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Individuelle Hilfeplanung beim LVR

Das Verfahren der Individuellen Hilfeplanung stellt die Ziele und Wünsche des Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt. Das ermöglicht, den individuellen Unterstützungsbedarf in Bezug auf die Lebensbereiche Wohnen, Arbeit und Freizeitgestaltung zu ermitteln.

BEI_NRW: Das neue Bedarfsermittlungsinstrument von LWL und LVR

Die Ermittlung des individuellen Unterstützungsbedarfs erfolgt künftig nach einem neuen, landesweit einheitlichen Bedarfsermittlungsinstrument, abgekürzt „BEI_NRW“ genannt.

BEI_NRW eignet sich zur Ermittlung individueller Teilhabebedarfe unabhängig von der Art und dem Grad der Behinderung oder der Leistungserbringung. Besonders hervorzuheben ist, dass BEI_NRW die Partizipation der Menschen mit Behinderungen und ihrer Vertrauenspersonen durch die dialogische Form der Bedarfsermittlung bereits ab dem ersten Beratungskontakt sicherstellt. Dieser partizipative Gedanke leitete auch den bisherigen Entwicklungsprozess, in den die Selbsthilfeverbände und Verbände der Freien Wohlfahrt, die kommunale Familie und andere Beteiligte einbezogen wurden.

Derzeit finden die ersten Anwender-Schulungen für die Leistungserbringer in den Regionen Viersen, Essen, Mülheim und Oberhausen statt. Wir werden Sie zeitnah über die weiteren Entwicklungen zu dem Einsatz des Instruments informieren. Bis dahin gilt der Individuelle Hilfeplan 3.1 für die Bedarfsermittlung.

Ansprechperson

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Beate Kubny

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workTelefon:
0221 809 6460

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Der Individuelle Hilfeplan (IHP)

Die Fachbereiche der Sozialhilfe des LVR haben das Hilfeplan-Verfahren gemeinsam mit den Vertretungen der kommunalen Gesundheits- und Sozialbehörden, den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege sowie den Einrichtungen und Diensten im Rheinland entwickelt und evaluiert.

Bei der Vorstellung der ersten Version des Hilfeplans im Jahr 2003 wurde bereits deutlich gemacht, dass es sich um ein „lernendes Instrument“ handelt, also auf der Grundlage der praktischen Erfahrungen eine Weiterentwicklung vorgesehen ist.

Aktuell ist der IHP 3.1 in Verwendung. Aufgrund in dem Jahr 2017 wirksam werdender gesetzlicher Bestimmungen (beispielhaft genannt sei das Pflegestärkungsgesetz; neue Regelbedarfe in der Sozialhilfe gemäß SGB XII) sind sowohl der Hilfeplan als auch das Handbuch überarbeitet worden.

Das Handbuch führt mit einer umfassenden Erläuterung des Bogensatzes in die Anwendung ein.

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  1. Individueller Hilfeplan des LVR - neue Fassung ab 01.01.2017 (Online-Formular, barrierefrei, 30.12.2016)

    Individueller Hilfeplan des LVR - IHP 3.1, Hilfeplanung, Instrument zur Bedarfserhebung und -Feststellung, Fortschreibung der Hilfeplanung, Darstellung der Entwicklung, Ziele und Maßnahmen Neue Fassung ab 01.01.2017

Hinweis:

Das Dateiformat LIP ermöglicht die Nutzung des IHP 3.1 unabhängig von der eigenen Software. Der Bogensatz ist unter Beachtung des Datenschutzes konzipiert. Er kann nach Fertigstellung ausgedruckt und per Post an den LVR gesendet werden. Alternativ kann das Dokument verschlüsselt auf den Webshare-Server hochgeladen werden.

Wir weisen Sie darauf hin, dass die Funktionalität der Datei in dem Format Word abhängig ist von Ihrer verwendeten Software; ggf. kann es zu Einschränkungen in der Nutzung kommen. Wir empfehlen die Verwendung des Dateiformates LIP.

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Fachärztliche Stellungnahme

Dem IHP muss zudem eine fachärztliche Stellungnahme beigefügt werden. In der Form der Stellungnahme ist der behandelnde Facharzt frei. Wichtig ist jedoch, dass die Stellungnahme folgende Punkte klar erkennen lässt:

  • Welche ICD-Diagnose (Diagnoseschlüssel und Klartext) liegt vor?
  • Die derzeitigen Krankheitssymptome
  • Die bisher notwendigen Behandlungen

Aufgrund der häufig gestellten Frage nach dem Aufbau einer solchen fachärztlichen Stellungnahme hat das LVR-Dezernat Soziales ein Dokument als Vorschlag entworfen. Hierbei ist zu beachten, dass es sich nur um eine Option handelt und das Papier kein offizielles Formular des LVR darstellt. Es weist nicht eine wesentliche Behinderung im Sinne des Paragraph 53 SGB XII i. V. m. Paragraph 2 SGB IX aus, sondern gibt medizinische Diagnosen an. Die Prüfung des Vorliegens einer wesentlicher Behinderung erfolgt im Anschluss.

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Publikationen

  1. Guter Plan - gute Hilfe

    Guter Plan - gute Hilfe

    In diesem Heft berichten drei Personen ganz persönlich über Ihre Erfahrungen mit der Hilfeplanung. Sie berichten wie sie die einzelnen Fragen des IHP beantwortet haben und wer sie bei der Hilfeplanung unterstützt hat. Das Heft ist in Leichter Sprache geschrieben.

    Zu dieser Broschüre gehört Heft 2 "Guter Plan - gute Hilfe (Wörterbuch)" in Leichter Sprache. Mehr Informationen und Bestellung

    Januar 2013

  2. Guter Plan - gute Hilfe (Wörterbuch)

    Guter Plan - gute Hilfe (Wörterbuch)

    Dieses Wörterbuch ist eine Ergänzung zur Broschüre "Guter Plan - gute Hilfe".

    Es kann jedoch auch unabhängig davon genutzt werden. Mehr Informationen und Bestellung

    Januar 2013