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Inklusive Bauprojektförderung

Der LVR fördert Bauprojekte für Menschen mit und ohne Behinderung.

Inklusiv bauen – gemeinsam leben

Gebäude
Foto: Inklusives Wohn- und Nachbarschaftsprojekt "Wir am Mattlerbusch"

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) fördert künftig mit der Vergabe von Zuschüssen auch den Bau inklusiver Wohnprojekte, in denen Menschen mit und ohne Behinderung unter einem Dach gemeinsam nachbarschaftlich wohnen und leben können.

Wer und was wird gefördert?

Gefördert werden Bauprojekte mit inklusivem Charakter. Diese Anforderung gilt als erfüllt, wenn mindestens 30 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner Menschen mit Behinderung sind. Damit sind Menschen mit wesentlichen Behinderungen gemeint, die leistungsberechtigt sind im Sinne der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, entsprechend den Regelungen im Sozialgesetzbuch XII bzw. ab dem 1.1.2020 im Sozialgesetzbuch IX, zweiter Teil.

Antragsberechtigt sind natürliche ebenso wie juristische Personen, also zum Beispiel Investoren, Baugesellschaften, aber auch Eltern und Selbsthilfe-Verbände.

Durch den Zuschuss sollen insbesondere fehlende Eigenmittel ausgeglichen werden.

Einfamilienhäuser können nicht gefördert werden – das Programm zielt auf den Bau von Mehrparteien-Gebäuden. Der geschaffene Wohnraum muss zudem barrierefrei sein. Dies wird durch die DIN-Standards 18040 und 18040 R präzisiert.

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Welche Förderung ist möglich?

Gebäude in Troisdorf
City inklusive - das Bau- und Wohnprojekt der Josefs-Gesellschaft, Troisdorf / Foto: Manos Meisen / Architekturbüro „schultearchitekten“

Insgesamt stellt der LVR pro Jahr zwei Millionen Euro an Zuschüssen für inklusive Bauprojekte zur Verfügung. Pro Projekt können bis zu 10 Prozent der anerkennungsfähigen Baukosten gefördert werden, maximal 200.000 Euro pro Projekt. Wenn alle Projekte die Höchstförderung in Anspruch nehmen, können damit im Jahr zehn inklusive Bauprojekte im Rheinland einen LVR-Zuschuss erhalten.

Die anerkennungsfähigen Baukosten setzen sich zusammen aus den Kosten für Bauwerk und Baukonstruktion, Außenanlagen und Baunebenkosten (wie z.B. Architekten- oder Ingenieurleistung). Der Grundstückskauf und die Erschließung sind nicht förderfähig. Die Details zu den förderfähigen Kostengruppen nach DIN 276 enthalten die Förderrichtlinien.

Weitere Informationen zur Wohnungsbau-Förderung des Landes NRW erhalten Sie beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung und bei der NRW-Bank.

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Was ist bei der Antragstellung zu beachten?

Wichtig ist: Bei Antragstellung muss die Finanzierung gesichert sein; eine Absichtserklärung der Bank zur Finanzierung ist ausreichend. Allerdings: Wie allgemein im Zuwendungsrecht darf auch hier die Maßnahme vor Erhalt des Zuwendungsbescheides nicht begonnen werden. Konkret: Es dürfen noch keine Bauverträge abgeschlossen werden. Eine unterschriftsreife Vorbereitung ist jedoch natürlich möglich. Den Unternehmer beauftragen und den Bagger bestellen dürfen Sie jedoch erst, wenn Sie den Bewilligungsbescheid in den Händen halten.

Bei Antragstellung ist das Vorliegen einer Baugenehmigung noch nicht erforderlich.

Bei falschen Angaben im Antragsverfahren, bei nicht zweckentsprechender Verwendung der Mittel oder bei Verstößen gegen Auflagen des Zuwendungsbescheides können die Zuschüsse zurückgefordert werden.

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Logo: Information

Zum Verfahren

Der LVR gewährt die Förderung freiwillig im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht. Über die Förderung im Einzelfall entscheiden die politischen Gremien des Landschaftsverbandes Rheinland.

Die Anträge werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet und beschieden. Wenn die Haushaltsmittel ausgeschöpft sind, gehen die Anträge in der Reihenfolge ihres Eingangs in das neue Haushaltsjahr über.

Kontakt

Team "Inklusive Bauprojektförderung"

Telefon

workTelefon:
0221 809 6789

E-Mail