele Barrieren verhinderten oft eine inklusive Nutzung der bestehenden Beratungsangebote durch alle Frauen, so das Fazit. Aber bestehende best-practise-Beispiele wie das Solinger Frauenforum zeigten, dass es auch anders geht. In verschiedenen Workshops gab es zudem praktische Hinweise, wie Barrieren in den Beratungsstellen und in den Köpfen überwunden werden können.

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Teilhabeplanverfahren in den rheinischen Werkstätten umgestellt

Seit dem 1. Januar 2019 gilt ein verändertes Verfahren bei der Aufnahme in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Die bisherige Beteiligung des Fachausschusses entfällt und wird ersetzt durch das im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes eingeführte Teilhabeplanverfahren. Daraus ergeben sich neue Herausforderungen an die trägerübergreifende Zusammenarbeit der die beteiligten Rehabilitationsträger. Auf Basis der gesetzlichen Anforderungen an das Teilhabeplanverfahren und einer bundesweiten Orientierungshilfe der beteiligten Reha-Träger haben sich die Leistungsträger in Nordrhein-Westfalen auf eine gemeinsame Rahmenvereinbarung verständigt, die das Ziel verfolgt die Verwaltungs- und Kommunikationsprozesse zwischen allen Beteiligten klar zu strukturieren und für den Menschen mit Behinderung zu vereinfachen. Dafür sind die bisherigen Erkenntnisse aus den früheren Prozessen sowie Verbesserungsvorschläge der Werkstatt-Träger berücksichtigt worden.

Eine erste Auswertung zeigte grundsätzlich positive Ergebnisse; gleichwohl werden weitere Veränderungen erforderlich sein, zum Beispiel im Zuge der Einführung des neuen Bedarfsermittlungsinstrumentes BEI_NRW. Dies wird auch in Zukunft in einem partizipativen Prozess mit Rückkopplungen zwischen den Beteiligten erfolgen.

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Modellprojekt "Begleitete Elternschaft NRW": Pilotregion im Rheinland gesucht

Der Verein MOBILE – Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Planung und Evaluation der Universität Siegen das Modellprojekt "Begleitete Elternschaft NRW" auf den Weg gebracht. Bis Ende 2020 sollen Empfehlungen entwickelt werden, wie insbesondere Eltern mit einer geistigen Behinderung oder Lernschwierigkeiten und ihre Kinder durch die beteiligten Leistungs- und Kostenträger unterstützt werden können.

Die entwickelten Materialien sollen ab Mitte 2019 in zwei Pilotregionen erprobt, evaluiert und weiterentwickelt werden. Ein Kooperationspartner in der Pilotierung ist das Jugendamt der Stadt Sundern (Westfalen). Ein Kooperationspartner im Rheinland wird noch gesucht. Der LVR und der LWL wirken im Beirat des Projektes mit und werden aus der Perspektive des Landesjugendamtes sowie als Träger der Eingliederungshilfe an Fachgesprächen beteiligt sein. Ziel des Modellprojektes ist es, dass Kinder von Müttern und Vätern mit Lernschwierigkeiten in NRW regelhaft die Möglichkeit haben, bei ihren Eltern aufzuwachsen.

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Stiftung Anerkennung und Hilfe verlängert Anmeldefrist

Menschen, die als Kinder oder Jugendliche in den 50er- bis 70er-Jahren in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in psychiatrischen Kliniken lebten, haben oft unfassbares Leid und Unrecht erfahren. Viele von ihnen leiden bis heute unter den Folgen der seelischen und körperlichen Grausamkeiten.
Die von Bund, Ländern und Kirchen errichtete Stiftung Anerkennung und Hilfe zahlt betroffenen Menschen Geld zur Linderung der Folgewirkungen. Auch wer arbeiten musste, ohne dass Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden, kann finanzielle Leistungen erhalten. Die Anmeldefrist für Ansprüche wurde nun um ein Jahr verlängert. Bis zum Ende des Jahres 2020 können sich Betroffene noch bei den Anlauf- und Beratungsstellen der Stiftung melden.
Die Stiftung Anerkennung und Hilfe schätzt, dass rund 3.300 Menschen in NRW Leistungen erhalten können. Rund 1.100 Menschen aus dem rheinischen Landesteil haben sich bis heute bei der Anlauf- und Beratungsstelle des LVR gemeldet.

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Jubiläums-Programm für den 20. Tag der Begegnung steht fest

Pop Nights feat. Culcha Candela, Leslie Clio und Jochen Distelmeyer / Foto: Katja Kuhl, Ralph K. Penno, Sven Sindt

Das 20. Jubiläum des „Tags der Begegnung“ am 25. Mai 2019 im Kölner Rheinpark und Tanzbrunnen begeht der Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit einem verlängerten Programm auf drei Bühnen. Alle Bühnen werden nahezu durchgängig bespielt, sodass Festival-Feeling im Rheinpark herrschen wird.
Ebenfalls neu im Jubiläumsjahr ist das Abendprogramm ab 18 Uhr mit den Hauptacts: Die multikulturelle Band Culcha Candela gehört zu den erfolgreichsten Partybands Deutschlands, Leslie Clios Hits wie „I Couldn’t Care Less“ sind seit Jahren in den deutschen Charts vertreten. Blumfeld-Sänger Jochen Distelmeyer bereichert das Abendprogramm mit seinen philosophisch-klugen Songs.

Der Abschluss des „Tages der Begegnung“ ist gleichzeitig der Start des Sommerblut-Kulturfestivals 2019. Eröffnet wird das Fest von der Band Druckluft. Die 13 Musiker*innen setzen mit viel Brass und jeder Menge kölschem Lebensjeföhl die Gäste in Schwingung.
Das gesamte Programm wird simultan in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Der Eintritt ist frei.

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LVR-Stellenangebote

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist regelmäßig auf der Suche nach qualifiziertem Personal. Mit rund 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter vielen Teilzeitbeschäftigten, ist der LVR einer der größten kommunalen Arbeitgeber im Rheinland. Sein vielfältiges Aufgabengebiet bietet berufliche Perspektiven sowohl in pflegerischen und sozialen als auch verwaltungstechnischen und handwerklichen Berufen. Sie haben Interesse an einer Stelle beim Landschaftsverband Rheinland? Stellenangebote des LVR-Dezernates Soziales sind der Rubrik „Verwaltung“ zugeordnet.

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