Zum Inhalt springen

Auswahl der Sprachversion

Pressemeldung

Zurück zur Übersicht

Newsletter Soziales, Ausgabe März 2021

1. Das LVR-Dezernat Soziales stellt sich vor – Vorlage für Sozialausschuss informiert über Aufgaben

Am 23. Februar hat die erste Sitzung des Sozialausschusses der neu gewählten Landschaftsversammlung Rheinland stattgefunden und das LVR-Dezernat Soziales hat mit einer Vorlage über die Aufgaben und Zuständigkeiten des Dezernates informiert. Das Dezernat Soziales mit seinen rund 800 Mitarbeitenden ist als Träger der Eingliederungshilfe und als überörtlicher Träger der Sozialhilfe aktiv für Unterstützung, Teilhabe und Inklusion für rund 110.000 Menschen mit Behinderung und Beeinträchtigung. Die Vorlage 15/24 informiert über die Zuständigkeiten und Aufgaben in den Fachbereichen und Stabsstellen und steht allen Interessierten online zur Verfügung.

Vorlage zur Vorstellung des Sozialdezernates

2. BAGüS veröffentlicht zwei neue Orientierungshilfen zu Qualitätsprüfungen und Sozialer Teilhabe

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozial- und Eingliederungshilfe hat zwei neue Orientierungshilfen veröffentlicht. Unter Leitung von LVR-Sozialdezernent Dirk Lewandrowski wurde in einer BAGüS-Vorstands-AG die Orientierungshilfe zur Prüfung der Wirtschaftlichkeit und Qualität einschließlich der Wirksamkeit in der Eingliederungshilfe erarbeitet.

Orientierungshilfe zur Prüfung der Wirtschaftlichkeit und Qualität einschließlich der Wirksamkeit in der Eingliederungshilfe

Die zweite Orientierungshilfe behandelt die Leistungen zur Sozialen Teilhabe in der Eingliederungshilfe. Auch sie entstand unter Mitwirkung der LVR-Expert*innen.

Orientierungshilfe zu den Leistungen zur Sozialen Teilhabe in der Eingliederungshilfe

3. Fachtag „Paradigmenwechsel in der Eingliederungshilfe“ pandemiebedingt auf 30. August 2021 verschoben

Im letzten Newsletter im letzten Jahr hatten wir über eine geplante Fachtagung „Paradigmenwechsel in der Eingliederungshilfe: Unterstützung in der selbst-bestimmten Lebensführung“ informiert. Pandemiebedingt mussten wir die Tagung verschieben. Statt am 15. März planen wir die Veranstaltung nun als Präsenz- und eventuell Hybrid-Veranstaltung für Montag, den 30. August 2021 im Horion-Haus in Köln-Deutz. In der Fachtagung werden die Ergebnisse zweier Projekte im Hinblick auf die Neugestaltung der Leistungen der sozialen Teilhabe vorgestellt und diskutiert. Referent*innen des Landesverbandes für Menschen mit einer Körper- und Mehrfachbehinderung (lvkm NRW) und von Bethel.regional berichten über ihre Projekte zum selbstbestimmten Wohnen von Menschen mit komplexem bzw. hohem Unterstützungsbedarf.

Informationen zur Anmeldung erhalten Sie rechtzeitig im Vorfeld über die Internetseite und im nächsten Newsletter Soziales.

4. Corona-Testkosten in der Eingliederungshilfe – Bund übernimmt die Kosten

Einen wesentlichen Baustein bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie stellt eine umfassende Teststrategie dar. Daher wurde im Oktober 2020 von der Bundesregierung die Coronavirus-Testverordnung erlassen. Die Test-Verordnung enthielt zunächst nur eine eindeutige Kostenerstattungsregel für die Sachkosten zur Beschaffung der Tests durch die Leistungserbringer der Eingliederungshilfe. Eine Kostenerstattung für Personalkosten war zunächst nicht eindeutig vorgesehen. Dies wurde nun nachgeholt: Mit der Testverordnung vom 25.01.2021 ist eine solche eindeutige Regelung zur Übernahme der Personalkosten durch den Bund geschaffen worden.

Diese Test-Verordnung enthält allerdings keine rückwirkende Regelung. Die bis zum 25. Januar 2021 entstandenen, unabweisbaren Personalkosten können aber weiter über die Landschaftsverbände abgerechnet werden. Da aktuell jedoch noch nicht abschließend geklärt ist, ob eventuell eine rückwirkende pauschale Erstattung der Durchführungskosten vom Land refinanziert wird, stellt der LVR die Bearbeitung der bisher eingegangenen Anträge zunächst noch zurück. Sobald von Seiten des Landes eine Regelung zur Erstattung dieser Kosten getroffen worden ist, wird der LVR die Leistungserbringer informieren.

5. Corona-Teilhabe-Fonds für Inklusionsbetriebe und Einrichtungen der Behindertenhilfe: Antragstellung noch bis Ende März möglich

Zur Unterstützung von Inklusionsbetrieben, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Sozialkaufhäusern und gemeinnützigen Sozialunternehmen, die bisher nur eingeschränkt oder gar nicht von Corona-Hilfen profitieren konnten, hat der Deutsche Bundestag bereits im letzten Herbst einen 100-Millionen-Euro Hilfsfonds beschlossen. Seit dem 1.1.2021 und noch bis zum 31.03.2021 können die Hilfen beim Integrationsamt des jeweiligen Bundeslandes für den Zeitraum September 2020 bis März 2021 beantragt werden.

Die Programmrichtlinie, ein ausführlicher Katalog mit Fragen, Antworten und hilfreichen Hinweisen sowie Antragsformulare stehen auf der Webseite der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter zur Verfügung.

Ansprechperson beim LVR-Inklusionsamt ist Klaus-Peter Rohde (Kontakt: inklusionsbetriebe@lvr.de, Tel: 0221-809-4366).

6. Rheinische Werkstätten sichern Teilhabe an Arbeit in Pandemie-Zeiten

Den Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) im Rheinland gelingt es trotz der Pandemie-Zeiten gut, für die Beschäftigten mit Behinderung Teilhabe an Arbeit zu ermöglichen und gleichzeitig den Infektionsschutz umzusetzen. Das belegen die Zahlen einer Umfrage des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) unter den 44 Werkstätten für behinderte Menschen im Rheinland.

Gut 82 Prozent (28.000) der rund 34.000 Werkstatt-Beschäftigten mit Behinderung nutzten Ende Januar das Teilhabeangebot der Werkstätten im Rheinland: Rund 60 Prozent waren in den regulären Betriebsstätten der Werkstatt tätig, rund zwölf Prozent nutzten ein Teilhabeangebot der Werkstatt in der eigenen Wohnung beziehungsweise rund zehn Prozent in ihrer Wohneinrichtung. 1,5 Prozent der Beschäftigten befanden sich zum Zeitpunkt der Umfrage in Quarantäne, rund 16 Prozent waren aus anderen Gründen (Urlaub und Krankheit ohne Corona-Bezug oder auf eigenen Wunsch hin) nicht in der Werkstatt. Nur etwa ein Prozent haben derzeit (noch) nicht das Teilhabeangebot, das sie benötigen und wünschen. Insgesamt sind die Infektionszahlen in den WfbM nach wie vor sehr niedrig: Nur jeweils rund 0,3 Prozent der Beschäftigten und der Fachkräfte sind derzeit positiv auf Corona getestet.

Pressemeldung

7. Stiftung Anerkennung und Hilfe verlängert Anmeldefristen bis 30.06.2021

Für Menschen, die als Kinder oder Jugendliche in Einrichtungen der Behindertenhilfe, in Kinder- und Jugendpsychiatrien oder in ehemaligen Sonderschulen mit angeschlossenem Internatsbetrieb untergebracht waren, gibt es seit Januar 2017 die "Stiftung Anerkennung und Hilfe". Sie unterstützt Menschen, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland bzw. von 1949 bis 1990 in der DDR in diesen Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie untergebracht waren, dort Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch unter den Folgen leiden.

Die Stiftung hat nun die Anmeldefrist für Betroffene um ein halbes Jahr verlängert. Betroffene können sich nun bis zum 30. Juni 2021 bei einer Anlauf- und Beratungsstelle anmelden. Für Betroffene, die heute im Rheinland wohnen, ist die Anlauf- und Beratungsstelle beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) zuständig (Kontakt: anerkennung-hilfe@lvr.de; Tel: 0221/809-5001).

Weitere Informationen finden Sie hier

8. LVR fördert inklusives Bauprojekt in Goch

Ein 11-Parteien-Wohnhaus für Menschen mit und ohne Behinderung entsteht im „Inklusiven Wohnprojekt Emmericher Weg“ in Goch, unterstützt vom LVR mit einer Förderung in Höhe von 140.000 Euro im Rahmen seiner Bauförderung für inklusive Wohnprojekte. Ein privater Bauherr realisiert in zentraler Innenstadtlage ein Mehrfamilienhaus mit barrierefreier Gartenanlage. Kernstück sind 5 Appartements für behinderte Menschen, die eine Wohngemeinschaft mit Gemeinschaftsraum bilden.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier

9. LVR-Stellenmarkt

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) sucht regelmäßig qualifiziertes Personal. Mit rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter vielen Teilzeitbeschäftigten, ist der LVR einer der größten kommunalen Arbeitgeber im Rheinland. Sein vielfältiges Aufgabengebiet bietet berufliche Perspektiven sowohl in pflegerischen und sozialen als auch in verwaltungstechnischen und handwerklichen Berufen. Sie haben Interesse an einer Stelle beim Landschaftsverband Rheinland? Stellenangebote des LVR-Dezernates Soziales sind der Rubrik „Verwaltung“ zugeordnet.

Nach oben

Zurück zur Übersicht