Zum Inhalt springen

Auswahl der Sprachversion

Pressemeldung

Zurück zur Übersicht

Newsletter Soziales 3/2019

Video-Clip erklärt Änderungen bei Trennung der Leistungen für Menschen mit Behinderung in Wohneinrichtungen

Das LVR-Dezernat Soziales hat einen Videoclip über die Änderungen bei stationären Wohnleistungen für Menschen mit Behinderung veröffentlicht. Zum 1. Januar 2020 erhalten Menschen mit Behinderung in stationären Wohneinrichtungen, die kein oder nicht ausreichend eigenes Einkommen haben, das Geld für ihren Lebensunterhalt (Wohnen, Essen, Kleidung, Taschengeld etc.) vom Sozialamt des Ortes, aus dem sie kommen. Die fachliche Unterstützung finanzieren und bearbeiten weiterhin, wie bisher, die Landschaftsverbände. Der Fachbegriff dafür lautet: Trennung von Existenzsicherung und Fachleistung; diese Trennung der Leistungen ist Folge der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes. Der 3-minütige Clip erklärt in allgemein-verständlicher Sprache, was Menschen mit Behinderung in Einrichtungen und ihre Angehörigen oder Betreuer*innen tun müssen und wie die Veränderungen gut zu bewältigen sind. Der Clip ist in Kooperation mit der Diakonischen Stiftung Wittekindshof entstanden und auf dem youtube-Kanal des LVR abrufbar.

Nach oben

60 Beratungsstellen starten „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ in NRW

Für Menschen mit Behinderungen gibt es in Nordrhein-Westfalen ein neues, flächendeckendes und kostenfreies Netz aus 60 Beratungsstellen.
Ein wesentliches Merkmal dieser „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ ist der besondere Beratungsansatz. Die Berater*innen sind Menschen, die eigene Erfahrungen mit Behinderungen haben. Diese Beratung von Betroffenen durch Betroffene ist ein Mehrwert für die Beratungslandschaft und wurde im Zuge des Bundesteilhabegesetzes ausdrücklich von den Behindertenverbänden und -organisationen gefordert.

Die in Nordrhein-Westfalen bereits bestehenden „Kompetenzzentren selbstbestimmt Leben“ haben den Aufbau der EUTB eng begleitet und unterstützt. Sie fungieren in den Regierungsbezirken als regionale Knotenpunkte, um die EUTB in die bereits vorhandene Beratungslandschaft einzubinden.

Nach oben

Ausbau der Peer-Beratung gestartet

Zwei Frauen sitzen am Tisch und unterhalten sich
Bild Großansicht
Das LVR-Dezernat Soziales hat in einem mehrjährigen Modell- und Forschungsprojekt zehn Anlaufstellen im Rheinland für Peer Counseling gefördert und die erprobten Konzepte evaluiert. Die Erkenntnisse werden genutzt, um Peer Counseling in den Regionen fortzuführen. Foto: Peer-Counseling-Projekt in Aachen

Im Rheinland bieten derzeit fünf Kontakt-, Koordinierungs- und Beratungsstellen (KoKoBe) die Möglichkeit der Peer-Beratung an – also die Beratung durch Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung. Dieses Angebot ist gestartet in den KoKoBe in Aachen, Bonn, Köln, im Kreis Viersen und im Rheinisch-Bergischen-Kreis und soll schrittweise weiter ausgebaut werden. Derzeit gibt es rund 40 Peer-Berater*innen, die in Zusammenarbeit mit der KoKoBe beraten.

Alle fünf KoKoBe-Standorte sind mit dem Aufbau von Öffentlichkeitsarbeit befasst, um sowohl Ratsuchende über das Angebot zu informieren als auch weitere Interessierte für die Peer-Beratung zu gewinnen. Eine neue Schulungsreihe Peer-Beratung ist noch für das Jahr 2019 geplant. Der LVR fördert das Peer-Beratungsangebot unter dem Dach der KoKoBe mit 40.000 Euro pro Standort jährlich.

Verlängerung des freien Eintritts in die LVR-Museen bis 2024

Menschen mit Behinderung, die Leistungen der Eingliederungshilfe des LVR erhalten, haben weiterhin freien Eintritt in die Museen des LVR. Der LVR-Sozialausschuss hat am 25. Juni einstimmig empfohlen, die Regelung bis Dezember 2024 zu verlängern. Die endgültige Entscheidung trifft der LVR-Landschaftsausschuss am 05. Juli. Wer Unterstützung zum Wohnen erhält, in einer Werkstatt für behinderte Menschen – oder künftig bei einem sogenannten „anderen Anbieter“ - beschäftigt ist oder eine Tagesstätte für Menschen mit psychischen Behinderungen besucht, kann demnach bei Vorlage eines Berechtigungsausweises, gemeinsam mit einer Begleitperson, kostenlos die LVR-Museen besuchen. Dem berechtigten Personenkreis wird dieser Berechtigungsausweis automatisch zugesendet.

Nach oben

Bundesweiter Kennzahlenvergleich der Eingliederungshilfe 2017 veröffentlicht: LVR ist Vorreiter bei ambulanter Wohnunterstützung

2017 erhielten rund 413.200 Menschen mit Behinderungen bundesweit eine ambulante oder stationäre Wohnunterstützung der Eingliederungshilfe – gut 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Etwa die Hälfte der erwachsenen Leistungsberechtigten mit Leistungen zum Wohnen wird stationär betreut (50,4 Prozent). Die Zahl der Menschen in stationären Wohneinrichtungen sinkt bundesweit um 0,1 Prozent – zum ersten Mal seit Beginn des Kennzahlenvergleichs vor 20 Jahren. Dies geht aus dem aktuellen Kennzahlenvergleich Eingliederungshilfe der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe (BAGüS) hervor, über den die Verwaltung jetzt im LVR-Sozialausschuss berichtete.

Im Rheinland leben bereits 63 Prozent der Menschen mit Behinderungen selbstständig mit ambulanter Unterstützung. Damit erreicht der LVR wie in den Vorjahren den dritthöchsten Wert im Bundesgebiet, hinter den Stadtstaaten Berlin und Hamburg. Insgesamt unterstützt der LVR etwa 58.500 Menschen beim ambulanten oder stationären Wohnen. Die Zahl der Menschen in Wohneinrichtungen geht zurück, während die Zahl der Leistungsberechtigen mit ambulanter Wohnunterstützung um 2,8 Prozent gestiegen ist. Leichte Steigerungsraten sind auch bei den Fallzahlen im Bereich Arbeit und Beschäftigung zu verzeichnen. Bundesweit sind 311.200 Personen in einer Werkstatt für behinderte Menschen oder einer Tagesförderstätte beschäftigt.

Nach oben

Kurzzeitwohnen: Weitere Platz-Ausbau im Rheinland

Der LVR-Sozialausschuss hat am 25. Juni empfohlen, das Angebot des Kurzzeitwohnens um 15 Plätze für erwachsene Menschen mit Behinderung sowie 5 Plätze für Kinder und Jugendliche mit Behinderung zu erweitern. Das Kurzzeitwohnen bietet Kindern, Jugendlichen oder auch erwachsenen Menschen mit Behinderung die Möglichkeit der Betreuung in einer Wohneinrichtung für einen begrenzten Zeitraum – als Auszeit für Betroffene und Angehörige oder im Fall der Verhinderung von betreuenden Familienangehörigen.

426 Menschen mit Behinderung haben in 2017 die Möglichkeit des Kurzzeitwohnens im Rheinland genutzt. Mit 46 Prozent ist knapp die Hälfte der Nutzer*innen des Kurzzeitwohnens unter 18 Jahre alt, 54 Prozent sind entsprechend im Erwachsenenalter. Die Hälfte der Kurzzeit-Unterbringungen dauert maximal eine Woche.

Nach oben

LVR zeichnet Engagement für eine inklusive Gesellschaft aus – Bewerbungsphase gestartet

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat mit dem Mitmän einen neuen Preis ins Leben gerufen. Dieser richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Behinderung (bis 27 Jahre) und zeichnet Ideen und Beiträge für eine inklusive Gesellschaft aus. Bis zum 30. September 2019 können Bewerbungen für den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preis unter www.ausgezeichnet.lvr.de eingereicht werden.

Außerdem wird der beliebte und anerkannte Rheinlandtaler von einem Kulturpreis zu einem übergreifenden Preis des LVR. Der Rheinlandtaler in den Kategorien „Gesellschaft“ und „Kultur“ wird jährlich an rund 30 Personen verliehen. Dabei werden die beiden Kategorien gleichermaßen mit jeweils etwa 15 Preisträger*innen bedacht. Die einzelnen Preisträger*innen erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

Nach oben

20. Tag der Begegnung: 30.000 Menschen beim Jubiläum dabei

Verschiedene Perspektiven auf die kreative Arbeit an den Tischen
Bild Großansicht
Sägen, Schrauben, Hämmern und Malen - Es gab ein buntes Angebot am Stand des LVR-Dezernates Soziales beim Tag der Begegnung 2019. Fotos: Silke Schäfer / LVR

30.000 Gäste haben am 25. Mai den 20. „Tag der Begegnung“ im Kölner Rheinpark gefeiert – für ein gutes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Die Besucher*innen erlebten ein Musik-Festival auf drei Bühnen, eine Ausstellung im Rheinpark sowie über 160 inklusive Mitmachaktionen.

In der „Holzwerkstatt“ des LVR-Dezernates Soziales konnten die Besucher*innen mit Unterstützung der Mitarbeitenden der Alexianer Werkstatt Köln-Westhoven Sägen, Schrauben, Hämmern und Malen. „Sowas Kreatives ist genau unser Ding“, freuten sich Pascal und Kevin, 22-jährige Zwillingsbrüder.

Nach oben

Zurück zur Übersicht