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„Der Weg zum Glück ist der gegenseitige Respekt“

Hape Kerkeling erhielt Rheinlandtaler des LVR für besonderes Engagement um ein friedliches Miteinander

Köln. / Bonn. 27. Mai 2019. Seit Wochen begeistert sein Film „Der Junge muss an die frische Luft“ die Kinofans. Erst Anfang des Monats stand der deutschlandweit wohl bekannteste Entertainer, Comedian, Schauspieler, Autor, Sänger und Parodist beim Deutschen Filmpreis in Berlin im Rampenlicht. Nur rund drei Wochen später wurde Hans-Peter, genannt Hape Kerkeling, im LVR-LandesMuseum Bonn nun mit dem Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) geehrt. Diesmal jedoch nicht für sein kreatives Schaffen – vielmehr stand sein Engagement um das multinationale Zusammenleben und das friedliche Miteinander zwischen verschiedenen Völkergruppen im Mittelpunkt.

Im Beisein von etwa 100 geladenen Gästen umriss Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, die Themen, für die sich Hape Kerkeling seit vielen Jahren einsetzt: „Respekt und Wertschätzung zeigten Sie, als Sie im Rahmen Ihres Engagements für HIV erkrankte Menschen bei einem Besuch in Maputo in Mosambique einem kleinen Jungen begegneten. Seine Lebensgeschichte bewog Sie, ihm die Ihrige zu erzählen, um ihm Mut zuzusprechen“.

Auch mit seiner autobiographischen Erzählung ‚Der Junge muss an die frische Luft‘, berührt Kerkeling die Menschen zutiefst, da er sich dem Suizid seiner Mutter stellt. Henk-Hollstein betonte, dass dieser Mut zur Offenheit dem LVR als Träger von psychiatrischen Einrichtungen im Rheinland imponiert habe. Mit dem Film trage er auch dazu bei, dass psychische Erkrankungen enttabuisiert werden.

Für Kerkeling seien Respekt und Wertschätzung richtungsweisende Werte, so Henk-Hollstein weiter. „Sie unterstützen Kinder aus sozial schwachen Familien, mit schweren oder lebensbedrohlichen Krankheiten sowie Kinder in einer akuten Notfallsituation. Dabei ist Ihnen der direkte Kontakt und Austausch wichtig, indem Sie diese Kinder persönlich besuchen, gern in der Rolle des vom Kind geliebten fiktiven Charakters.“

Deutschlands berühmtesten Pilger und seine Erfahrungen, die in dem Bestseller „Ich bin dann mal weg“ so amüsant wie tiefgründig beschrieben sind, erwähnte Henk-Hollstein nicht ohne die Verbindung zum LVR zu ziehen: „1999 startete der LVR das Projekt ‚Wege der Jakobspilger im Rheinland‘. In neun Büchern sind die rheinischen Routen beschrieben, Stelen kennzeichnen den Weg. Eine Route führt quasi am ehemaligen Tante-Emma-Laden Ihrer Großmutter vorbei.“

Natürlich kamen in der Laudatio auch die Personen zur Sprache, mit denen Kerkeling die Menschen zum Lachen gebracht hat und bringt – von Gisela über Uschi Blum bis hin zu Horst Schlämmer, dem wohl populärsten Reporter Deutschlands. Unvergessen aber auch der Auftritt als Königin Beatrix beim Staatsempfang im Schloss Bellevue, die „erst mal lecker Mittag essen“ will. Henk-Hollstein dankte Kerkeling, „dass Sie sich mit großem Vergnügen der Maskerade, der Komik und der Parodie hingeben, dies aber immer ohne Andere bloßzustellen, zu demütigen oder gar zu entwürdigen. Nicht vielen Künstlerinnen und Künstlern Ihres Genres gelingt diese Grenzziehung so leichtfüßig und dadurch fast unsichtbar. Ihr selbstformulierter Ausspruch ‚Der Weg zum Glück ist der gegenseitige Respekt füreinander‘ ist immer auch Teil Ihrer Kunst.“

Nach dem Grußwort des Bonner Bürgermeisters Reinhard Limbach wandte sich Hape Kerkeling an die Gäste: „Es freut mich, dass meine geliebte Wahlheimat, das Rheinland, mich in dieser besonderen Weise ehrt.”

Pressekontakt:

Birgit Ströter
LVR-Fachbereich Kommunikation
Tel 0221 809-7711
Mail birgit.stroeter@lvr.de

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  1. Hape Kerkeling wurde nun von Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland (li.), und LVR-Direktorin Ulrike Lubek (re.) mit dem Rheinlandtaler des LVR ausgezeichnet. Foto: LVR / Uwe Weiser

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  2. Die Gäste im LVR-LandesMuseum Bonn freuten sich gemeinsam mit dem Preisträger Hape Kerkeling und Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland (re.), über die Auszeichnung. Foto: LVR / Uwe Weiser

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  3. Hape Kerkeling dankte für die besondere Auszeichnung. Foto: LVR / Uwe Weiser

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