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Feierabendspaziergänge

Einladung zu unseren Feierabendspaziergängen

Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz und die Abteilung Kulturlandschaftspflege des LVR laden auch in diesem Jahr wieder jeweils am zweiten Dienstag in den Monaten April bis Oktober um 17.30 zu den „Feierabendspaziergängen" ein. In anderthalb Stunden stellen wir in lockerer Runde Aspekte der urbanen und ländlichen Kulturlandschaft vor. Es gibt immer noch Neues zu entdecken! Kommen Sie mit, wir zeigen Ihnen vermeintlich bekannte Orte auch einmal aus unbekannten Perspektiven.

14. August 2018: Der Kölner Wiederaufbau nach 1945, eine Spurensuche

Luftbildaufnahme der Kölner Altstadt vom 24.04.1945 (Historisches Archiv der Stadt Köln)
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Luftbildaufnahme der Kölner Altstadt vom 24.04.1945 (Historisches Archiv der Stadt Köln)

Wann: 14. August 2018; 17.30 bis 19 Uhr

Treffpunkt: Kreuzblume am Dom

Referentin: Dr. Dorothea Wiktorin, Diplom-Geographin und Dozentin am Geographischen Institut der Universität zu Köln

Der Spaziergang führt vom Dom durch die Altstadt und endet im Griechenmarktviertel. An verschiedenen Standorten werden Zeugnisse der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg bzw. des anschließenden Wiederaufbaus aufgespürt und deren Hintergründe sowie Entwicklungen erläutert.

Frau Dr. Dorothea Wiktorin forscht seit den 1990er Jahren insbesondere zu verschiedenen Themen der Stadtgeographie. Ihr besonderes Interesse gilt der Kölner Wiederaufbauplanung sowie dem Planungsgeschehen zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Sie ist Herausgeberin von 10 Städteatlanten, zwei davon zu Köln.

14. August 2018: Bonn-Bad Godesberg – die Altstadtsanierung

Ännchenplatzes vor der Altstadtsanierung
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Ännchenplatzes vor der Altstadtsanierung. Foto: Walter Voigt

Wann: 14. August 2018; 17.30 bis 19 Uhr

Treffpunkt: Vor dem Hauptbahnhof Bonn-Bad Godesberg

Referent: Dr. Martin Bredenbeck und Julia Schäfer

Einen entscheidenden Impuls für die Entwicklung erhielt Bad Godesberg in den 1960er Jahren: 1962 wurde die Neugestaltung beschlossen und ab 1964 in Angriff genommen. Viel historische, teils auch renovierungsbedürftige Bausubstanz wurde abgeräumt, vieles modern neu gestaltet. Es entstanden z. B. Gottfried Böhms Altstadt-Center und die interessanten Giebelhäuser am Aennchenplatz. Wie gehen wir heute mit diesem Erbe um, für dessen Qualitäten der Blick noch geschärft werden muss?

11. September 2018: Schätze vor der Haustür. Natur und Kultur im Pleisbachtal

Pleisbachtal. Foto: Ingrid Küsgens
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Pleisbachtal. Foto: Ingrid Küsgens

Wann: 11. Septmeber 2018; 17.30 bis 19 Uhr

Treffpunkt: Sankt Augustin, Am Mühlengraben

Referentin: Ingrid Küsgens, Diplom Geographin, zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin
Vorsitzende des Vereins der Natur- und Landschaftsführer Siebengebirge/Rhein-Sieg e.V.

Auf einem erlebnisreichen Rundgang entdecken wir die Natur- und Kulturschätze des Pleisbachtals. Wir erkunden Streuobstwiesen, Kopfweiden und den Pleisbach. Mittelalterliche Siedlungsspuren verraten uns ihre spannende Geschichte. Gemeinsam erforschen wir den Lebensraum von Gelbbauchunke, Steinkauz und Weißstorch. Und wir erfahren, wie Ton und Braunkohle vor Millionen von Jahren ins Tal gelangten.

11. September 2018: Koblenz - Neue Sachlichkeit in der südlichen Vorstadt

Koblenzer Bahnhofstraße
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Neue Sachlichkeit des frühen 20. Jhd. in Koblenz. Foto: H. P. Günther

Wann: 11. September 2018; 17.30 bis 19 Uhr

Treffpunkt: Markenbildchenweg/ Kreuzung Südallee in Koblenz

Referent: Dr. Martin Bredenbeck, Geschäftsführer des RVDL

Am Übergang zum 20. Jh. gab es einen intensiven Streit darüber, wie modernes Bauen auszusehen hat. Während noch viele Bauten in historischen Stilformen entstanden, bemühten sich zahlreiche Architekten auch um völlig neue Gestaltungsrichtungen. Mit der Neuen Sachlichkeit der 1920er und 1930er Jahre fand dies einen radikalen Ausdruck. Am bekanntesten ist davon bis heute das 1919 gegründete Bauhaus. Der Spaziergang folgt den Spuren dieser Debatte in der Südlichen Vorstadt und zeigt, dass die Bauformen auch heute wieder eine große Rolle spielen.

9. Oktober 2018: Das napoleonische Wasserkreuzungsbauwerk am Nordkanal

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Nordkanal in Neuss. Foto: K. und B. Limburg (2012).

Wann: 9. Oktober 2018; 17.30 bis 19 Uhr

Treffpunkt: Neuss, Nordkanalallee, Haupteingang St. Alexius-Krankenhaus

Referent: Klaus Karl Kaster

Der Spaziergang führt rund um das napoleonische Wasserbauwerk (Epanchoir) am Neusser Nordkanal, wo sich Kanal und Obererft kreuzen. Das Bauwerk wurde 1809 fertig gestellt, um die Wasserversorung der Mühlen an der Obererft zu sichern. Der Ort ist von besonderer Bedeutung, denn hier wird auch erstmals der Kanal selbst sichtbar. Die Stauwehranlage war viele Jahre versteckt und kaum beachtet, heute ist es mit viel Aufwand und bürgerschaftlichem Engagement restauriert und ein kultur- und technikgeschichtliches Schmuckstück der Stadt Neuss.

9. Oktober 2018: Industriekultur - einmal rund um den Mülheimer Hafen

Der Hafen in Mülheim. Foto: A. Kierdorf.
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Der Hafen in Mülheim. Foto: A. Kierdorf.

Wann: 9. Oktober 2018; 17.30 bis 19 Uhr

Treffpunkt: Vor der Lindgens-Kantine, Deutz-Mülheimer Straße 165

Referent: Dr. Alexander Kierdorf ist freier Architekturhistoriker und Industriearchäologe und seit Jahrzehnten mit dem Mülheimer Hafen und seiner Umgebung vertraut

Rund um den Mülheimer Hafen sind historisch bedeutende Kölner Industrieunternehmen angesiedelt. Aber auch Werftbetrieb und Wasserbau sind hier vertreten. Der Referent geht bei dem Rundgang insbesondere auch auf den sich seit Jahrzehnten vollziehenden Strukturwandel ein und zeigt, wie historische Zeugnisse in die neue Nutzung integriert werden können.

Erreichbarkeit: ca. 10 Minuten Fußweg vom Wiener Platz (KVB) über die Danzierstraße