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    Der LVR-Verbund Heilpädagogischer Hilfen

    Der LVR ist nicht nur Leistungsträger für Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderung, die Dritte erbringen, sondern auch selbst Leistungsanbieter.

    Der LVR-Verbund Heilpädagogischer Hilfen unterstützt, betreut und fördert rheinlandweit mehr als 2.200 Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Sie leben in der Gemeinde – in Wohnungen und Häusern, in ganz normalen Nachbarschaften.

    Leben in den eigenen vier Wänden

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    Etwa ein Viertel von ihnen – rund 500 Menschen - lebt selbstständig in der eigenen Wohnung, ambulant betreut durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LVR-Verbunds Heilpädagogischer Hilfen. Sie engagieren sich dafür, dass auch Frauen und Männer mit hohem Hilfebedarf und Integrationsschwierigkeiten selbstständig mit ambulanter Betreuung leben können. In den letzten Jahren haben die drei Heilpädagogischen Netze des LVR rund zehn Prozent ihrer stationären Plätze abgebaut und den Auszug der betroffenen Menschen in eine eigene Wohnung möglich gemacht. Ein weiterer Platzabbau ist vorgesehen.

    Der Weg der kleinen Schritte ins wirkliche Leben

    Eine Frau und ein Mann laufen durch die Einkaufsstraße einer Stadt und unterhalten sich in Gebärdensprache
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    Ein Beispiel: Bärbel Graf und Denny During

    Zwei, die den Schritt in die Selbstständigkeit bereits gewagt haben, sind die hörgeschädigte Bärbel Graf und der gehörlose Denny During. Kennen gelernt haben sie sich 2003 in einer Außenwohngruppe des LVR-Verbunds Heilpädagogischer Hilfen in Zülpich. Ein echter Glücksfall, wie das auch kognitiv beeinträchtigte Paar findet, denn für Menschen mit einer Doppelbehinderung ist die Partnersuche auch doppelt schwierig. In einer Wohngruppe konnten sie sich Schritt für Schritt auf das selbstständige Leben vorbereiten. Seit 2007 leben sie nun gemeinsam in ihrer eigenen kleinen Wohnung, zentral gelegen mitten in Euskirchen.

    Intensives Alltagstraining

    In der Anfangsphase unterstützten die Mitarbeiter vom LVR-HPH-Netz West die beiden durch ein intensives Alltagstraining: In Gebärdensprache wurde der Gebrauch der Waschmaschine erklärt, und gemeinsam wurde überlegt, welche technischen Hilfsgeräte für den Alltag nötig sind. So wird beispielsweise das Klingeln von Telefon oder Fax bei Bärbel Graf und Denny During optisch sichtbar gemacht.

    Tipps für Andere

    Das Paar kommt gut zurecht, hat die Alltagspflichten unter sich aufgeteilt und beide genießen ihre Freiheit und Selbstständigkeit. Ihre Erfahrungen geben sie gern an andere weiter: Sie beraten die Bewohnerinnen und Bewohner aus ihrer früheren Wohngruppe bei Auszugsplänen und den richtigen Schritten ins wirkliche Leben.

    Lesen Sie die Geschichte von Bärbel Graf und Denny During

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