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Feldhamsteraussetzung in Pulheim

Der Feldhamster im Rheinland

Foto: Ein Feldhamster streckt neugierig seine Nase in die Luft. Er sitzt auf einem Feld, umgeben von Pflanzen.
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Ein Feldhamster findet seinen Weg in die Freiheit.

Der Feldhamster ist tatsächlich schon seit Jahrtausenden in Mitteleuropa ein Teil der Kulturlandschaft. Leider führt der Strukturwandel in der Landwirtschaft dazu, dass der Feldhamster seit den 1970er Jahren zu einer vom Aussterben bedrohten Art gehört, auch wenn er über europäisches Recht streng geschützt ist.

Um diesen Prozess entgegenzuwirken, hat der Rhein-Erft-Kreis in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft, finanziert durch das Land NRW, ein Artenschutz-Projekt zum Schutz und Erhalt des Feldhamsters initiiert. Im Zuge dessen wurden im Frühjahr 2019 in Pulheim 128 Feldhamster in umzäunten Arealen ausgesetzt.

Die Aussetzung erfolgte in unterschiedliche Anbaufrüchte bzw. Kulturen wie z.B. Wintergerste oder Winterweizen. Die Areale wurden so vorbereitet, dass die Feldhamster genügend Futter und vorgebohrte Löcher vorgefunden haben. Um den Erfolg des Projekts erfassen zu können, wurden die Feldhamster gechipt. Mit ersten Erfolgen! Kartierungen in diesem Frühjahr haben gezeigt, dass sie den Winter gut überstanden haben. In den nächsten Jahren werden weitere Aussetzungen zeigen, ob wir den Feldhamster wieder dauerhaft in Unserer Heimat etablieren können.

Für mehr Infos schauen Sie gerne auf unsere Instagram Seite @lvrkulturlandschaft, oder informierem Sie sich direkt bei der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft.

Feldhamster in Pulheim

Impressionen der Feldhamsteraussetzung am 18.06.2020.


Auch dieses Jahr wurden wieder Feldhamster in Pulheim ausgesetzt, diesmal 17 Stück.

Das Instagram-Team der LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege hatte die Gelegenheit, live dabei zu sein und konnte mit eigenen Augen sehen, wie der Feldhamster in der rheinischen Kulturlandschaft sein neues Zuhause findet.

Doch wie werden Feldhamster eigentlich ausgewildert und welche Maßnahmen muss man im Vorfeld ergreifen, damit sich die Hamster geschützt vor Fressfeinden „einleben“ und an die neue Heimat gewöhnen können? Warum ist der Hamster eigentlich so wichtig für die Kulturlandschaft? Und wie groß werden die Nager eigentlich?

All das haben wir Herr Christian Chmela, den Geschäftsführer der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft, gefragt.

Das Interview dazu können Sie sich auf Instagram in unseren Highlights/IGTV anschauen.