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Pressemeldung

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Newsletter Soziales, Ausgabe Mai 2021

1. Neues Pflegefamiliengeld in NRW – landeseinheitliche Unterstützung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Pflegefamilien

Die beiden Landschaftsverbände LVR (Landschaftsverband Rheinland) und LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) führen erstmalig ein einheitliches Pflegefamiliengeld ein. Rückwirkend zum 01.01.2021 sollen damit die Unterstützungsleistungen, die Pflegefamilien für Kinder und Jugendliche mit Behinderung erbringen, anerkannt und finanziell ausgeglichen werden. Die neue Regelung löst landesteilspezifische Regelungen ab und soll somit zu einheitlichen Leistungen und Lebensverhältnissen für alle Pflegefamilien in NRW beitragen und mehr Kindern und Jugendlichen mit Behinderung das Aufwachsen in einer Familie ermöglichen. Das Pflegefamiliengeld setzt sich zusammen aus den materiellen Aufwendungen für die existenzsichernden Leistungen des in der Pflegefamilie betreuten Kindes bzw. Jugendlichen, den Kosten der Erziehung sowie einem sogenannten Entlastungsbeitrag. Über Einzelheiten informiert die Vorlage 15/193 für den Sozialausschuss.

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2. Teilhabeverfahrensbericht 2020: Daten zu Bearbeitung von Anträgen im Reha-Prozess

Zum Jahreswechsel hatte die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) den Teilhabeverfahrensbericht 2020 zum Berichtsjahr 2019 veröffentlicht. Mit einer Vorlage für den LVR-Sozialausschuss Ende April informierte das LVR-Dezernat Soziales über die wesentlichen Ergebnisse, bundesweit und bezogen auf den LVR.

Ziel des Teilhabeverfahrensberichts – kurz: THVB – ist es, Antrags- und Bearbeitungsverfahren im Rehabilitationsprozess transparent darzustellen und Steuerungsmöglichkeiten zu eröffnen. Die Rehabilitationsträger sind verpflichtet, Daten zu insgesamt 16 Sachverhalten an die BAR zu übermitteln. Für den THVB 2019 liegen Datenmeldungen von 991 Trägern vor.

Insgesamt wurden 3,2 Millionen Gesamtanträge gemeldet; davon ca. 157.000 (etwa 5 Prozent) aus dem Bereich der Eingliederungshilfe. Der größte Anteil der bundesweit in der Eingliederungshilfe (EGH) gestellten Anträge entfällt mit 70 Prozent auf Leistungen zur sozialen Teilhabe. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer vom Antragseingang bis zur Entscheidung über den Antrag ist im Trägerbereich EGH höher als im Durchschnitt aller Trägerbereiche. Über alle Trägerbereiche wurden 72 Prozent der entschiedenen Gesamtanträge vollständig bewilligt (EGH 90 Prozent), 18 Prozent abgelehnt (EGH 4 Prozent). Von allen entschiedenen Widersprüchen und Klagen entfällt nur ein sehr geringer Anteil, unter 1 Prozent, auf die EGH. Weitere Informationen enthält die Vorlage 15/187 .

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3. BMAS-Modellprojekt TexLL legt Sachbericht vor

Der Name erinnert an eine niederländische Nordsee-Insel, aber TexLL hat wenig mit Ferien am Meer sondern mehr mit der Trennung der existenzsichernden Leistungen von den Fachleistungen und dem neuen Leistungssystem in der Eingliederungshilfe in Folge der Reform durch das Bundesteilhabegesetz zu tun. Die beiden Landschaftsverbände LVR (Landschaftsverband Rheinland) und LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) führen dieses gemeinsame Verbundprojekt seit 2018 durch, im Auftrag des Bundesarbeits- und Sozialministeriums im Rahmen der modellhaften Erprobung der mit dem BTHG verbundenen strukturellen Änderungen. Dabei geht es neben der zum 01.01.2020 vollzogenen Trennung der Leistungen vor allem um die Ausgestaltung der Assistenzleistungen, auch in gemeinsamer Leistungserbringung, und um die Regelungen zu Zumutbarkeit und Angemessenheit. Dazu arbeitet das Projekt mit ausgewählten Leistungserbringern zusammen. Die Schwerpunkte der beiden Teilprojekte beim LVR und beim LWL sind etwas unterschiedlich gesetzt.

In einer Vorlage für den LVR-Sozialausschuss informiert das LVR-Dezernat Soziales über den Sachbericht der beiden TexLL-Teilprojekte an den Auftraggeber BMAS zum 16.03.2021 und stellt die bisherigen Ergebnisse vor.

Hier gelangen Sie zur Vorlage 15/199 .

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4. Sozialbericht NRW: LVR-Dezernat Soziales informiert Sozialausschuss über aktuelle statistische Veröffentlichung

Eine differenzierte Darstellung der sozialen Lage in NRW, darunter auch in einem eigenen Kapitel der Lage von Menschen mit Behinderung, liefert der Sozialbericht NRW 2020, der im Auftrag des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) von IT.NRW sowie der empirica ag (Bonn) erstellt wurde. Im Vertiefungsthema „Wohnraum in Nordrhein-Westfalen: Angebot und Nachfrage“ werden regional unterschiedliche Wohnungsmarktentwicklungen und Versorgungslücken in Bezug auf angemessenen und bezahlbaren Wohnraum untersucht.

Das LVR-Dezernat Soziales informiert in der Vorlage 15/188 die Kommunalpolitiker*innen über diese aktuelle statistische Veröffentlichung und die wichtigsten Ergebnisse, insbesondere für die Gruppe der Menschen mit Beeinträchtigungen.

Eine Kurz- und eine Langfassung des Berichts steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung. Die Vorlage 15/188 finden Sie hier .

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5. Veranstaltungsreihe Inklusion digital erleben: Vom 7. bis 9. Juni einschalten!

Der LVR-Tag der Begegnung – europaweit das größte inklusive Festival für Menschen mit und ohne Behinderung – kann in diesem Jahr leider nicht in gewohnter Form stattfinden. Diesen Tag ausfallen zu lassen kommt für den LVR aber nicht in Frage. Denn der Einsatz für Inklusion ist gerade in schwierigen Zeiten besonders wichtig. Deshalb bieten wir eine Alternative zum Tag der Begegnung: die Veranstaltungsreihe „Inklusion digital erleben“. Vom 7. bis zum 9. Juni 2021. Digital und kostenfrei.

Formate wie Inhalt der geplanten Angebote spiegeln das breitgefächerte Themenspektrum, die fachliche Expertise, die Vielfalt und die Kreativität des LVR wider. Auf dem Programm stehen digitale Seminare, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Workshops und Lesungen. Es umfasst Themen wie Leichte Sprache, Leistungen für Pflegefamilien, das Persönliche Budget, Inklusion und Corona, grenzüberschreitende Inklusionspartnerschaften sowie Diskussionen über die Frage, was vermeintlich „normal“ ist. Das endgültige Programm sowie Informationen zur Anmeldung werden ab Mitte Mai auf www.inklusion-erleben.lvr.de veröffentlicht. Dort werden vom 7. bis 9. Juni auch die Videos und Livestreams bereitgestellt, die zum Mitmachen einladen. Lassen Sie sich informieren, beraten und unterhalten! Diskutieren Sie mit! Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer*innen!

6. Digitaler Auftakt: LVR startet Kooperationsprojekt „Hellas“ mit Behindertenhilfe in Thessaloniki

Mit einer digitalen Auftakt-Veranstaltung Ende März startete der LVR sein Kooperationsprojekt „Hellas“ mit Akteuren der Behindertenhilfe aus Nordgriechenland. Auf Initiative einer Mitarbeiterin des LVR-Dezernates Soziales mit griechischer Herkunft war unter Beteiligung von drei LVR-Dezernaten ein Projekt entwickelt worden, bei dem der interkulturelle Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt stehen.

LVR-Sozialdezernent Dirk Lewandrowski erklärte in einer Grußbotschaft: „Als größter Sozialleistungsträger für Menschen mit Behinderung wollen wir immer auch schauen, wie es andere machen und wo wir lernen können. Die UN-BRK ist unsere gemeinsame, international gültige Grundlage. In der Kooperation mit Nordgriechenland suchen wir einen Austausch über Fragen der Praxis, aber auch über fachliche Konzepte und Analysen und einen wechselseitig befruchtenden Ideenaustausch zur Weiterentwicklung im europäischen Geist.“

Aufgrund der Pandemie-Situation konnte das erste Kennenlernen der Beteiligten nun leider nur virtuell auf dem Bildschirm stattfinden. Aus Thessaloniki nahmen Vertreter*innen dort ansässiger Verbände der Behindertenhilfe teil. Das Dezernat Soziales stellte sich in seiner Rolle als Leistungsträger in der Eingliederungshilfe im Rheinland vor. Weitere Teilnehmende waren Kolleg*innen aus dem Dezernat Finanzmanagement, Kommunalwirtschaft und Europaangelegenheiten sowie dem Dezernat Klinikverbund und Verbund Heilpädagogischer Hilfen.

„In Nordgriechenland ist die Versorgung von Menschen mit Behinderung im europäischen Vergleich in fast allen Bereichen noch sehr lückenhaft“, erklärt Projekt-Initiatorin Elisabeth Thimianidou. „Immer noch übernimmt die jeweilige Familie den größten Teil.“

Weitere wichtige Bestandteile des Projektes, das mindestens drei Jahre laufen soll, sind die Personalschulung vor Ort sowie der Aufbau einer langfristigen Partnerschaft zur Stärkung der interkulturellen Kompetenzen.

7. LVR veröffentlicht inklusive Klima-Broschüre

Der LVR hat ein inklusives Klima-Heft entwickelt. In einfacher Sprache und Braille-Schrift erklärt es jungen Menschen mit Lese- und Lernbeeinträchtigungen viel Wissenswertes rund um den Klimaschutz. Das Heft wird künftig an allen LVR-Förderschulen und bei Veranstaltungen wie dem Tag der Begegnung verteilt werden.

Das inklusive Klima-Heft soll dazu beitragen, eine Lücke zu schließen: Denn inklusives Bildungsmaterial zum Thema Klimaschutz ist bis heute kaum vorhanden. Weil der Klimawandel aber uns alle und besonders die nachfolgenden Generationen betrifft, sollen alle jungen Menschen darüber lernen können.

Behandelt werden die Themen Klimaschutz, Energie, Mobilität, Ernährung, Konsum und Müll. Ergänzt werden die Hefte um ein Klima-Steuerrad, mit dem die Kinder spielerisch ihren Kurs durchs Heft - und auf Klimaschutz - setzen können. Liebevolle Illustrationen begleiten durch die verschiedenen Themen.

Das Klima-Heft ist in einfacher Sprache geschrieben, entspricht jedoch weitgehend den Anforderungen der leichten Sprache. Einfache Sprache ist inhaltlich und sprachlich weniger strikt geregelt und richtet sich damit an Menschen, die weniger starke Leseeinschränkungen haben. Das Heft kann als barrierefreies PDF kostenlos heruntergeladen werden. Zudem ist eine Version des Klima-Hefts in Braille-Schrift in Kürze verfügbar. Wer das gedruckte Heft bestellen möchte wendet sich an klimaschutz@lvr.de.

Das Heft zum Download finden Sie hier .

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8. Selbsthilfeverband veröffentlicht Erklärvideos zum selbstbestimmten Wohnen für Menschen mit Behinderung

Der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung NRW e.V. (lvkm nrw) hat im Rahmen seines Projektes „Selbstbestimmt Wohnen in NRW“, bei dem der LVR im Steuerungskreis vertreten war, eine Reihe von Erklärvideos erstellt und auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht.

Die Videos unterstützen bei der Wohnvorbereitung; sie sind in Zusammenarbeit mit mehreren Projektstandorten entwickelt worden und geben Einblicke in verschiedene Themen rund ums selbstbestimmte Wohnen (z.B. Unterschiede verschiedener Wohnformen, Assistenz, Kochen, Wohnvorbereitung für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige). Der lvkm teilt mit: Liken und Teilen erwünscht!

Die Videos sind mit Untertitel versehen, die sich durch Drücken der Taste „c“ oder über das Symbol für Untertitel in den Videos einblenden lassen. In Kürze werden die Erklärvideos auch in Gebärdensprache verfügbar sein.

Die Erklärvideos finden Sie hier .

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9. LVR-Stellenmarkt

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) sucht regelmäßig qualifiziertes Personal. Mit rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter vielen Teilzeitbeschäftigten, ist der LVR einer der größten kommunalen Arbeitgeber im Rheinland. Sein vielfältiges Aufgabengebiet bietet berufliche Perspektiven sowohl in pflegerischen und sozialen als auch in verwaltungstechnischen und handwerklichen Berufen. Sie haben Interesse an einer Stelle beim Landschaftsverband Rheinland? Stellenangebote des LVR-Dezernates Soziales sind der Rubrik „Verwaltung“ zugeordnet.

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