Zum Inhalt springen

Auswahl der Sprachversion

Corona-Informationen für RheinischeMuseen.de

Die rheinischen Museen im zweiten Lockdown (01.11.2020)

Die Landesregierung NRW setzt die am 28. Oktober bei den Beratungen der Regierungschefinnen und –chefs der Länder mit der Bundeskanzlerin vereinbarten Maßnahmen um. Am 29. Oktober hatten die Kulturministerinnen und -minister der Länder bereits einvernehmlich beschlossen, aufgrund der rasanten Steigerung der Fallzahlen und Ausbreitung des Corona-Virus u.a. auch die Museen im Land wieder zu schließen. Vor diesem Hintergrund wird die aktuell gültige, zunächst bis zum 31. Oktober befristete Coronaschutzverordnung um einen Tag bis zum 1. November verlängert. Die neuen Regeln gelten dann – wie bundeseinheitlich vereinbart – in Nordrhein-Westfalen ab dem 2. November.

***

Auszug aus der „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO)“ vom 30. Oktober 2020.

(...)

§ 8 Kultur

(1) Konzerte und Aufführungen in Theatern, Opern- und Konzerthäusern, Kinos und anderen öffentlichen oder privaten (Kultur-)Einrichtungen sowie der Betrieb von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen sind bis zum 30. November 2020 unzulässig. Der zur Berufsausübung zählende Probebetrieb ist weiterhin zulässig.

(…)

(3) Musikfeste, Festivals und ähnliche Kulturveranstaltungen sind bis mindestens zum 31. Dezember 2020 untersagt.

(…)

§ 19

Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Evaluation

(1) Diese Verordnung tritt am 2. November 2020 in Kraft.

Hier der Link zur CoronaSchVO

***

Für die rheinischen Museen bedeutet dies ein erneuter herber Rückschlag. Obschon annähernd alle Häuser mittlerweile zu einem Regel-Betrieb mit eingeschränkten Angeboten, reduzierten Besuchskontingenten und umfassenden Hygieniekonzepten gemäß den behördlichen Vorgaben übergehen konnten, haben diese Maßnahmen den Museen nicht zu einer Ausnahmeregelung während des zweiten Lockdowns verhelfen können.

Ausgelöst durch die erste Lockdown-Phase wurden in vielen Museen jedoch bereits digitale Angebote entwickelt und bereitgestellt, etliche davon haben sich mittlerweile als feste Services etabliert, sodass auf diese Strukturen jetzt wieder zurückgegriffen werden kann, um in Kontakt und im Austausch mit der interessierten Öffentlichkeit bleiben zu können. Einige aktuelle (und sogar preisgekrönte) Beispiele solcher digitaler Angebote finden Sie nachfolgend aufgeführt.

360° – Wallraf
Erkunden Sie die Sammlung ganz einfach von Zuhause – ein neuer 360° Rundgang macht es möglich! Diese Tour umfasst alle Galerieräume des Museums: Mittelalter, Barock und das 19. Jahrhundert. Erkunden Sie die ständige Sammlung, darunter Meisterwerke von Lochner, Dürer, Rubens, Rembrandt, Manet und van Gogh. Ausgesuchte Standpunkte ermöglichen Ihnen direkt vor einzelne Gemälde zu treten. Highlights wurden mit einem goldenen Bilderrahmen markiert und mit Kurztexten, Audio- oder Videotracks versehen. Sind es oft die Details, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind und das Kunstwerk ausmachen, können Sie mit Hilfe der Lupenfunktion bis ins Detail heranzoomen und so die besonderen, ungewöhnlichen oder gar unerwarteten Aspekte in den Blick nehmen. Ein Klick auf die Saaltexte führt Ihnen in prägnanter Kürze das Thema des jeweiligen Galerieraumes vor Augen.

Weitere Informationen

Tour

360° – Ägypten
Das Ägyptische Museum der Universität Bonn bietet seit kurzem einen virtuellen 360°-Rundgang an. Eine der reichsten Sammlungen altägyptischer Altertümer im Rheinland kann so bequem vom heimischen Computer aus, aber auch mittels mobiler Endgeräte (Smartphone, Tablet) erkundet werden. Eingebettete Videos, Fotos, Texte und 3D-Ansichten ausgewählter Exponate, die interaktiv abgerufen werden können, vertiefen dabei das virtuelle Erlebnis und sollen zu einem realen Besuch (nach dem Ende der Lockdown-Phase) anregen

Weitere Informationen

Tour

„Junge Menschen erklären ihren Freund*innen Kunst“
das ist die Idee, die hinter der App „Kunstfreunde im Wallraf“ steht, die nun an den Start geht, und ein junges Publikum für die alten Meister begeistern soll. Verschiedene thematische Rundgänge in Text und Ton bieten ungewöhnliche Blicke auf scheinbar bekannte Sammlungsobjekte. Entwickelt wurde die App von Studierenden der Universität zu Köln im Rahmen einer Kooperation zwischen dem „Institut für Medienkultur & Theater“ und den “Freunden des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig“. Das digitale Angebot richtet sich in erster Linie an junge Menschen. Die App soll ihnen einen zeitgemäßen Zugang zur museumseigenen Sammlung verschaffen und sie langfristig als Publikum für das Wallraf gewinnen.

Weitere Informationen

Ausgezeichnete Online-Projekte aus dem Rheinland

Erstmalig wurde am 22. Oktober 2020 der DigAMus Award verliehen. Der Preis wurde in sieben Kategorien ausgelobt: Apps & Games / Inklusion & Integration / Online-Ausstellungen & 360° / Social Media & Videos / Podcasts / Sonderpreis für Projekte mit wenig Budget / Publikumspreis.

Weitere Informationen

Virtuelles Migrationsmuseum
In der Kategorie „Inklusion & Integration“ gewann die App Virtuelles Migrationsmuseum des DOMiD – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V. in Köln. Das Virtuelle Migrationsmuseum veranschaulicht das Thema Migration in 3D. Die Besucher*innen des Museums bewegen sich durch eine fiktive Stadtlandschaft, in der sie Gebäude mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten betreten und erkunden können. In den unterschiedlichen Gebäuden können die Besucher*innen sich über Themen wie Arbeit, Kultur oder Bildung informieren, die mit Gegenständen aus der DOMiD-Sammlung veranschaulicht werden. Darüber hinaus reisen sie durch die Zeit, indem sie zwischen drei Epochen wechseln können.

Weitere Informationen

Goethe MorgenMagazin
In der Kategorie „Online-Ausstellungen & 360°“ gewann das Goethe MorgenMagazin auf Instagram des Goethe Museums in Düsseldorf. Seit April 2020 lädt das Goethe Museum jeden Morgen oder Mittag um 9 Uhr oder 12 Uhr, von Montag bis Freitag, zu einem Livestream bei Instagram ein. Eine Viertelstunde lang wird mit wechselnden Live-Gästen über verschiedene Themen gesprochen: Goethes Morgenroutine, seine Lieblingslektüre und sportlichen Aktivitäten, seine Vorbildfunktion in Manager- und Lifestyle-Ratgebern weltweit und die Reisefreiheit im 18. Jahrhundert. Die Zuschauer*innen können im Vorfeld und während des Livestreams Fragen stellen, Themen kommentieren und so Teil der über Social Media vernetzten Goethe-Gemeinschaft werden.

Weitere Informationen

Bleiben Sie den rheinischen Museen auch in dieser zweiten LockDown-Phase verbunden und bleiben Sie vor allen Dingen gesund!

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Redaktion